Kapitel
- Einleitung und Begrüssung
- Vorstellung des Instituts und der Sendung
- Ankündigung der Sommerpause
- Hinweis auf Deutschland-Tournee
- Tour-Termine in Deutschland
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Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie aus dem stets oder meistens hellwachen Institut für fortgeschrittene Gegenwartskunde und angewandte Wirklichkeitsstudien zur internationalen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig. kritisch gut gelaunt und zuversichtlich am Freitag, dem 24. Juli 2026. Bevor ich Ihnen eine kurze Sommerpause von Weltwoche Daily anzeige, aber keine Angst, es ist nur eine wirklich kurze Sommerpause und eine Sommerpause mit gezielten Unterbrüchen, mit einem abwechslungsreichen Ferienprogramm, dass Interviews Hintergrundserien und natürlich die aktuellen Nachrichten bündelt. Bevor ich das tue, möchte ich hinweisen noch einmal auf meine Deutschland-Tournee im kommenden Herbst, Krieg und Frieden. Das ist das ganz grosse Thema. Meine Sorge ist, Europa steuert nicht einmal 100 Jahre nach dem Ende des letzten Weltkriegs auf einen neuerlichen grossen Krieg in Europa. Die Zeichen stehen auf Eskalation. Alle Seiten sind davon überzeugt, zu gewinnen bzw. sich eine Niederlage nicht erlauben zu können. Beide Seiten haben enorm viel Kapital investiert und es ist eine Auseinandersetzung, die nach einem Sieger und nach einem Verlierer geradezu schreit. Das ist die objektiv beschriebene Ausgangslage und wenn man das ernst nimmt, dann sieht man da einfach keine Ausstiegsmöglichkeiten. Wie kommt man aus diesem Kriegswahnsinn wieder raus? Wo ist der Fluchtweg? Wo ist die Friedensoase? Das ist natürlich unser Thema und wir werden Klartext reden, meine Damen und Herren. Wir werden nicht mit dieser politischen Korrektheit, mit diesen sandgestrahlten Verlogenheiten, mit dieser salonfähigen Verlogenheit, so werden wir uns nicht unterhalten. Ich werde klare Positionen vertreten. Sie haben natürlich die Gelegenheit, mir zu widersprechen, mir Fragen zu stellen, Ihre Sichtweisen einzubringen. Ich würde mich riesig freuen, Sie zu treffen, möglichst zahlreich. Bringen Sie Freunde mit, sichern Sie sich ein Ticket und merken Sie sich die Termine in Ihrer unmittelbaren Umgebung vor. Ich trage sie Ihnen hier noch einmal vor. Am 7. September bin ich in Lübeck, am 8. September in Magdeburg, am 9. September in Dresden. Und am 10. September in Erfurt. Am 2.11. werde ich in Nürnberg auftreten. Am 3.11. in Erding bei München. Am 4.11. in Leonberg bei Stuttgart. Am 9.11. in Duisburg. Am 10.11. in Bielefeld. Am 16.11. in Neu-Ulm. Am 17.11. in Ludwigshafen am Rhein. Und am 18.11. in Saarbrücken. www.weltwoche.de Schrägstrich Vortrag www.weltwoche.de Schrägstrich Vortrag und um das Ganze noch ein bisschen aufzupeppen, haben meine Kollegen noch ein paar Zitate zusammengetragen aus deutschen Medien. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat geschrieben, der umstrittenste Journalist der Schweiz. Im Spiegel stand einmal argumentativer Superlaser. Sie haben mich auch schon Laserschwert genannt. Und die Taz, ein Krawallmacher, der gerne provoziert. Ja, bilden Sie sich selber ein Urteil. Sie kennen Weltwoche Daily, aber meine Damen und Herren, Ich muss Ihnen sagen, Es ist eine Lage, die sich ernsthaft zuspitzt und es ist, wenn man sich das nüchtern vor Augen führt, die Besichtigung einer Vorhölle des Wahnsinns, in der wir uns bewegen. Nicht einmal 100 Jahre nach dem letzten Weltkrieg jetzt wieder diese politische Kriegsbesoffenheit. Und ich sage politische Kriegsbesoffenheit, denn die meisten Leute, mit denen ich rede, Die wollen diesen Krieg nicht, aber... Wie viele wollen ihn eigentlich nicht? Und wo ist die Friedensbewegung, meine Damen und