Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

«Komplette Nullnummer»: Kieler «Welcome Center» für Fachkräftevermittlung liefert trotz Millionenförderung kaum Resultate

Trotz Millionenförderung hat das Welcome Center Schleswig-Holstein im Jahr 2024 nur fünf ausländische Fachkräfte erfolgreich vermittelt. Das geht aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion hervor. Die landesfinanzierte Einrichtung war Ende 2023 gestartet – mit dem Anspruch, dem Fachkräftemangel in Schleswig-Holstein spürbar entgegenzuwirken. Dabei wurde die Initiative von mehreren Ministerien gemeinsam ins Leben gerufen – getragen unter anderem von der Wirtschaftsförderung Schleswig-Holstein, deren Geschäftsführer Hinrich Habeck ist, Bruder von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck.

FRANK MOLTER / KEYSTONE
ARCHIV - 26
FRANK MOLTER / KEYSTONE

Laut einem Bericht der Kieler Nachrichten fehlen Schleswig-Holstein bis 2035 rund 180.000 qualifizierte Arbeitskräfte. Das Welcome Center sollte internationale Talente ins Land holen und Unternehmen bei Anerkennungen und Visafragen unterstützen. Doch nach Ansicht der Opposition bleibt der praktische Effekt bislang aus. «Wenn die Anzahl in dem Tempo voranschreitet, bräuchte es sage und schreibe 36.000 Jahre, um diesen Bedarf über das Welcome Center zu decken», sagt Kianusch Stender, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Die schwarz-grüne Idee habe sich «als komplette Nullnummer erwiesen».

Auch die FDP spricht von einer Fehlkonstruktion. Heiner Garg, Abgeordneter im Schleswig-Holsteinischen Landtag, sagt zum NDR: «Die Umsetzung ist voll in die Hose gegangen, weil in Wahrheit berät hier eine Behörde die andere.»

Das Wirtschaftsministerium verteidigt das Vorhaben: Man befinde sich in der Aufbauphase, Ziel sei nicht die Vermittlung im engeren Sinn, sondern die Beratung. Doch nach einem Jahr wird deutlich: Der politische Anspruch, dem Fachkräftemangel substanziell entgegenzuwirken, steht in keinem Verhältnis zum bisherigen Ergebnis.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 04.08.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.