Die SPD will den gesetzlichen Mindestferienanspruch für Arbeitnehmer in Deutschland um einen Tag erhöhen. Nach Informationen der Bild-Zeitung hat die Parteiführung um Arbeitsministerin Bärbel Bas und Vizekanzler Lars Klingbeil den Vorstoss in die laufenden Verhandlungen über ein grösseres Reformpaket eingebracht. Der gesetzliche Mindestferienanspruch soll von derzeit 20 auf 21 Tage pro Jahr steigen.
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Von der Änderung würden vor allem Beschäftigte profitieren, die lediglich den gesetzlichen Mindestanspruch erhalten. Nach Schätzungen des gewerkschaftsnahen WSI-Instituts betrifft dies rund vier Millionen Arbeitnehmer. In vielen Branchen liegen die Ferienansprüche aufgrund von Tarifverträgen bereits heute deutlich höher. In Teilen des Handwerks sind 25 Ferientage üblich, in der Chemie-, Metall- oder Handelsbranche oft 30 Tage.
Aus Wirtschaftskreisen kam dagegen Kritik. Ein zusätzlicher Ferientag für Millionen Beschäftigte würde Unternehmen in einer ohnehin schwachen Konjunkturphase zusätzlich belasten, hiess es.
Die Forderung knüpft an frühere Vorstösse aus dem gewerkschaftlichen Umfeld an. So hatte die SPD-nahe Gewerkschaft Verdi bereits 2025 drei zusätzliche Ferientage für Beschäftigte von Bund und Kommunen verlangt. Im jüngsten Tarifabschluss wurde vereinbart, den Ferienanspruch im öffentlichen Dienst ab 2027 von 30 auf 31 Tage zu erhöhen.