Im Umfeld von Bundeskanzler Friedrich Merz wachsen die Sorgen um die Stabilität der Regierung. Dies berichtet die Bild-Zeitung unter Berufung auf Gespräche mit Politikern aus Union und SPD sowie Vertrauten des Kanzlers. Demnach kursiert in Unionskreisen die Möglichkeit einer Vertrauensfrage im Bundestag.
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Laut mehreren Quellen wurde dieses Instrument bereits Ende 2025 intern erwogen, als eine Mehrheit für ein Rentenpaket unsicher war. Auch vor einer Einigung zum Tankrabatt habe es Überlegungen zu einem möglichen Koalitionsbruch gegeben.
In der Union wird kritisiert, Merz setze sich in Verhandlungen mit SPD-Chef Lars Klingbeil nicht durch. In der SPD wird hingegen bemängelt, der Kanzler binde eigene Parteikollegen unzureichend ein. Dies habe bei Verhandlungen über Reformen wiederholt zu Spannungen geführt.
Auch innerhalb des Kanzleramts wird von einer angespannten Stimmung berichtet. Das Verhältnis zwischen Merz und Kanzleramtschef Thorsten Frei soll sich verschlechtert haben. Zudem gibt es laut Bericht Kritik an Regierungssprecher Stefan Kornelius.
In der Union sorgen demnach auch widersprüchliche Aussagen des Kanzlers, etwa in der Aussenpolitik, für Unmut. Gleichzeitig wird über eine personelle Verstärkung der Kommunikationsstrategie im Kanzleramt nachgedacht.