Meta-Chef Mark Zuckerberg spricht sich gegen ein Verbot chinesischer KI-Modelle in den USA aus. Ein solcher Schritt wäre «keine wirksame Lösung», sagte er der Financial Times. Stattdessen sollten US-Unternehmen «systematisch» Engpässe und Hindernisse identifizieren, um im Wettbewerb mit China besser bestehen zu können.
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Hintergrund der Debatte sind Vorwürfe der US-Regierung gegen das chinesische Unternehmen Moonshot AI. Die Regierung von Präsident Donald Trump wirft dem Entwickler des KI-Modells Kimi K3 vor, seine Technologie mithilfe von sogenannter Distillation unrechtmässig auf Basis amerikanischer Konkurrenzmodelle trainiert zu haben. US-Finanzminister Scott Bessent hatte deshalb Sanktionen gegen chinesische KI-Labore in Aussicht gestellt, die geistiges Eigentum verletzen.
Zuckerberg warnte zugleich vor einer zu starken Regulierung durch die führenden US-KI-Unternehmen. Es bestehe die Gefahr einer regulatory capture, wenn Unternehmen mit eigenen wirtschaftlichen Interessen massgeblich an der Ausarbeitung der Regeln beteiligt seien. Er bekräftigte zudem seine Unterstützung für offene KI-Modelle, die Nutzer anpassen und auf eigener Hardware betreiben können. Diese seien insbesondere bei chinesischen Entwicklern verbreitet.
Die Regierung Trump will noch in dieser Woche einen freiwilligen Prüfrahmen für neue KI-Modelle vorstellen. Während Anthropic-Chef Dario Amodei strengere Vorschriften fordert und Google-Deepmind-Chef Demis Hassabis eine branchenweite Selbstregulierung vorschlägt, spricht sich Zuckerberg gegen weitreichende Beschränkungen leistungsfähiger KI-Systeme aus. Solche Modelle könnten auch dazu beitragen, Sicherheitslücken schneller zu erkennen und zu schliessen, sagte er.