Herren? Ich sage hier ganz klar, nein zum Krieg, ja zur Schweiz, ja zur immerwährenden, bewaffneten und umfassenden Neutralität. Ja zu Gesprächen, ja zur Diplomatie und ja zu einer Abrüstung der Worte und der Waffen, denn die Worte sind zu Waffen geworden. Und wenn ich mir nur schon die Rhetorik anschaue. Vor allem auf der westlichen Seite. Das ist eine Rhetorik der Enthemmung, der Entfesselung, der Beleidigung, der Herabsetzung, das ist ein Herrenreiter-Vokabular, das hier wieder Einzug gehalten hat, das rund 80 Jahre nach Beendigung des letzten Weltkriegs einen nur beelenden kann, wenn man das so zur Kenntnis nimmt. Und dahinter steht eine Überheblichkeit, steht eine Selbstüberschätzung, denn das ist meine ganz grosse Sorge, dass hier Europa und vor allem die Bundesrepublik Deutschland. Deutschland ist ein zentrales Land in dieser Frage, dass Europa und die Bundesrepublik Deutschland auf einen Krieg zusteuern, auf einen Krieg zudelirieren. Man könnte sagen schlafwandeln, aber es ist eben nicht eine Schlafwandlerei, sondern es geschieht auf offener Bühne, bei wachem Geist und intaktem, soweit wie möglich, Verstand. Man steuert. Man schleudert auf einen Krieg zu, dem man nicht gewachsen ist. Ich werde im Verlauf dieser Sendung darauf zu sprechen kommen. Aber jetzt, liebe Freunde des Instituts für fortgeschrittene Gegenwartskunde und angewandte konservative Studien, ist es soweit. Nach dieser Sendung gönnen wir uns eine Pause. Nicht aus Erschöpfung, aus Prinzip. Auch der kritische Geist braucht... Sonne, Ferien und gelegentlich ein oder zwei Gläser Wein am Abend. Weltwoche Daily macht Pause bis und mit der ersten Augustwoche. Aber keine Sorgen, meine Damen und Herren, wir verschwinden nicht in der Bedeutungslosigkeit. Wir laden lediglich die Akkus auf. Am 7. August sind wir zurück mit voller Kraft und wie immer mit qualifizierter, guter Laune. Und bis dahin lassen wir sie wie gesagt nicht im Stich. Wir haben ein Sommerspezialprogramm zusammengestellt, reichhaltig, vielfältig, eigenwillig, ganz nach unserem Geschmack. Täglich, unabhängig, kritisch und zuversichtlich, selbstverständlich. Damit Sie auch in der Ferienzeit bestens im Bilde sind. Die andere Sicht, während andere im Mainstream einschlafen. Geniessen Sie den Sommer. Wir sehen uns dann am 7. August wieder. Aber jetzt dranbleiben, weil die Sendung ist noch nicht fertig. Gipfeltreffen der Vereinigten Staaten von Amerika und Russland in Manila. Es gibt ein Kommuniqué und das Bemühen der russischen Seite von Aussenminister Lavrov ist spürbar, den Geist von Anchorage wieder zu beleben. Wir müssen uns vor Augen halten, dass sich die Vereinigten Staaten von Amerika und Russland im Wesentlichen einig gewesen sind. Trump und Putin standen einen halben Millimeter vor dem Handschlag. Man war sich im Klaren darüber, die Ukraine wird nicht NATO-Mitglied, der Donbass geht an Russland, die Krim geht an Russland. Dafür gibt es Sicherheitsgarantien und wirtschaftliche Aufbauhilfe, auch eine Freigabe der russischen Staatsvermögen. Russland wiederum hat damals auch versprochen, einen Teil dieses Staatsvermögens in amerikanische Unternehmungen zu investieren. Also das lag auf dem Tisch. Da hat Präsident Putin eingewilligt, dem amerikanischen Unterhändler Vitkov, Aber in Anchorage hat Trump realisiert, dass er die Europäer und die Ukrainer nicht ins Boot bringt. Und offensichtlich sind die Amerikaner nicht mehr stark genug, zum einen Europa zu verteidigen und zum anderen Europa zu zwingen, einen bestimmten Friedenskurs zu fahren. Das ist ja auch eine Absurdität der heutigen Situation, dass man die Europäer wieder zwingen muss zum Frieden. Ich meine, wir sind ja völlig überinvestiert in diesen Ukraine-Krieg. Man hat sich eingeredet, das sei