Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

«Er fährt die Schweizer Klimapolitik an die Wand»: Grünen-Chefin Mazzone will Bundesrat Rösti das Umweltdepartement entziehen

Anhören ( 2 min )
KI-Stimme
«Er fährt die Schweizer Klimapolitik an die Wand»: Grünen-Chefin Mazzone will Bundesrat Rösti das Umweltdepartement entziehen
«Er fährt die Schweizer Klimapolitik an die Wand»: Grünen-Chefin Mazzone will Bundesrat Rösti das Umweltdepartement entziehen
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Für Grünen-Präsidentin Lisa Mazzone hat Umweltminister Albert Rösti in seiner Rolle als Umweltminister versagt. Im Interview mit dem Tages-Anzeiger fordert sie, dem SVP-Bundesrat das Departement zu entziehen. Der Bundesrat nehme die Hitzekrise und ihre Folgen nicht mit der nötigen Dringlichkeit wahr. «Es ist noch nicht einmal Ende Juli, und wir zählen schon die Hitzetoten», sagt Mazzone. «Wir sind in einer Krise, und der Bundesrat ist in den Ferien.» Rösti sei «entweder nicht fähig oder nicht bereit, etwas zu unternehmen». Deshalb müsse ihm der Bundesrat das Departement entziehen, «damit die Schweizer Regierung endlich Verantwortung übernimmt und ihre Bevölkerung schützt».

Georgios Kefalas/Keystone
Lisa Mazzone an der Delegiertenversammlung der Gruenen Schweiz in Liestal
Georgios Kefalas/Keystone

Nach Ansicht der Grünen-Präsidentin zeigt die Hitzewelle auch, wie ungleich die Menschen von der Klimakrise betroffen sind. Während der Bundesrat die Krise aus den Ferien verfolge, litten viele Menschen bereits unter den Folgen der hohen Temperaturen. «Diese Hitzekrise zeigt Ungleichheiten auf. In einer Villa am See leidet man nicht gleich unter der Hitze wie in einem Wohnblock im Stadtzentrum», sagt Mazzone. Besonders ältere Menschen und Kinder seien gefährdet. Der Bund müsse deshalb rasch einen nationalen Hitzeschutzplan vorlegen und den Schutz der Bevölkerung verstärken.

Die Grünen verlangen unter anderem mehr Grünflächen in Städten, besser isolierte Gebäude und Schutzmassnahmen für Menschen, die im Freien arbeiten. Zudem fordert Mazzone Klimaanlagen in Spitälern, Altersheimen, Kindertagesstätten und teilweise auch in Schulen. Dafür sei ihre Partei bereit, zusätzliche Mittel bereitzustellen. Mit Rösti geht sie hart ins Gericht: «Er fährt die Schweizer Klimapolitik an die Wand.» Und sie legt nach: «Ich bin überzeugt, dass jeder andere Bundesrat besser wäre als Albert Rösti in diesem Departement.»

Einen Rücktritt des Umweltministers verlangt Mazzone allerdings nicht. Rösti solle Bundesrat bleiben, aber ein anderes Departement übernehmen. Dass ein Bundesrat sein Departement abgeben muss, sei keineswegs beispiellos. Als Beispiel verweist sie auf den früheren Bundesrat Adolf Ogi, der im Zusammenhang mit der Neat das Verkehrsdepartement habe abgeben müssen. Gleichzeitig kündigt Mazzone den nächsten politischen Schlagabtausch an: Nach den Referenden gegen den Autobahnausbau bereiteten die Grünen bereits den Abstimmungskampf gegen neue Atomkraftwerke vor.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 04.08.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.