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Iran droht Grossbritannien, Bulgarien und Zypern mit Angriffen

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Iran droht Grossbritannien, Bulgarien und Zypern mit Angriffen
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Iran hat Grossbritannien, Bulgarien und Zypern vor einer Unterstützung möglicher Angriffe auf die Islamische Republik gewarnt und mit Konsequenzen gedroht. Dies berichtet der Sender Euronews. Nach Angaben der regierungsnahen iranischen Nachrichtenagentur Fars erklärte Aussenminister Abbas Araghtchi in separaten Gesprächen mit seinen Amtskollegen der drei Staaten, jede Bereitstellung von Territorium oder militärischer Infrastruktur für Angriffe auf Iran werde als Beteiligung an einer Aggression gewertet.

BORIS ROESSLER / KEYSTONE
Demonstration von Exil- und Deutsch-Iranern in Frankfurt (Symbolbild)
BORIS ROESSLER / KEYSTONE

Araghtchi erklärte, ein Staat, der sein Gebiet oder seine Einrichtungen für einen Angriff auf ein Drittland zur Verfügung stelle, gelte selbst als «Aggressor». Das angegriffene Land habe in diesem Fall das Recht auf «legitime Verteidigung». Eine Zusammenarbeit mit Staaten, die Iran als Angreifer betrachtet, sei auch dann nicht akzeptabel, wenn sie auf bestehenden Verteidigungsabkommen beruhe. Hintergrund sind Berichte über eine mögliche Nutzung britischer Militärstützpunkte durch die USA für Operationen gegen Iran.

Die britische Regierung weist eine Beteiligung an militärischen Angriffen zurück. Nach iranischen Angaben betonte der britische Aussenminister David Lammy im Gespräch mit Araghtchi, Grossbritannien sei «kein Teil eines Krieges gegen Iran» und setze auf diplomatische Lösungen zur Verringerung der Spannungen. London verfügt mit Akrotiri auf Zypern sowie weiteren Basen über strategisch wichtige Standorte, die seit Jahren auch für US-Streitkräfte von Bedeutung sind.

Auch Bulgarien geriet ins Visier Teherans. Anlass ist die Entscheidung des bulgarischen Parlaments, die Stationierung amerikanischer Kampfflugzeuge auf dem Luftwaffenstützpunkt Besmer zuzulassen. Das iranische Aussenministerium bezeichnete den Schritt als Verstoss gegen die UN-Charta. Ministeriumssprecher Esmail Baghaei erklärte, Sofia mache sich damit möglicherweise zum «Komplizen» der USA und Israels bei einem Angriff auf Iran. Fars berichtete zudem über lokale Proteste gegen die Stationierung.

Gegenüber Zypern verlangte Araghtchi Zusicherungen, dass ausländische Militärbasen auf der Insel nicht für Operationen gegen Iran genutzt würden. Nach iranischen Angaben versicherte der zyprische Aussenminister Constantinos Kombos, die Einrichtungen würden nicht gegen Iran eingesetzt.

Zusätzliche Warnungen kamen vom iranischen Militär. Khatam-al-Anbia-Kommandeur Ali Abdollahi rief muslimische Staaten auf, ihre militärische Zusammenarbeit mit den USA zu überdenken. Länder, die Washington als «Schutzschild» dienten, würden andernfalls «im Feuer des Krieges verbrennen».

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