Der designierte Linken-Vorsitzende Luigi Pantisano hat Bundeskanzler Friedrich Merz und die CDU mit scharfen Worten attackiert. Auf dem Parteitag der Linken in Potsdam sagte Pantisano der Bild: «Letztlich gibt es gerade gar keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik macht, der AfD oder den Faschisten selbst.» Die Linke müsse verhindern, dass Faschisten an die Macht kämen.
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Pantisano soll am Samstag zum Nachfolger von Jan van Aken gewählt werden und die Partei künftig gemeinsam mit Co-Vorsitzender Ines Schwerdtner führen. Van Aken tritt aus gesundheitlichen Gründen nicht erneut an. Noch vor seiner Wahl griff Pantisano auch den Bundeskanzler persönlich an. Merz sei ein «Versager» und «der unbeliebteste Kanzler seit Jahren». Er kritisierte dessen Politik gegenüber Arbeitnehmern und kündigte an, die Linke werde Menschen organisieren, «die auf die Strasse gehen gegen seine Politik».
Die Aussagen fallen in eine politisch heikle Phase. Nach den anstehenden Landtagswahlen in mehreren ostdeutschen Bundesländern könnte die CDU bei der Mehrheitsbildung auf Stimmen der Linken angewiesen sein. Umso bemerkenswerter ist die Schärfe der Angriffe des künftigen Parteichefs auf die Union.