Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

«Kein demokratisches Land mehr»: Orbán ruft nach Razzia bei Fidesz zum Widerstand gegen Magyars Regierung auf

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
«Kein demokratisches Land mehr»: Orbán ruft nach Razzia bei Fidesz zum Widerstand gegen Magyars Regierung auf
«Kein demokratisches Land mehr»: Orbán ruft nach Razzia bei Fidesz zum Widerstand gegen Magyars Regierung auf
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Der frühere ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat seine Anhänger zum Widerstand gegen die neue Regierung aufgerufen. Anlass ist eine Razzia in den Büros seiner Partei Fidesz. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts, dass während Orbáns Regierungszeit Fördergelder des Ungarischen Nationalen Kulturförderfonds rechtswidrig vergeben wurden. Darüber berichtet die Zeit unter Berufung auf Angaben der ungarischen Justiz.

Robert Hegedus/AP/Keystone
«Kein demokratisches Land mehr»: Orbán ruft nach Razzia bei Fidesz zum Widerstand gegen Magyars Regierung auf
Robert Hegedus/AP/Keystone

Nach Angaben der Ermittler geht es um mehr als 17 Milliarden Forint, umgerechnet rund 47 Millionen Euro. Insgesamt sollen 1079 Förderbeiträge gegen die geltenden Vorschriften bewilligt worden sein. Medienberichten zufolge soll der Kulturfonds auch dazu gedient haben, Vertraute von Fidesz zu finanzieren und Geld für Wahlkämpfe bereitzustellen. Orbán weist die Vorwürfe zurück.

Auf der Plattform X reagierte der langjährige Regierungschef mit scharfen Vorwürfen gegen seinen Nachfolger Péter Magyar. «Unter dem Vorwand einer Untersuchung im Zusammenhang mit dem Ungarischen Nationalen Kulturförderfonds haben die Behörden das Justizsystem gegen Fidesz instrumentalisiert», schrieb Orbán. Weiter erklärte er: «Dieser Akt trägt alle Merkmale eines autoritären Regimes, aber wir lassen uns nicht einschüchtern!»

Vor der Parteizentrale verschärfte Orbán seinen Ton. Er warf der neuen Regierung vor, Ungarn in eine Tyrannei zu verwandeln und rechtsstaatliche Kontrollen ausser Kraft gesetzt zu haben. Seine Anhänger rief er dazu auf, sich gegen die Regierung zu wehren. Bereits kurz nach der Razzia hatte er erklärt, Ungarn sei «kein demokratisches Land mehr».

Für Orbán ist es der erste grosse politische Auftritt seit seiner Wahlniederlage im April. Nach 16 Jahren an der Macht regiert nun Péter Magyar, dessen Partei im Parlament über eine Zweidrittelmehrheit verfügt. Sie hat angekündigt, Korruptionsfälle aus der Amtszeit Orbáns aufzuarbeiten und zahlreiche Reformen der früheren Regierung rückgängig zu machen.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 04.08.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.