eine existenzielle Auseinandersetzung für Europa, für den Westen, als ob es dort um unsere innersten Werte, um unser Dasein, um unser Weiterbestehen ginge. Das ist komplett durchgeknallt, weil dieser Krieg ist ja verursacht worden durch ein Ausgreifen des Westens, immer näher in russische Sicherheitsgefilde, unter Bruch aller Versprechungen nach dem Ende des Kalten Krieges. Dieser Konflikt ist das Resultat der westlichen Hybris, der westlichen Arroganz, der amerikanischen Selbstüberschätzung, nach dem Sieg im Kalten Krieg alleine die Geschicke auf diesem Planeten bestimmen zu können. Und die Europäer haben sich am Rockzipfel der Amerikaner in die gleiche Besoffenheit hineingesteigert. Das ist übrigens die Überheblichkeit auch der Westdeutschen gegenüber den Ostdeutschen. Das hat alles da seinen Ursprung, dieser... Kalter Krieg, dieser Sieg im Kalten Krieg ist dem Westen nicht gut bekommen, ist an sich auch nichts Neues unter der Sonne. Erfolge steigen den Menschen in den Kopf. Aber die Russen sind eben keine Quantité néglige Schable mehr, die lassen sich nicht einfach herumstossen. Sie wehren sich, sie schlagen zurück und sie berufen sich in ihrer militärischen Spezialoperation, wie sie sagen, die natürlich auch eine Blamage ist für den Russischen. Präsidenten, weil sie viel zu lange dauert. Er hat sich da natürlich grässlich verkalkuliert am Anfang. Aber die Russen berufen sich. Ob sie jetzt das teilen oder gut finden, spielt überhaupt keine Rolle. Aber sie berufen sich noch auf internationales Recht, auf das Völkerrecht, was die Amerikaner ja nicht mehr tun. Also die Europäer haben sich hier sozusagen eine Fata Morgana, eine hochgefährliche Fata Morgana hochgezogen. Sie reden sich ein, man sei da in einem riesigen Krieg. Man ist In einer skurrilen Siegesgewissheit, ich habe mit dem serbischen Präsidenten Vucic darüber gesprochen, er hat mir das erklärt, beim Treffen am 14. Juli in Frankreich, habe er den Eindruck gewonnen, dass die anderen Ministerpräsidenten und Staatsoberhäupter der Europäischen Union felsenfest davon überzeugt seien, diesen Krieg gewinnen zu können und gewinnen zu müssen. Auf keinen Fall dürfe Russland einen Sieg davontragen, Russland müsse verlieren. Und da sage ich Ihnen einfach das, was mir ein finnischer Gewehrsmann gesagt hat. Wer will, dass Russland verliert, wird vorher einen Atomkrieg bekommen. In Europa. Das ist die Perspektive. Und Politiker, die nun wirklich bewiesen haben in den letzten Jahren, dass sie es nicht können, führen uns hier auf diesem Hochrisiko-Trip, auf diesem Ritt auf der Rasierklinge, in ein Himmelfahrtskommando, dessen Schrecklichkeit wir uns in dieser ja so wunderbar friedlich wirkenden Sommerszeit überhaupt keine Vorstellung machen können. Aber jetzt kommt mein Appell an Deutschland. Wo ist denn da eigentlich Deutschland? Wo sind die Deutschen mit ihrer historischen Erfahrung? Sind die Deutschen jetzt plötzlich wieder an der Speerspitze der Russland-Hasser? Will man jetzt sozusagen noch einmal durchziehen, was beim ersten Anlauf gescheitert ist im letzten Weltkrieg? Ich erhalte sehr viele Zuschriften von Ihnen, wo man mir sagt, das Gegenteil ist der Fall. Wir haben keinen Russenhass und gerade im Osten Deutschlands, das ist ja hochinteressant, im Osten Deutschlands, wo man ja jeden Grund hätte, ein Russland-Trauma aufzubauen, ist nichts dergleichen verandernd. Im Gegenteil, es scheint mir fast so, als seien die Sympathien gegenüber Russland noch gestiegen im Osten Deutschlands und nicht gesunken. Was allerdings im Westen Deutschlands bei den Gewinnern des Kalten Kriegs überhaupt nicht zur Kenntnis genommen wird. Also diese Funkstörung, die sie haben zwischen Ost und West in Deutschland, das ist sozusagen wie in Nutsche im Kleinen