Die Zahl der offenen Stellen in der deutschen Automobilindustrie verharrt auf einem niedrigen Niveau. Dies zeigt eine Analyse des Personaldienstleisters Index, über die die Welt berichtet. Im ersten Halbjahr wurden weniger als 50.000 offene Stellen registriert. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2023 hatte der Wert noch bei mehr als 82.000 gelegen.
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Die zurückhaltende Personalpolitik fällt mit Sparprogrammen mehrerer Hersteller zusammen. Volkswagen prüft nach Angaben des Unternehmens den Abbau weiterer Stellen, Mercedes, BMW und Opel haben ebenfalls Kostensenkungen angekündigt oder bereits eingeleitet. Besonders bei Führungspositionen sowie bei Ausbildungs- und Einstiegsstellen werde weniger Personal gesucht. Gleichzeitig nimmt die Zahl ausgeschriebener Praktikumsplätze zu.
Eine Ausnahme bildet Tesla. Der US-Elektroautobauer bietet nach Unternehmensangaben derzeit 765 Stellen in Deutschland an, vor allem für das Werk in Grünheide bei Berlin. Das Unternehmen plant dort einen weiteren Ausbau der Produktion und will zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Nach früheren Stellenstreichungen beschäftigt Tesla in Grünheide derzeit rund 12.500 Menschen.
Volkswagen-Chef Oliver Blume begründete den Sparkurs zuletzt mit hohen Gemeinkosten. Nach seinen Angaben liegen diese im Konzern rund 20 Prozent über dem Niveau vergleichbarer Wettbewerber. Gleichzeitig verlagern mehrere Hersteller Produktionskapazitäten nach Osteuropa, wo die Arbeitskosten deutlich niedriger sind. Dies soll die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verbessern.