Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie aus dem stets hellwachen Institut für fortgeschrittene Gegenwartskunde und angewandte Wirklichkeitsstudien zur... Internationalen, zur grenzübergreifenden, zur immer wieder horizonterweiternden Ausgabe von Weltwoche Daily. Die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich am Donnerstag, dem 18. Juni 2026. Fluchtwege aus den Kriegen, aus den Konflikten, aus dem Tohuwabohu, der sogenannten multipolaren Welt, mit all ihren Irritationen. irritierenden Signalen, aber so irritierend ist es am Ende gar nicht, sondern es ist einfach die gute alte territoriale Machtpolitik, wobei gute alte jetzt doch etwas beschönigend ist, denn diese Territorialpolitik, diese Raubtier- und Revierpolitik, die kann natürlich blutigste Verwerfungen produzieren, aber man muss einfach immer wieder sich vor Augen halten, das ist nichts Neues unter der Sonne, das hat es immer wieder gegeben. Der Mensch ist ein kriegerisches Tier. Umso bemerkenswerter ist es, dass sich diese Schweiz, und darüber habe ich in der Schweizer Sendung gesprochen, dass sich die Schweiz so erfolgreich durch die Geschichte hangeln konnte. Klar, die deutschen Fake-News-Medien behaupten dann, ja, die Schweizer, diese Hehler da, diese Profiteure, diese Geldraffer und Geldsäcke, da spricht jetzt einfach der pure Neid und Entschuldigung. Die pure Ahnungslosigkeit. Der Erfolg der Schweiz, abgesehen von diesen neidgetriebenen Ahnungslosigkeiten, ich musste mich jetzt kurz beherrschen, dass ich nicht ein etwas gravierenderes Wort verwendet habe, die verkennen komplett, dass der Erfolg der Schweiz natürlich ein Erfolg... Eine ganz spezifische Staatsform ist, nämlich eine Staatsform, die die politische Souveränität wirklich beim Bürger ansiedelt. Natürlich versuchen sich die Politiker immer wieder frei zu schwimmen und selber da den Chef rauszuhängen. Das ist das grosse Problem, das sie in Deutschland haben. Wir schaffen das Politiker, die aber nichts im Griff haben, sich aber einbilden, sie hätten alles im Griff. Es gibt nichts gefährlicheres, hat es immer wieder gegeben. Diese institutionalisierte Arroganz der Politik ist das ganz grosse, entscheidende Problem der Deutschen. Der Erfolg der Schweiz besteht darin, dass man hier ein institutionelles Modell entwickelt hat, das diesen menschlichen politischen Neigungen, nämlich immer mehr Macht an sich zu nehmen, weil man hier gestalten möchte, dem entgegenwirkt. zu wirken. Fluchtwege aus den Verstrickungen des alltagsbegeisternder Fussball am WM-Turnier. Da draussen tobt natürlich eine Empörungswelle des kollektiven Nasenrümpfens über den Gigantomanismus und die FIFA und die Funktionäre und die Fussballer und was weiss ich nicht alles. Eine Monsterwelle der schlechten Laune. Das gehört irgendwie dazu. Das wird zelebriert in den Medien. Aber auf dem Platz triumphiert dann eben die Lebens- und Spielfreude und der Mensch begegnet uns als homo ludens, als homo ludens, als spielendes Individuum. Und gestern so gegen Mitternacht haben wir einen unglaublichen Match gesehen. Die Engländer begeistern mit einem 4 zu 2 gegen den früheren WM-Finalisten Kroatien. Die Kroaten etwas in die Jahre gekommen unter Methusalem Modric. Harry Kane. Dieses Kraftpaket bei Bayern München ist noch torgefährlicher geworden. Früher umgab ihn bei Tottenham manchmal auch etwas der Hauch des Tragischen, den Harry Kane. Aber gestern spielte er entfesselt auf und ich glaube, der Trainer der Engländer ist ein Deutscher. So genau wissen wir das hier nicht in der Schweiz. Ein Herr Tuchel, glaube ich. Das ist also wirklich toll, was da die Engländer hingelegt haben. Wäre ja nicht schlecht, 60 Jahre nach dem Wembley-Titel damals, das Wembley-Tor. War es jetzt drin