abgebildet, was wir im Grossen in Europa sehen. Und ich zähle Russland zu Europa. Also meine Damen und Herren, das ist eine ganz gefährliche Situation. Und was es eben noch gefährlicher macht, ist die Tatsache, dass die Medien, auch die Journalisten, wo sind eigentlich die Medien, dies gar nicht zur Kenntnis nehmen wollen. Wo sind die Friedensmärsche? Wo ist der Druck auf die Politiker, ihr pelizistisches Repertoire, ihr Arsenal, ihre Rhetorik herunterzufahren? Ich sehe das nicht. In Manila immerhin Gespräche zwischen Lavrov und Rubio. Das ist... eine gute Nachricht, dass die Amerikaner zwar sagen, der Ukraine-Krieg sei in der Hierarchie etwas zurückgegangen, nicht mehr ganz oben, nicht mehr an der Spitze des Kala, aber solange die Amerikaner und die Russen reden, ist Hopfen und Malz noch nicht verloren. Und auch die Chinesen haben kein Interesse an diesem Krieg. Aber wer stoppt die Eskalation? Wer stoppt die Wahnsinnigen? Und ich muss Ihnen sagen, Dass ich als westlicher Journalist, als europäischer Journalist, entsetzt bin, mit was für einer Blindheit bei uns die Politiker an einer Eskalationsschraube drehen eines Kriegs, dem sie und ihre Länder nicht gewachsen sind. Sie haben nur ihre Kriegsideologie. Sie haben ja gar nicht die Mittel, um diesen Krieg zu führen. Sie sind so arrogant, so abgehoben. dass sie diesen Krieg heraufbeschwören, ohne, um Präsident Trump zu zitieren, Karten zu haben. Sie haben keine Karten, sie haben keine Trümpfe, sie haben keine Armeen, sie haben keinen Wehrwillen. Aber sie haben dieses eingebildete Potenzial einer EU-Supermacht. Und das ist eine Dimension, die auch viel kritischer in Deutschland diskutiert werden müsste. Benutzt man jetzt angeschlagene, in den Seilen hängende Politiker, die sehen, dass immer mehr europäische Bürger dieser EU kritisch gegenüberstehen? Benutzen sie jetzt diesen Krieg, diesen Konflikt, um die EU hochzuziehen, als eine Art Superstaat, sozusagen die Geburt der EU aus dem Geist der kriegerischen Gewalt? Ist das das Drehbuch, das da abläuft, auf der Grundlage von bankrotten Konten? auf einem Sumpf von Schulden wankend. Diese EU, das ist eine Politik der Verantwortungslosigkeit und der Fahrlässigkeit. Aber bitte widersprechen Sie mir oder sagen Sie mir, wo ich zu einseitig unterwegs bin. Immerhin Lavrov und Rubio reden, keine Durchbrüche, aber der Versuch, vor allem von der russischen Seite, den Geist von Anchorage wieder zu beleben. Was übrigens zeigt, dass die Russen diesen Krieg beenden wollen. Aber dieser Krieg ist eben Der Versuch einer Lösung eines Problems, das aus russischer Sicht ernst genommen werden muss, und das sind die Sicherheitsbedenken dieses Staates. Russland ist nicht im Begriff, Europa zu überrennen. Das ist nicht ein neuer Mongolensturm, der sich da ankündigt. Aber Russland möchte in Ruhe gelassen werden, möchte nicht bedroht werden, möchte keine NATO vor der eigenen Haustüre und erst recht nicht auf dem aus russischer Sicht sensiblen Territorium der Ukraine. der eigentlichen Wiege der russischen Kultur. Ist das so schwer zu verstehen? Haben wir Tomaten auf den Augen? Haben wir Wachs in den Ohren? Anscheinend, offensichtlich ist es so. Wechsel an der ukrainischen Armeespitze. Der neue Oberbefehlshaber Michaelo Rapati hat sich in einem Kiwever-Machkampf durchgesetzt. Rapati übrigens, der in russischen Medien als schlechter bezeichnet wird. weil er in entsprechenden Gefechtskammern schon ziemlich rabiat aufgetreten ist, aber diese Zuschreibung gibt es ja auch auf der Gegenseite. Auf jeden Fall haben wir einen Machtkampf in Kiew. Der neue Oberbefehlshaber ist natürlich Ausdruck einer schweren Krise in der Ukraine. Es hat ja diesen Kampf gegeben zwischen den Technofreaks und dem Verteidigungsminister