Kanadas Premierminister Mark Carney hat den Bau einer neuen Ölpipeline zur Pazifikküste angekündigt. Die Leitung soll bis zu eine Million Barrel Rohöl pro Tag aus der Provinz Alberta zu Exporthäfen für asiatische Märkte transportieren. Carney stellte das Vorhaben in Calgary vor. Es soll im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft mit der staatlichen Trans Mountain Corporation und dem Unternehmen Pembina Pipeline umgesetzt werden.
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Carney begründete das Projekt mit der steigenden Nachfrage verbündeter Staaten nach verlässlichen Energielieferungen. Die G-7-Staaten hätten Kanada aufgefordert, mehr Energie bereitzustellen. Zugleich bezeichnete er die Pipeline als Projekt von nationalem Interesse, das den Zugang zu internationalen Märkten verbessern und die wirtschaftliche Entwicklung des Landes stärken solle.
Das Vorhaben gilt als deutlicher Kurswechsel der liberalen Bundesregierung in der Energiepolitik und als Erfolg für Albertas Premierministerin Danielle Smith. Die Provinz fordert seit Jahren zusätzliche Exportkapazitäten für ihre Ölindustrie. Nach Angaben der Regierung soll die Pipeline zudem Spannungen mit der Separatistenbewegung in Alberta entschärfen. Im Oktober entscheiden die Wähler der Provinz darüber, ob ein Referendum über eine Abspaltung von Kanada stattfinden soll.