oder nicht? Grosse Frage nach wie vor. Die Mythen der Vergangenheit. Ist doch toll, dass man auch etwas Ablenkung hat hier. Die Weltwoche beschäftigt sich immer mit grundsätzlichen Fragen. Und deshalb verweise ich jetzt schon auf die Interviews. Ich habe mit Björn Höcke gesprochen, dem deutschen Rechts... Politiker, der da verteufelt wird aufs Lächerlichste muss man wirklich sagen. Für ihn ist es überhaupt nicht lächerlich und für seine Familie. Aber das ist ja der Grund, warum ich diese Reizfiguren bringe, damit sie mal selber schauen können, ist er jetzt wirklich so schlimm? Und da gibt es dann Reaktionen aus Deutschland, ja aber Höcke und so, das ist ja der, ja man kann schon mit ihm reden, aber der ist doch nicht und da muss man doch und da sollte man und da ist doch die Distanz. Ich meine, entschuldigen, was ist denn eigentlich bei euch oben los? Man kann ja auch mit Leuten reden, mit denen man nicht immer einer Meinung ist. Und diese permanente Marotte, immer wieder zu sagen, also hier bin ich anderer Meinung, also hier sehe ich es dann ganz anders als Sie. Dieser Narzissmus da, der permanenten Selbstpositionierung. Aufhören Man kann ja auch mal sein Ego zurücknehmen und einfach mal mit Interesse dem anderen zuhören. Und wissen Sie, ich traue eben unseren Zuschauern hier ein mündiges Urteil zu. Und sie können doch genauso gut beurteilen, wenn nicht besser als ich, was von einer Person zu halten ist. Dass doch das jenseits allen Proportionen liegt, einen Björn Höckner als Faschisten oder irgendetwas zu betrachten, ist doch lächerlich. Das ist doch eine Verharmlosung des Faschismus. Wir müssen wieder lernen, differenziert zu denken und unsere Sprache nicht komplett verlotten zu lassen. Denn schon Aristoteles hat gesagt, um hier den Bildungsbürger rauszuhängen, wenn die Worte, wenn die Begriffe ihre Bedeutung verlieren, dann wird es gefährlich im Staat. Weil natürlich Machtinteressen dahinterstehen, bei der Sprachverhunzung, bei der manipulativen Sprachverdrehung, bei den Fake News. Das sind die Fake News. Sie sind ein Faschist, hör das. Und da führen wir jetzt gleich noch ein Interview und da ist es interessant mit Götz Kubitschek. Das ist sozusagen der Vordenker des AfD-Vordenkers Höcke. Wenn sie denn beide auch Vordenker sind und nicht einfach nur Hinterherdenker oder manchmal auch Querdenker und auch etwas... Ins Quere, ins Abwegige hineindenken. Urteilen Sie selbst. Aber Höcke und Kubitschek stellen wichtige Fragen. Und die sind eben für Deutschland heute ganz zentral. Nämlich, wer sind wir eigentlich in dieser sich verändernden Welt? Wofür stehen wir Deutschen? Was für einen Staat wollen wir? Was ist eigentlich das Subjekt? Wer ist der Träger der nationalen Souveränität? Wer ist das deutsche Volk, um Himmels Willen, wenn Sie Volk sagen? Dann kommen wieder irgendwelche Verfassungsschützer und Trompeten heran. Oh, das ist aber völkisch, völkisch. Ist doch auch so ein Gauner-Wort geworden, völkisch. Natürlich will niemand zurück in diesen Rassisten-Wahn der 30er und 40er Jahre. Aber fast so wahnhaft ist es, den Begriff des Wortes Volk automatisch in diesen Zusammenhang hineinzustellen. Habt ihr eigentlich im Land der Dichter und Denker komplett den Verstand verloren, dass man sich so etwas bieten lässt? Also man muss hier etwas nachlegen, man muss hier etwas theatralischer zur Sache gehen am Morgen, weil sonst hört einem ja niemand zu, meine Damen und Herren. Und gleich noch eine Innovation, also Götz Kubitschek müssen Sie sich anhören, ist interessant, ist anregend. Urteilen Sie selbst. Auch da werden ja die... Das ganze Arsenal wird ja dadurch dekliniert, der Kampfbegriff gegen diesen Mann. Ich fand das Gespräch höchst angenehm, ich fand es interessant. Muss ich