Fedorow. der sich da ganz massiv auch gegen die Armeeführung positioniert hat, so dass eben Präsident Zelenskyj einschreiten musste. Vielleicht fürchtete er da auch einen starken möglichen Konkurrenten. Er hat dann Fedorow einen anderen Posten angeboten im Kabinett, worauf sich Fedorow nicht eingelassen hat, was meines Erachtens auch die Motive dieses Ministers in einem etwas zweifelhaften Licht erscheinen lassen. Denn wenn man in einem Krieg steht und wenn einer der eigenen Präsidenten fragt, Was? wie kannst du unserem Land dienen, vielleicht in einer anderen Funktion als in der, die du bisher hattest, und du machst nicht mit, dann wirft das kein gutes Licht auf diese entsprechende Staatsführung. Also das ist sicherlich Ausdruck einer schweren Krise, denn gleichzeitig haben Sie bei uns ja immer gelesen, auch in einer NZZ und in einer FAZ, dass diese ukrainische Kriegsführung extrem erfolgreich sei gegen Russland. Tatsächlich machen die Russen erhebliche Fortschritte an der Front, nicht so grosse, wie sie möchten. Sie brechen durch bei den Festungen. Es sind da nur noch wenige Kilometer zu erobern. Das widerspricht einfach diesen Jubelmeldungen, die Sie da bei uns hören, diesen Wochenschau-Depechen, mit denen man bei uns versucht, diese gewaltigen Kriegsanstrengungen und diese nibelungentreue Unterstützung der Ukraine zu rechtfertigen. Gleichzeitig brennen in Russland zahlreiche Logistikzentren. Auch dies ist brandgefährlich. Denn auf der russischen Seite, und das höre ich in meinen Sendungen mit Wladimir Solovyov, aber auch mit anderen Gesprächspartnern, denn für die Russen ist klar, wir haben jetzt gerade eine Reportage in Arbeit aus Kursk, da hat unser Kollege Guy Mettand sowohl mit Kriegsgefangenen der Ukraine gesprochen, also ukrainischen Kriegsgefangenen in Russland, aber auch mit Anwohnern von Kursk, wie sie diese Invasion von Kursk durch die Ukrainer erlebt haben. Und dort kommt einfach ganz klar zum Tragen, dass sich Russland im Krieg gegen den kollektiven Westen sieht. Und diese Logistikzentren, die könnten nicht angegriffen werden, wenn die Amerikaner nicht auch dabei wären, wenn sie nicht mit Daten und anderen Instrumenten helfen würden. Infratest, Umfrage, die AfD ist in Berlin vorn, 59 Tage vor der Wahl ins Abgeordnetenhaus, 19% AfD, CDU und Linke, 18% SPD, 13%. Die SPD schwindet immer mehr. Lauterbachs Auswandererverhöhnung ist ein Lehrstück politischer Arroganz. Ja, Karl Lauterbach hat Folgendes gesagt zu den Auswanderern aus Deutschland. Auf diese Leute können wir verzichten, falls es sie überhaupt gibt. Das schrieb der Ex-Gesundheitsminister auf X über Gutqualifizierte, die Deutschland verlassen. Demut, Erdung, Empathie, Fehlanzeige. Das Denken hinter diesem Posting offenbart, wie weit Lauterbach von der Realität... entkoppelt ist. Am Donnerstag, einen Tag nach Veröffentlichung, hat Lauterbach seinen viel diskutierten Tweet wieder gelöscht. Zu Bild sagt er dazu, ich wurde missverstanden als Gastprofessor der Harvard University. Weiss ich natürlich, dass auch junge Leute mit sehr guter Qualifikation Deutschland verlassen oder nicht zurückkommen. In der Schweiz können wir Herrn Lauterbach bestätigen, es gibt diese Gutqualifizierten aus Deutschland, die auswandern, vor allem in die Schweiz. Dann eine ganz schlimme Geschichte, die Stuttgarter Zeitung meldet, Frau in Einkaufszentrum mit Messer angegriffen und angezündet. Ein Verdächtiger ist da bereits festgenommen worden. Die Polizei zieht ins österreichische Hitlerhaus. Die Bundesrepublik Österreich will den Geburtsort des Diktators neutralisieren, um Neonazis fernzuhalten. Ja, die Polizei in Hitlers Geburtshaus in Braunau, das ist eine gute Idee. So verhindert man natürlich die Entstehung eines Wallfahrtortes oder