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Merz im Sturzflug: So schlecht stand die Union seit fünf Jahren nicht mehr da

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Merz im Sturzflug: So schlecht stand die Union seit fünf Jahren nicht mehr da
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Bundeskanzler Friedrich Merz und die Union verlieren laut dem aktuellen Deutschlandtrend weiter an Rückhalt. In der Erhebung von Infratest Dimap im Auftrag von ARD-«Tagesthemen» und der Welt erreicht Merz mit lediglich 13 Prozent Zufriedenheit den tiefsten Wert seit seinem Amtsantritt. 84 Prozent der Befragten äussern sich «weniger» oder «gar nicht zufrieden» mit seiner Arbeit. Die Umfrage wurde noch vor der Vorstellung des Reformpakets der schwarz-roten Koalition abgeschlossen.

MICHAEL KAPPELER / KEYSTONE
Bundeskanzler Friedrich Merz an einer Pressekonferenz im Kanzleramt
MICHAEL KAPPELER / KEYSTONE

Auch die Union fällt in der Sonntagsfrage weiter zurück. CDU und CSU verlieren gegenüber dem Vormonat einen Prozentpunkt und kommen noch auf 22 Prozent – der niedrigste Wert seit November 2021. Die SPD büsst ebenfalls einen Punkt ein und liegt bei 12 Prozent. Stärkste Kraft bleibt unverändert die AfD mit 27 Prozent. Grüne und Linke gewinnen jeweils einen Punkt hinzu und erreichen 15 beziehungsweise 11 Prozent.

Im Politiker-Ranking führt Verteidigungsminister Boris Pistorius mit 52 Prozent Zustimmung klar vor allen anderen Regierungsmitgliedern. Dahinter folgen Aussenminister Johann Wadephul und die AfD-Co-Vorsitzende Alice Weidel. Arbeitsministerin Bärbel Bas, Finanzminister Lars Klingbeil und Innenminister Alexander Dobrindt schneiden ebenfalls besser ab als der Bundeskanzler.

Als grösste Sorge nennen 78 Prozent der Befragten die wirtschaftliche Lage und den Zustand des Standorts Deutschland. Zwei Drittel befürchten zugleich schwerwiegende Folgen des Klimawandels. 58 Prozent sprechen sich dafür aus, dem Klimaschutz trotz der aktuellen Krisen weiterhin hohe Priorität einzuräumen. Knapp mehr als die Hälfte sorgt sich zudem über eine aus ihrer Sicht zu hohe Zuwanderung.

Bei den Vorschlägen der Rentenkommission zeigt sich eine deutliche Skepsis gegenüber einer Anhebung des Rentenalters oder der Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren. Beide Vorhaben lehnt jeweils eine klare Mehrheit ab. Dagegen befürworten 84 Prozent die Einbeziehung von Selbstständigen, Politikern und Vorständen in die gesetzliche Rentenversicherung. Eine verpflichtende kapitalgedeckte Zusatzrente findet bei 56 Prozent Zustimmung.

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