Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Integrationskurse in Deutschland: Bund kennt Zahl der Kursabbrecher nicht

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
Integrationskurse in Deutschland: Bund kennt Zahl der Kursabbrecher nicht
Integrationskurse in Deutschland: Bund kennt Zahl der Kursabbrecher nicht
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Die Bundesregierung kann nach eigenen Angaben nicht beziffern, wie viele Teilnehmer Integrationskurse vorzeitig abbrechen. Wie aus einem Bericht der Welt hervorgeht, dokumentiert das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) zwar den Verlauf der Kurse, erfasst die Gründe für einen Abbruch jedoch nicht systematisch. Damit fehlt eine aktuelle Datengrundlage, um den Erfolg der Integrationskurse umfassend zu bewerten.

Patrick Pleul/DPA/Keystone
Migranten in einem Deutschkurs im Chancencenter (Symbolbild)
Patrick Pleul/DPA/Keystone

Die Debatte über die Kurse hatte zuletzt an Schärfe gewonnen. Lehrkräfte berichten von Motivationsproblemen, Lücken bei der Anwesenheitskontrolle und Teilnehmern, die sich zwar als anwesend registrieren liessen, den Unterricht aber wieder verliessen. Das Bamf betont hingegen, die Kursträger müssten die Anwesenheit täglich dokumentieren. Wiederholtes Fehlen werde überprüft, Regionalkoordinatoren kontrollierten zudem regelmässig die Einhaltung der Vorgaben. Nach Angaben der grossen Träger existierten klare Verfahren zur Anwesenheitskontrolle.

Nach einer Auswertung des Bamf aus dem Jahr 2021 blieben von den Teilnehmern, die 2018 erstmals einen Integrationskurs begonnen hatten, 62 Prozent bis zum Kursende. Vierzehn Prozent wechselten den Anbieter, während sich 24 Prozent nach ihrem Ausstieg mindestens neun Monate lang in keinem weiteren Integrationskurs anmeldeten. Die bislang einzige systematische Untersuchung zu den Gründen eines Abbruchs stammt aus dem Jahr 2011. Damals nannten die Betroffenen vor allem Schwangerschaft, Arbeitsaufnahme und familiäre Verpflichtungen wie Kinderbetreuung.

2025 begannen nach Bamf-Angaben rund 307.000 Menschen einen Integrationskurs, etwa 16 Prozent weniger als im Vorjahr. Die grösste Teilnehmergruppe stellten ukrainische Staatsangehörige. Im allgemeinen Integrationskurs erreichten 57,8 Prozent der Prüfungsteilnehmer das angestrebte Sprachniveau B1, während mehr als vier von zehn dieses Ziel verfehlten. Gleichzeitig wird über strengere Regeln diskutiert. Während Thüringen Sanktionen für häufig fehlende Teilnehmer prüfen lässt, lehnt die Arbeiterwohlfahrt einen solchen Ansatz ab. «Einsatz von Sanktionen in der Arbeit mit Menschen entspricht nicht der Haltung der AWO», erklärte der Verband.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 04.08.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.