Der Iran hat in der Nacht zum Sonntag ein unter zyprischer Flagge fahrendes Containerschiff in der Strasse von Hormus beschossen und anschliessend die strategisch wichtige Wasserstrasse erneut für den Schiffsverkehr gesperrt. Nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden verstiess das Schiff gegen geltende Vorgaben, indem es seine Ortungs- und Kommunikationssysteme abgeschaltet und damit die Sicherheit des Seeverkehrs gefährdet hatte. Durch den Beschuss geriet das Schiff in Brand, berichtet Apollo News. Die Besatzung konnte das Schiff verlassen.
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Als Reaktion ordnete US-Präsident Donald Trump Gegenangriffe auf iranische Militärziele an. US-Kriegsminister Pete Hegseth erklärte auf X: «Iran hat eine schlechte Wahl getroffen. Jetzt bezahlen sie dafür.» Nach Angaben der US-Regierung griffen amerikanische Streitkräfte insgesamt 140 militärische Ziele im Iran an, darunter Drohnenstellungen, Munitionsdepots und weitere Einrichtungen der Revolutionsgarden. Die Operation wurde nach offiziellen Angaben inzwischen beendet.
Der Iran reagierte seinerseits mit Angriffen auf US-Stützpunkte und Verbündete der Vereinigten Staaten in der Golfregion. Nach ersten Berichten entstanden auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Al Udeid in Katar Schäden. Demnach wurden unter anderem die Kommandozentrale sowie ein Wartungszentrum für Kampfflugzeuge getroffen. Auch Kuwait meldete iranische Raketenangriffe und aktivierte seine Luftabwehr. Die Behörden teilten der Bevölkerung mit, Explosionsgeräusche seien auf die Abwehr feindlicher Geschosse zurückzuführen. Darüber hinaus wurden nach iranischen Angaben auch Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate angegriffen.
Unklar bleibt, wie lange die Sperrung der Strasse von Hormus bestehen wird. Teheran erklärte, die Passage bleibe «bis auf weiteres und bis zum Ende der amerikanischen Interventionen in dieser Region gesperrt». Die Meerenge zählt zu den wichtigsten Handelsrouten für den weltweiten Öltransport.