einer Kommerzialisierung. Auch Hitlers Privatwohnung von 1929 bis 1945 in München, der zweite Stock, Am... Prinzregentenplatz 16 ist heute eine Dienststelle der Münchner Polizei. Kein unschlauer Schachzug. Thorsten Frei soll CDU-Fraktionschef werden. Nach meiner Beurteilung ein sehr guter Mann, ehemals Oberbürgermeister von Donau-Eschingen, geboren in Säckingen, fast ein Schweizer. Guter Auftritt, einnehmend, bodenständig, geerdet, viel besser und eben geerdeter. als Friedrich Merz, da wächst ihm ein Konkurrent entgegen. Und es hat sich ja der Verdacht auch bis zu einem gewissen Grad erhärtet, dass Friedrich Merz diese Leihmutterschaftsaffäre nutzte, um den Jens Spahn loszuwerden. Denn nach Informationen deutscher Medien hat ja Spahn den Kanzler vorinformiert mit dieser Leihmuttergeschichte. Und offenbar war da alles in bester Ordnung, Aber er ist ihm dann in den... Rücken gefallen. Die First Lady will nicht in Downing Street einziehen. Die Frau des britischen Premierministers zieht eine Pendlerbeziehung vor. Ja, das ist eine interessante Biografie, da die Marie-France Van Heel, eine eigentümliche Vergangenheit, zeigt sich da bei der First Lady im United Kingdom. Die Kingdom bei der Sendung Blind Date ist sie aufgetreten, obwohl sie damals schon mit dem heutigen Premier zusammen war. ursprünglich Holländerin, wollte sollte laut eigener Ansage ihren Bekanntheitsgrad stärken. Also cherche la femme und unterschätze nie den Faktor Egozentrik in der Politik. Am 7. August sind wir zurück mit Unterbrechungen bei Weltwoche Daily. Vielen herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Wir leben in ganz gefährlichen Zeiten und Deutschland hat hier eine enorme Verantwortung, meine Damen und Herren. Ich weiss, das ist vielleicht das Falsche, jetzt um diese Sendung mit so einem Gedanken abzuschliessen, aber je länger ich darüber nachdenke, desto offensichtlicher wird es. Wo sind die Deutschen? Das ist die kritische Masse. Und die Deutschen mit ihrer Erfahrung zweier Weltkriege, die natürlich auf deutschem Boden ausgefochten werden, der erste Weltkrieg zum Glück nicht, der hat dann zu einem Bürgerkrieg geführt, aber der zweite ist auf deutschem Territorium am Schluss ausgefochten worden und dieser Weltkrieg wird auch ausgefochten. auf deutschem Territorium ausgefochten. Und ich finde es hochgradig fahrlässig, wie der Westen da jetzt sich einmischt in diesen Ukraine-Krieg, immer tiefer, immer vehementer und damit natürlich, das ist einfach die Logik des Krieges, Russland zu einer Eskalation zwingt. Und man kann da nicht einfach seine Hände in Unschuld waschen und sagen, ja, wir können gar nichts dafür, obwohl genau das werden sie machen. Sie werden dann sagen, wenn die Russen zurückschlagen, werden sie sagen, ha, seht, Wir haben es immer gesagt, sie greifen uns an. Sie werden das als Bestätigung ihrer eigenen Position empfinden. Und das ist die Gefährlichkeit. Wenn man dermassen verblendet ist von seiner eigenen Optik, und da braucht es in der Demokratie den Widerstand des Bürgers, meine Damen und Herren. Davon hängt nicht nur das Schicksal Deutschlands ab, sondern auch das Schicksal Europas. Ich verabschiede mich für heute und wünsche Ihnen ein nachdenkliches... und ja auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen. Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemand zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Leser. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de Sowohl für Print als auch digital und massgeschneidert auch für Deutschland. Und wenn Sie bereits Abonnent sind, dann möchte ich mich an dieser Stelle einfach mal bei Ihnen bedanken und wünsche Ihnen nun viel Vergnügen beim nächsten Video.
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