Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Israel-Politik der EU: Mehrere Mitgliedstaaten fordern Handelsbeschränkungen für Waren aus israelischen Siedlungen im Westjordanland

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
Israel-Politik der EU: Mehrere Mitgliedstaaten fordern Handelsbeschränkungen für Waren aus israelischen Siedlungen im Westjordanland
Israel-Politik der EU: Mehrere Mitgliedstaaten fordern Handelsbeschränkungen für Waren aus israelischen Siedlungen im Westjordanland
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Mehrere EU-Staaten wollen den Handel mit Waren aus israelischen Siedlungen im Westjordanland einschränken und erhöhen damit den Druck auf EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen. Angeführt von Belgien, den Niederlanden und Spanien versucht eine Gruppe von Mitgliedstaaten, beim Treffen der EU-Aussenminister in Brüssel eine Mehrheit zu organisieren. Ziel ist es, die Europäische Kommission zu einem formellen Vorschlag für Handelsbeschränkungen zu verpflichten. Darüber berichtet Politico.

Marius Burgelman/AP/Keystone
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel
Marius Burgelman/AP/Keystone

Nach Angaben von Diplomaten soll zunächst noch nicht über konkrete Zölle oder Importverbote abgestimmt werden. Die Staaten wollen vielmehr erreichen, dass die Kommission einen rechtsverbindlichen Vorschlag vorlegt, über den die Mitgliedsländer später entscheiden können. Bislang hat die Behörde zwar verschiedene Optionen wie hohe Strafzölle oder ein Lizenzsystem für Produkte aus den Siedlungen geprüft, einen offiziellen Gesetzesvorschlag jedoch nicht eingebracht.

Der Vorstoss verschärft zugleich den Konflikt innerhalb der EU. Unterstützung erhalten die Befürworter von der EU-Aussenbeauftragten Kaja Kallas. Auf der anderen Seite stehen die EU-Kommission sowie unter anderem Deutschland und Tschechien. Berlin vertritt nach Angaben von Politico die Auffassung, dass mögliche Handelsbeschränkungen nur einstimmig beschlossen werden könnten, und will einen entsprechenden Beschluss ablehnen oder sich enthalten. Mehrere Mitgliedstaaten berufen sich dagegen auf ein Rechtsgutachten des Juristischen Dienstes des EU-Rates, wonach eine qualifizierte Mehrheit ausreichen würde. An dieser juristischen Frage dürfte sich die weitere Debatte entscheiden.

Politisch ist das Thema hochsensibel. Kritiker werfen der Kommission vor, vor den israelischen Parlamentswahlen im Oktober bewusst keine weitreichenden Massnahmen vorzulegen. Die Kommission weist dies zurück und argumentiert, ähnliche Vorschläge seien in der Vergangenheit bereits gescheitert. Wirtschaftlich wären die Folgen allerdings begrenzt: Nach einem internen Papier der Kommission entfallen lediglich rund 0,5 Prozent des gesamten Handels zwischen der EU und Israel auf Waren aus israelischen Siedlungen im Westjordanland.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 04.08.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.