Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Kehrtwende in Washington: Pentagon erwägt Stopp geplanter Tomahawk-Marschflugkörper für Deutschland

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
Kehrtwende in Washington: Pentagon erwägt Stopp geplanter Tomahawk-Marschflugkörper für Deutschland
Kehrtwende in Washington: Pentagon erwägt Stopp geplanter Tomahawk-Marschflugkörper für Deutschland
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Washington könnte die geplante Lieferung von Tomahawk-Marschflugkörpern an Deutschland stoppen. Das berichten mehrere europäische und amerikanische Regierungsvertreter. Nach Angaben der Zeitung Die Welt befürchten Verantwortliche im Pentagon, Russland könnte die Stationierung der weitreichenden Präzisionswaffen in Deutschland als Eskalation werten.

Damit stünde ein unter der Regierung von Präsident Joe Biden vorbereitetes Vorhaben vor dem Aus. Die Bundesregierung betrachtet Mittelstreckenwaffen als wichtige Ergänzung ihrer Abschreckungsfähigkeit gegenüber Russland. Deutschland hatte vor rund eineinhalb Jahren offiziell Interesse am Kauf von Tomahawk-Raketen angemeldet und wartet nach Angaben von Verteidigungsminister Boris Pistorius bis heute auf eine Antwort aus Washington.

Samuel Corum/EPA/Keystone
Kehrtwende in Washington: Pentagon erwägt Stopp geplanter Tomahawk-Marschflugkörper für Deutschland
Samuel Corum/EPA/Keystone

Neben möglichen politischen Folgen spielen offenbar auch militärische Erwägungen eine Rolle. US-Vertreter verweisen auf stark beanspruchte Munitionsbestände. Die Vereinigten Staaten haben in den vergangenen Konflikten grosse Mengen an Tomahawk-Marschflugkörpern und Patriot-Abfangraketen eingesetzt. Pentagon-Chef Pete Hegseth erklärte vor dem Kongress, die Wiederauffüllung der Lager werde Monate bis Jahre in Anspruch nehmen.

Die Diskussion fällt in eine Phase, in der die USA ihre militärische Präsenz in Europa neu bewerten. Nato-Oberbefehlshaber Alexus Grynkewich kündigte an, Kräfte und Ausrüstung würden neu ausgerichtet. Ziel sei es, den europäischen Verbündeten mehr Verantwortung für die konventionelle Verteidigung des Kontinents zu übertragen. Auch die bereits geplante Verlegung von 5000 US-Soldaten nach Deutschland wurde gestoppt.

In Berlin wächst damit der Druck, Alternativen für weitreichende Präzisionswaffen zu finden. Russische Iskander-Systeme in Kaliningrad und neue Mittelstreckenraketen in Belarus verstärken die Sorge über militärische Fähigkeitslücken in Europa. Deutsche Vertreter prüfen deshalb neben US-Systemen auch europäische Lösungen. Im Zentrum steht die Frage, wie rasch Deutschland Ziele auf grosse Distanz bekämpfen kann – durch Kauf, Kooperation oder eigene Entwicklung.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 04.08.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.