Die USA haben ihre Seeblockade gegen den Iran wieder in Kraft gesetzt und ihre Luftangriffe deutlich ausgeweitet. Das US-Zentralkommando (Centcom) erklärte, die Massnahmen seien eine Reaktion auf iranische Angriffe gegen Schiffe in der Strasse von Hormus. Der Iran wiederum drohte über die Revolutionsgarden, sämtliche Energieexporte aus dem Nahen Osten zu stoppen, sollte die Blockade aufrechterhalten werden. «Der Export von Öl und Gas aus der Region wird entweder für alle möglich sein oder für niemanden», hiess es in einer Erklärung der Elitetruppe, über die der Sender NBC News berichtet.
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Nach Angaben des US-Militärs wurden innerhalb von 24 Stunden drei Angriffswellen gegen Dutzende Ziele im Iran geflogen. Zu den attackierten Standorten gehörten Militäranlagen entlang der Südküste sowie Einrichtungen auf der strategisch wichtigen Insel Gross-Tunb in der Strasse von Hormus. Zudem seien zwei Handelsschiffe, die versucht hätten, die Blockade zu durchbrechen, gestoppt und umgeleitet worden.
Iranische Staatsmedien berichteten, ein Angriff auf eine Kaserne der 388. mechanisierten Infanteriebrigade habe mindestens sieben Soldaten das Leben gekostet. Das Gesundheitsministerium in Teheran erklärte, bei den jüngsten amerikanischen Luftangriffen seien insgesamt mehr als 35 Menschen getötet und über 300 verletzt worden. Eine Aufschlüsselung zwischen Zivilisten und Militärangehörigen wurde nicht veröffentlicht. Die iranische Armee kündigte eine «entschlossene Antwort» an.
Der Konflikt konzentriert sich erneut auf die Strasse von Hormus, durch die in Friedenszeiten rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggasexports transportiert wird. Die zwischenzeitliche Waffenruhe und das auf sechzig Tage angelegte Verhandlungsabkommen zwischen Washington und Teheran gelten faktisch als gescheitert. Die Gespräche über das iranische Atomprogramm sind ins Stocken geraten, während beide Seiten ihre militärischen Operationen intensivieren.