mir alles zu eigen machen? Nein Yes, es ist gottnormal. Habt ihr eigentlich die Brandmauer bereits so tief in den Köpfen drin, dass ihr gar nicht mehr den freien Zugang zum anderen Menschen, zum Universum eines anderen Menschen, euch zutraut? Hat man sich dermassen jetzt hinein da halluziniert in diese Gesinnungsblasen, in diese Stammesgesellschaften der Gleichgesinntheit? Ein Gespräch bedeutet, dass man sich mit jemandem unterhält, deren Meinung man unter Umständen nicht teilt. Und man kann es ja auch mal stehen lassen. Verständigung, Völkerverständigung und jetzt hier gleich der nächste Provokationshammer. Aufgeschaltet seit gestern Abend mein viertes Gespräch mit Wladimir Solowjow. Daraus machen wir jetzt ein Format. Köppel gegen Solowjow oder Köppel oder Solowjow im Gespräch mit Köppel oder umgekehrt. Aber manchmal ist es auch ein Duell. Aber nicht eben nur ein Duell, sondern es ist eben auch gegenseitiges Verstehen, das Aneinanderreiben unterschiedlicher Perspektiven, die natürlich Wladimir Solowjow, und ich sehe es ja an den Reaktionen, sie begeistert. Auch in seiner Krassheit, dass hier mal einer redet, ausserhalb der politischen Korrektheit und der da die Leute in Brüssel als Motherfuckers bezeichnet. Natürlich ist das hochgradig unanständig und man kann sagen, auch vielleicht unverantwortlich in heutigen Zeiten, aber es ist auch authentisch, so reden halt die Leute, so reden sie, so reden wir. Und momentan haben viele das Gefühl, dass eben unsere Sprache, unsere Political Correctness so extrem ist, dass man hier dagegenhalten muss und dass man im Sinne eines Befreiungsschlags diese Konventionen, diese ganze salonfähige Verlogenheit, dass man die einmal zertrümmern muss. Und diese Gespräche kommen wahnsinnig gut an und ich erfahre sehr viel Ermutigung, macht unbedingt weiter, ihr seid ein Dreamteam. Auch da urteilen sie selber, man will sie nicht so hochhängen, aber ich finde diese Gespräche interessant. Sie sind humorvoll, das ist ja auch verboten, das wollen sie uns auch ausreden. Es ist alles so ernst, dass man gar nicht mehr lachen kann. Ja, dann hört doch auf mit diesem Stellvertreterkrieg. Und dann hört doch auf mit diesen Denkverboten und mit dieser Verfolgung Andersdenkender, der Stigmatisierung. Dieses Klima der Angst, dieses Klima der Brandmauer, das wird ja hochoffiziell von der Regierung in Deutschland gezüchtet. Aber die Deutschen lassen sich das bieten. Warum eigentlich? Warum lässt man sich das bieten? Die sollen sich doch damit beschäftigen, einmal eine Wirtschaft wieder aufzubauen, anstatt Brandmauern. Stellen mittlerweile die Brandmauer die Aufrechterhaltung der Brandmauer über die Aufrechterhaltung des deutschen Wohlstands, der Prosperität und der aussenpolitischen Positionierung der Sicherheit des Landes? Aber auf wundersamen Wegen ist man jetzt plötzlich doch bereit, mit den Russen zu reden. Das haben doch all diese Putin-Versteher, darunter ich, schon seit vier Jahren gefordert. Hört doch mal auf, hier diesen Krieg zu machen. Unterstützt Putin bei den Friedensbemühungen in Istanbul 2022. Hört auf, den Bären mit einer glühenden Eisenstange, mit dieser NATO-Osterweiterung in die Ukraine, womöglich noch nach Georgien, dauernd im Auge herumzustochen. Irgendwann schlägt der Bär zurück, aber man hat das alles in den Wind geschlagen. Übermut, Arroganz, nichts ist schwerer zu ertragen als eine Folge von guten Tagen. Das Ende der Geschichte. Was haben Sie uns weismachen wollen aus Washington? Aus Brüssel das Ende der Geschichte. Es gibt nur noch einen Lebensentwurf, nur noch ein politisches System, die liberale Demokratie, die aber immer illiberaler geworden ist. Die illiberale Demokratie eines Viktor Orban ist viel liberaler als dieser totalitäre