Die Union ist in der neuesten Insa-Sonntagsfrage auf ihren niedrigsten Wert seit Ende 2021 gefallen. CDU und CSU verlieren im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt und kommen nur noch auf 20,5 Prozent. Gleichzeitig verbessert sich die AfD auf 29 Prozent und erreicht damit ihren bislang grössten Vorsprung vor der Union in einer Insa-Umfrage. Das berichtet die Welt.
Hannibal Hanschke/EPA/Keystone
Die AfD gewinnt gegenüber der Vorwoche einen halben Prozentpunkt hinzu und liegt nun 8,5 Prozentpunkte vor der Union – ein Rekordabstand in der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Insa. Die SPD verbessert sich ebenfalls leicht auf 13 Prozent und zieht mit den unverändert bei 13 Prozent liegenden Grünen gleich. Die Linke bleibt bei 10 Prozent, die FDP steigt auf 4,5 Prozent, während das BSW auf 3,5 Prozent zurückfällt. Beide Parteien würden den Einzug in den Bundestag derzeit verfehlen.
Die schwarz-rote Bundesregierung käme damit gemeinsam nur noch auf 33,5 Prozent und läge fast zwölf Prozentpunkte unter ihrem Ergebnis bei der Bundestagswahl 2025. Eine rechnerische Mehrheit aus Union und AfD würde laut der Umfrage auf 49,5 Prozent kommen, ein Bündnis aus SPD, Grünen und Linken auf 36,5 Prozent.
Für die Sonntagsfrage befragte Insa 2005 Wahlberechtigte. Die Befragung fand zwischen dem 17. und 20. Juli statt und fiel damit in die Debatte um den inzwischen zurückgetretenen Unionsfraktionschef Jens Spahn. Im Insa-Politikerranking rutschte Spahn auf den letzten Platz ab; 69 Prozent der Befragten halten ihn laut der Erhebung für unglaubwürdig. Angeführt wird das Ranking von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), während AfD-Chefin Alice Weidel auf Rang vier vorrückt.