Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Merz’ Hormus-Mission auf Eis: Bundestag pocht vor Entsendung deutscher Kriegsschiffe auf Waffenstillstand und internationales Mandat

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
Merz’ Hormus-Mission auf Eis: Bundestag pocht vor Entsendung deutscher Kriegsschiffe auf Waffenstillstand und internationales Mandat
Merz’ Hormus-Mission auf Eis: Bundestag pocht vor Entsendung deutscher Kriegsschiffe auf Waffenstillstand und internationales Mandat
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Die geplante Entsendung deutscher Minensuchboote in die Strasse von Hormus verzögert sich voraussichtlich um Monate. Nach Angaben des Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp, werden die Voraussetzungen für eine Zustimmung des Parlaments wohl nicht mehr vor Beginn der Sommerpause am 11. Juli erfüllt.

Christoph Reichwein/DPA/Keystone
Merz’ Hormus-Mission auf Eis: Bundestag pocht vor Entsendung deutscher Kriegsschiffe auf Waffenstillstand und internationales Mandat
Christoph Reichwein/DPA/Keystone

Damit gerät ein Vorhaben der Bundesregierung ins Stocken, das als Beitrag zur Absicherung einer der wichtigsten Energie- und Schifffahrtsrouten der Welt gedacht ist. Hintergrund ist die Bitte Washingtons an seine Verbündeten, sich an den Bemühungen zur Stabilisierung der Region zu beteiligen. Die mehrmonatigen Spannungen mit dem Iran hatten die Energiemärkte belastet und den Schiffsverkehr im Persischen Golf beeinträchtigt.

Verteidigungsminister Boris Pistorius hatte bereits die Vorbereitungen für einen möglichen Einsatz eingeleitet. Das Minensuchboot «Fulda» und das Versorgungsschiff «Mosel» wurden mit Kurs auf Dschibuti in Marsch gesetzt, um im Bedarfsfall rasch in die Region verlegt werden zu können. Ob daraus tatsächlich ein Mandat wird, ist jedoch offen.

Röwekamp machte deutlich, dass für eine Zustimmung des Bundestags mehrere Bedingungen erfüllt sein müssten. Er nannte einen wirksamen Waffenstillstand sowie ein klares internationales Mandat, das von den betroffenen Staaten, darunter dem Iran und Oman, getragen werde. Zudem müsse die Sicherheit deutscher Soldaten gewährleistet sein und eine eindeutige völkerrechtliche Grundlage vorliegen. Diese Voraussetzungen seien derzeit nicht gegeben. Mit einer Entscheidung noch vor der Sommerpause rechne er deshalb nicht.

Die Debatte zeigt die Grenzen deutscher Sicherheitspolitik. Anders als in vielen anderen Staaten benötigt die Bundeswehr für Auslandseinsätze die Zustimmung des Bundestags. Die Regierung sucht deshalb weiterhin nach einer rechtlichen Grundlage für die Mission. Pistorius verwies zuletzt auf das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen, das die Freiheit der Schifffahrt garantiert. Röwekamp hält dies allerdings für unzureichend.

Für Bundeskanzler Friedrich Merz ist die Verzögerung ein Rückschlag. Berlin wollte Handlungsfähigkeit demonstrieren und die amerikanischen Bemühungen zur Sicherung der Energieversorgung unterstützen. Ob daraus noch in diesem Jahr ein Einsatz wird, bleibt vorerst offen.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 04.08.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.