Liberalismus, dieser Woke-Liberalismus, der da verkündet wurde von den Kanzeln herab. Und das ist schon eine interessante Frage, warum diese Irrglaube vor allem in Deutschland dermassen ab Fuss fassen können. Und hier sind wir in einem Punkt, wo ich natürlich die Deutschen verrückt mache und verärgere, was sie nicht gerne hören, auch Höcke nicht und Götz Kubitschek auch nicht. Ich habe sie nämlich gefragt, gibt es im Deutschen... Nationalcharakter. Quasi im Kollektivwesen der Deutschen gibt es einfach einen spezifischen Hang zum Grössenwahn, zur Überhöhung oder etwas weniger moralisierend gesagt, dieses Transzendenzvermögen, eben über sich hinauszusteigen. Dieser Idealismus, der ja auch viel Grossartiges, Positives hat, der birgt in sich eben auch die Gefahr der Abgehobenheit. und dieses Vorlaute sich einbilden, wir seien die Nummer 1. Aber ganz wichtig, um noch einmal auf diese beiden Leute zurückzukommen, Höcke und Kubitschek, mit ihnen diskutiere ich vor allem über die deutsche Geschichte, weil das ist wichtig, wenn man sich eben als Nation, als Schicksalsgemeinschaft definiert, dann definiert man sich eben nicht aus dem Tag heraus, sondern in der grossen historischen Perspektive. Und die gilt es dann ernst zu nehmen. Aber eben auch die Brüche. Und da interessiert dann schon die Frage, ob Höcke und Kubitschek diese zwölf Jahre von 1933 bis 1945 etwas gar diskret da irgendwo im Giftschrank unter auf der Sondermülldeponie versorgen wollen. Und eine Scham zu empfinden aus dieser Zeit heraus, das ist noch nicht Schuldkult, das ist noch nicht an die Übertreibung und die politische Instrumentalisierung, die es gibt. Diese Schuldindustrie. Mit der man natürlich auch vom Ausland her versucht, die Deutschen unten zu halten. Aber dann einfach ins Gegenteil zu verfallen. Und dann wieder mit dieser hackenschlagenden Schneidigkeit den Leuten, auch den Schweizern, auf die Nerven zu gehen. Das kann ja dann auch nicht das deutsche Wesen sein. Das ist dann das deutsche Unwesen. Aber um jetzt etwas von den Klischees wegzugehen. Hier ist wirklich eine Art Funkstörung gegeben. Eine Identitäts-, eine Orientierungslosigkeit. Und darüber sprechen wir in diesen Sendungen. Schauen Sie sich auch Solowjow und Köppel an. Völkerverständigung, ein einzigartiges Format. Westeuropa im Gespräch mit Russland, und zwar mit einem Russland, das Meinungen vertritt, die denen in Brüssel nicht gefallen. Ich habe es in der Schweizer Sendung auch gesagt. Bei uns werden solche Meinungen zensuriert. Und die gleichen Leute, die einen Jacques Boe mit EU-Sanktionen belegen, einfach weil er Dinge sagt, die der Frau von der Leyen nicht passen. Die gleichen Leute haben dann noch... Die Frechheit, sich an Russland und China die Schuhe abzuputzen, ja das sind die Autokratien, wir sind die Demokratien. Wo ist hier eigentlich noch eine Demokratie, wenn du eingesperrt wirst, wenn dir die Konten gesperrt werden, einfach weil du eine andere Meinung vertrittst. Das ist doch keine Demokratie mehr, das ist die reine Autokratie. Wissen Sie, was auch noch interessant ist? Dann sagen Sie, Russland ist ein dysfunktionaler Staat. Stimmt vermutlich. Aber ich glaube, die Russen können ihrer Dysfunktionalität Besser leben als wir in unserer Dysfunktionalität. Ist denn die EU so wahnsinnig funktional? Aber ich glaube, die Unordnung, die man quasi lebenspraktisch bewältigen kann, da sind die Russen stärker damit umzugehen als wir. Also wir sollten uns schleunigst wieder darauf besinnen, nicht uns permanent die Schuhe abzuputzen an anderen Staaten und Nationen und Zivilisationen. Wir sollten vielleicht mal anfangen. den Saustall bei uns auszumisten und aufzuräumen. So, jetzt habe ich mir... jetzt ist es schon 16 Minuten. Also, kommen Sie, legen