Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

«Kein Experimentierfeld für Wutbürger»: Kanzler Friedrich Merz beleidigt deutsche Wähler in Sachsen-Anhalt

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
«Kein Experimentierfeld für Wutbürger»: Kanzler Friedrich Merz beleidigt deutsche Wähler in Sachsen-Anhalt
«Kein Experimentierfeld für Wutbürger»: Kanzler Friedrich Merz beleidigt deutsche Wähler in Sachsen-Anhalt
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Bundeskanzler Friedrich Merz warnt wenige Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt eindringlich vor einem Wahlsieg der AfD. «Sachsen-Anhalt darf kein Experimentierfeld für Wutbürger werden», sagte der CDU-Chef am Montagabend bei einem gemeinsamen Auftritt mit Ministerpräsident Sven Schulze in Quedlinburg. Eine AfD-Regierung gehe «am Ende zu Lasten der Menschen in Sachsen-Anhalt».

Michael Kappeler/DPA/Keystone
Bundeskanzler Friedrich Merz bei einer Pressekonferenz in Berlin
Michael Kappeler/DPA/Keystone

Besonders vor wirtschaftlichen Folgen eines AfD-Erfolgs warnte Merz. Sollte die Partei bei der Wahl am Sonntag die absolute Mehrheit erreichen, könnten Unternehmen bei Investitionen zurückhaltender werden. «Wenn da möglicherweise die absolute Mehrheit einer rechtspopulistischen Partei am nächsten Montag feststehen sollte, dann werden internationale Investoren es sich dreimal überlegen, ob sie noch in Sachsen-Anhalt investieren», sagte der Kanzler. «Insoweit steht viel auf dem Spiel.»

Zugleich bemühte sich Merz um eine klare Trennung zwischen der AfD und deren Wählern. «Es gibt zu den Wählerinnen und Wählern in Sachsen-Anhalt keine Brandmauer», sagte er. Die CDU wolle diese Menschen für sich gewinnen und frühere Wähler zurückholen. Damit setzt Merz kurz vor der Abstimmung auf eine Doppelstrategie: deutliche Abgrenzung von der AfD, aber gezielte Ansprache ihrer Anhänger.

Die Ausgangslage ist für die CDU schwierig. Umfragen sehen die AfD wenige Tage vor der Wahl deutlich vorne; eine absolute Mehrheit steht zumindest im Raum. Merz zeigte sich dennoch überzeugt, dass die tatsächliche Abstimmung anders ausgehen werde: «Wir werden am Sonntagabend nach meiner festen Überzeugung ein anderes Ergebnis sehen, als das, was wir zurzeit in den Umfragen haben.»

Für Ministerpräsident Schulze geht es damit nicht nur um die Fortsetzung seiner Regierung. Die Wahl entscheidet auch darüber, ob die CDU ihre bisherige Führungsrolle in Sachsen-Anhalt behaupten kann – oder die AfD erstmals die politische Vorherrschaft in einem deutschen Bundesland übernimmt.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 06.10.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.