Ein wachsender Teil der ukrainischen Bevölkerung bringt Präsident Wolodymyr Selenskyj mit einem weitreichenden Korruptionsskandal in Verbindung. Laut einer aktuellen Umfrage des Kiewer Instituts für Soziologie (KIIS) glauben 59 Prozent der Befragten, dass Selenskyj «persönliche Verantwortung» für die mutmasslichen Machenschaften seines langjährigen Vertrauten und ehemaligen Geschäftspartners Timur Minditsch trägt.
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Minditsch wird vorgeworfen, in ein Bestechungsnetzwerk rund um die staatliche Nuklearbehörde Energoatom verwickelt zu sein. Der Schaden soll bei über 100 Millionen US-Dollar liegen. Nach seiner Anklage floh Minditsch nach Israel – ein Umstand, der die öffentliche Kritik an der Regierung verstärkt hat.
77 Prozent gaben an, vom Fall gehört zu haben. Davon erklärten 71 Prozent, dass die Ermittlungen gerechtfertigt seien und tatsächliche Korruption vermutet werde. Während 59 Prozent Selenskyj für Minditschs Verhalten mitverantwortlich machen, lehnen 30 Prozent diese Sichtweise ab. 11 Prozent zeigten sich unentschlossen.