wir los. Heute die neue Weltwoche. Dazu alles, was man wissen muss in der Schweizer Ausgabe. Schauen Sie sich das an. Das Iran-Abkommen ist bereits digital unterzeichnet. Vielleicht am Freitag dann noch die formelle Begehung dieses Friedensakts im Bürgerstock. Die Medien natürlich total dagegen, sagen, das sei ein Ausverkauf. Trump habe ja alles falsch gemacht. Das glaube ich nicht. Die Amerikaner haben einfach aus ihrer Sicht die Bedrohung Iran etwas kleiner gemacht. Und jetzt einen Frieden. Jetzt hat man quasi die Kriegsziele so weit erreicht, wie man sie glaubte erreichen zu können. Vermutlich nicht vollständig, nein. Aber man ist am Punkt, wo man den Frieden macht. Und da muss man nicht schon wieder zynisch reinbrechen. Das ist ein gutes Signal, dass wir das haben. Und ich hoffe, dass das jetzt übergreift, diese Friedenstimmung auf den Krieg in der Ukraine. Und dass sie auch in der Europäischen Union vom Hohen Ross heruntersteigen. Denn das ist nämlich auch eine Erkenntnis, dass die Grossen nicht einfach mehr durchmarschieren auf den Schlachtfeldern. Das merken die Russen, das merken die Amerikaner. Diese Erschöpfung, das ist ein gutes Zeichen. Und darum glaube ich, dass wir dem Krieg etwas näher stehen. Das habe ich auch mit Wladimir Solowjow besprochen. Er ist ja der Meinung, etwas überzynisch aus der russischen Gekränktheit heraus. Sei ganz schlimm und der Mensch ist eine Bestie. Dieser ganze Kulturpessimismus, dieser rechte Kulturpessimismus, mit dem kann ich nichts anfangen. Natürlich hat der Pessimist immer recht, wenn er sagt, ja es regnet, morgen regnet es. Ja irgendwann regnet es morgen. Also Iran-Abkommen. Man will, dass die Atombombenfrage, habe man entschärft, also quasi keine Atombombenstrasse von Hormuz soll geöffnet werden, ist allerdings noch voller Minen und dann gibt es viel Geld und Russland, Entschuldigung, Iran, soll wieder in den Kreis der Mächte hineinkommen. War dieser Krieg so absurd? Was heisst absurd? Er ist einfach zu erklären aus der amerikanischen Interessenlage. Iran ist eine Bedrohung der amerikanischen Interessen. Iran ist eine Bedrohung israelischer Interessen. Amerika ist die Schutzmacht Israels. Die geben das nicht preis, aus verschiedenen Gründen, strategischen Gründen, religiösen Gründen. Jerusalem ist die Wiege der christlichen Zivilisation. Auch der jüdischen. Bis zu einem gewissen Grad auch der muslimischen, die sich dann dort auch ausgebreitet hat. Aber es ist die Wiege unserer Zivilisation, meine Damen und Herren. Und wenn man sich hier in Europa permanent wundert, ja was hat man jetzt mit diesem Israel, wieso unterstützt man jetzt diesen Netanyahu, diesen Kriegsverbrecher, dann spricht aus solchen Einschätzungen natürlich auch die komplette Geschichts- und Christentumsvergessenheit unserer orientierungslosen Ego-Ära. Wir leben im Zeitalter des entfesselten Egoismus und der Blödheit des Menschen. Ja, das ist so. Wenn der Mensch sich selber zum Massstab, zum Götzen erhebt, dann ist er eben vor allem weltweit mit seiner eigenen Blödheit konfrontiert. Und da haben ja die Christen eine etwas andere Philosophie. Ein christlicher Weltzugang ist, dass der Mensch nicht das Mass aller Dinge ist. Und dass er nicht glaubt, alles besser aus seinem Genie heraus entwickeln zu können. sondern es vielleicht darum geht, eine... Von höheren Mächten gefügte Ordnung so gut wie möglich in ihren Beständen zu bewahren, beziehungsweise weiterzuentwickeln, ohne sie zu vergewaltigen. Aber wenn man sich eben selber zum Nabel von allem und jedem macht, dann landen wir bei diesem kompletten Desaster. Das wir heute sehen, und das ist nur deshalb noch nicht so unerträglich, weil wir immer noch von den Errungenschaften unserer Vorfahren leben, die aber