Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat der derzeitigen Politikergeneration in der Europäischen Union Dialogverweigerung vorgeworfen. Von der gegenwärtigen Führung sei kaum eine Annäherung zu erwarten, sagte Peskow im Weltwoche-Interview: «Wir können uns kaum vorstellen, dass sie einen Dialog mit Russland initiieren wird.»
Vielen europäischen Politikern warf Peskow Fehleinschätzungen vor. «In den Köpfen der europäischen Politiker schwirren jede Menge verrückte Ideen herum», sagte er, etwa, «dass Russland strategisch besiegt werden sollte». Der Glaube, Russland lasse sich bezwingen, sei «der grösste Fehler aller Zeiten».
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Die gegenwärtige Generation sei «sehr populistisch». «Der einfachste Weg, bei der eigenen Wählerschaft Hassgefühle zu schüren, besteht darin, darauf zu bestehen, dass dies der Hauptfeind ist und wir alle zusammenhalten müssen», sagte der Kreml-Sprecher.
Zugleich äusserte Peskow die Erwartung, dass sich die Lage mit einem Personalwechsel ändere. «Früher oder später werden wir in Europa neue Politiker und neue Führungskräfte sehen», sagte er. Er wünsche den Europäern «eine neue Generation von De Gaulles». Von Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron forderte er konkrete Schritte: Man erwarte, «dass Präsident Macron – nachdem er dies nun schon tausend Mal gesagt hat – zum Telefon greift und Präsident Putin anruft».
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