Porsche plant laut einem Bericht des Handelsblatts einen weiteren Stellenabbau. Wie die Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, könnten bis zu 4000 zusätzliche Arbeitsplätze wegfallen. Besonders betroffen wären demnach Verwaltung, Management sowie Teile der Entwicklung. Über das Ausmass der Einschnitte soll bis Ende Juli entschieden werden.
Bernd Weissbrod/DPA/Keystone
Bereits im Februar hatte der Sportwagenhersteller angekündigt, 1900 Stellen abzubauen. Zudem wurden in den vergangenen Jahren rund 2000 befristete Arbeitsverträge nicht verlängert. Nun soll der Sparkurs unter Vorstandschef Michael Leiters ausgeweitet werden. Nach Veränderungen im Vorstand rücke nun die Managementebene in den Fokus.
Auch im Vertrieb sind Umstrukturierungen geplant. Die Zahl der Vertriebsregionen soll von fünf auf drei reduziert werden. Die Regionen Deutschland und Europa sollen zusammengelegt werden, zudem soll die Region «Übersee und Wachstumsmärkte» ihre Eigenständigkeit verlieren.
Porsche bestätigte die im Bericht genannten Stellenstreichungen zunächst nicht. Ein Unternehmenssprecher erklärte gegenüber dem Handelsblatt, sämtliche Bereiche würden darauf überprüft, wie sie schlanker und effizienter aufgestellt werden könnten. Der Schwerpunkt liege zunächst auf den Managementstrukturen.
Wie andere deutsche Autohersteller steht Porsche unter wirtschaftlichem Druck. Das Unternehmen kämpft unter anderem mit einer schwächeren Nachfrage in China sowie den Auswirkungen der US-Zölle. Zuletzt gingen das operative Ergebnis und die Gewinnmarge zurück.