anderen Grundsätzen gefolgt sind beim Aufbau dieser Errungenschaften, die wir jetzt mit beiden Händen in den Gully hinein befördern. Und ich empfinde das jetzt nicht als einen Skandal, dass die Amerikaner diese christlichen Wurzeln noch nicht vergessen haben im Unterschied zu diesen sich so hochnäsig darüber erhaben findenden Europäern. Danke Donald Trump, dass Sie hier auch noch das Christentum hochhalten. Und das sage ich auch im Namen all derer, die jetzt nicht zu den frommen Christen gehören, sondern zu denen, die sich zu diesem christlichen Erbe bekennen, auch aus Ehrfurcht heraus, dass eben so etwas, was so lange Bestand gehabt hat, nicht so schlecht sein kann. Und die eben nicht mitmachen bei diesem riesigen Ego-Tanz ums goldene Kalb, das ja nicht mal mehr golden ist, das ist ja nicht mal mehr als Katzengold, dieses Kalb, um das sie da herumtanzen, meine Damen und Herren. Also wir haben hier wieder Friedensknospen. Tuchels, ja Tuchel heisst er, Tuchels Engländer im Pfachen Euphorie, darüber haben wir gesprochen. Nach Unterstützungszusage der G7, Russland feuert ballistische Raketen auf Kiew. Ja, diese bösen Russen, jetzt feuern sie wieder Raketen. Ja, die Russen haben auch ihre geopolitischen Interessen. Und da habe ich Verständnis, dass sie nicht wollen, dass die NATO in der Ukraine sich breitmacht. Was sollen die denn? Sollen sie warten, bis die NATO auf dem roten Platz steht? Ist doch lächerlich. Was bildet man sich denn eigentlich ein? Das ist auch das Ego-Zeitalter, nur unsere Interessen gilt. Nur die Interessen der NATO, nur die Interessen der Westeuropäer. Was haben denn diese Osteuropäer, diese slawischen Untermenschen, was haben denn die zu melden, dieser Russe, der soll gefälligst auf seinen Platz zurück. Diese Herrenreiterallüre, das hören wir jetzt seit über vier Jahren. Die wird bestraft und die wird zu Recht bestraft, meine Damen und Herren. Das ist nämlich pure Arroganz. Man muss einfach akzeptieren, dass es andere Länder mit anderen Interessen gibt. Und du kannst dich natürlich dafür entscheiden, diese Interessen zu missachten, mit Füssen zu treten. Aber dann musst du eben auch die Konsequenzen erdulden und nicht aufschreien da. Was sie ja dann machen, dieses Empörungstheater, ist ja nicht auszuhalten. Antisemitismus ist bitterer Alltag, ja klar. Wenn du natürlich tonnenweise Leute aus judenfeindlichen Zivilisationen einlädst. einlädst ins eigene Land. Ja, was importierst du dann? Antisemitismus? Und jetzt haben sie ja die Weltwoche-Autorin Mirna Funk nicht auftreten lassen, weil sie Jüdin ist. Weil sie zu Israel steht. Und das in Deutschland. Und dann gleichzeitig macht man sich über Trump lustig. Der Israel verteidigt, während die Deutschen sagen, ja, die Verteidigung Israels ist unsere Staatsräson. Aber sie krümmen keinem Finger für diese angebliche Staatsräson. Also wer so eine Stadt «Ce raison hat, er hat weder raison noch einen Staat.» Beides nicht mehr, meine Damen und Herren. Höcke will Unvereinbarkeitsliste der AfD überarbeiten lassen. Diese Unvereinbarkeitsliste, das ist dann sozusagen die Brandmauer der AfD. Ich sage immer, wer sich abgrenzt, hat es offensichtlich nötig, sich abzugrenzen. Der weiss nicht, wer er ist. Man grenzt sich nicht ab, man ist einfach jemand und dann entstehen sozusagen die Unterschiede, werden die von selber sichtbar, dann muss man das nicht tun. Die meisten, die sich abgrenzen, die wollen sich ja abheben. Die wollen sich überheben. Sie sagen Abgrenzung, aber sie meinen überheben. Ich grenze mich von ihnen ab, das heisst, ich bin dann etwas besser als der andere. So gesehen bin ich gegen jede Abgrenzung, weil in der Abgrenzung steckt bereits die Hybris, die moralische Anmassung. Merz lobt plötzlich Trump. Er kann auf allen Positionen spielen. Ist natürlich ein bisschen peinlich, wie sich da diese Merzens und Melonis da bei Trump, denn sobald er wieder in Amerika ist, dann markieren sie wieder die Machos, die da über Trump herziehen. Und kaum ist er im Raum, dann auf einer gewaltigen Schleimspur nähern sie sich ihm an. Das zeigt einfach auch etwas, das Holz, aus dem diese Politiker da in Europa geschnitzt sind. Wenn es denn Holz ist. Deutschland und Polen unterzeichnen Verteidigungsabkommen? Linke, Vogt muss Fehler in KI-Affäre eingestehen. Auch so ein Theater. Jetzt hat da dieser Vogt, glaube ich, mit KI einen Artikel in Rede geschrieben. So what? Die meisten Politiker schreiben doch ihre Reden gar nicht selber, haben einen Ghostwriter. Jetzt hast du halt einen digitalen Ghostwriter. Sind wir jetzt wieder bei den Maschinenstürmern der frühen Neuzeit beziehungsweise der industriellen Revolution angelangt? Wie bei uns, als im Zürcher Oberland die Seidenfabriken in Brand gesteckt haben, die Handwerker. Die KI, jetzt kommen da die Schreibknechte und weiss nicht was alles. Und die Journalisten, die die Computer anzünden. Auf keinen Fall KI einsetzen Ist doch lächerlich. Ich meine, diese Politiker haben ja Ghostwriter, zum Teil ganze Legionen. Wissen Sie, wie viele Propagandaangestellte in der Bundesrepublik arbeiten, die dafür Minister und Staatssekretäre und weiss ich was alles, Staatspräsidenten, Manuskripte verfassen, Texte schreiben, die die dann Aufsagen von einem Teleprompter ablesen? Das sind einfach künstliche Intelligenz, das ist die Automatisierung des Ghostwriters. Die auch nicht genannt wird, die machen am Schluss nicht einen Abspann. Ich danke dem, dass er mir die Rede geschrieben hat. Natürlich nicht, die geben diese Rede als eigene aus. Machen sie auch, weil sie sie abgesegnet haben. Und da darf man jetzt die Maschine nicht einsetzen, dass sie einem beim Formulieren hilft, beim Recherchieren hilft. Also jetzt sind wir wieder im Zeitalter der Maschinenstürmer angelangt, eben wie beim Industriellen in der Revolutionsära. Nein, nein. Aber es ist interessant, dass es einfach immer wieder diese temporären Verwirrungen gibt. Die neue Weltwoche, abonnieren Sie die Weltwoche. Warum? Weil die Weltwoche einzigartig ist und so unabhängig, dass bei uns sogar ein Putin gut wegkommen kann. Stellen Sie sich vor, eine Zeitung weit und breit, die nicht den ganzen Tag auf den russischen Präsidenten herumprügelt, sondern sagt, nein, der hat auch einen Punkt. Der hat Recht in dem, was er da sagt. Nicht in allem, aber in dem hat er Recht. Und diese Dämonisierung, die ist ja nicht nur intellektuell unredlich, die ist ja sowieso ein kompletter Betrug, auch ein Selbstbetrug und vor allem eine Selbstüberhöhung. Was für eine Ungeheuerlichkeit, dass ich diese Weltwoche da so zutraut, solche Positionen zu verbreiten. Was ist die Weltwoche? Unabhängigkeit. Unabhängigkeit heisst, dass man diesem ganzen Getöse entgegentritt. Und diesem Herdentrieb und diesen bedenkenlosen Nachplappereien. Bei vielen diesen sogenannten bürgerlichen Portalen, da sind sie alle entrüstet über den Herrn Vogt und seine künstliche Intelligenz, hängen alle den Hubmenschen raus. Ist doch lächerlich, Freunde. Übung abbrechen Kehren wir zur Sachlichkeit zurück. Und zur zweckdienlichen Übertreibung. Meine Damen und Herren, ich wünsche Ihnen einen wunderschönen guten Tag. Bis bald. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede. Die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelernt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen. Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemand zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben machen. 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