Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich am Donnerstag, dem 2. Juli 2000 und... 26. Ich freue mich, dass Sie da sind und ich freue mich auch Ihnen gleich die neue gedruckte Weltwoche vorzustellen. Über 110 Seiten, die Würdigung einer unverzichtbaren Nation, 250 Jahre USA. Meine Kollegen haben hier wirklich ein journalistisches Sonderwerk, in meinen Augen ein Meisterwerk hingelegt. Aber ich will es nicht zu hoch loben, denn damit... setzt man dann die Erwartungsmassstäbe so an, dass die Fallhöhe oder vielleicht auch die Enttäuschung geradezu provoziert werden könnte. Bevor ich darüber spreche, noch ein Hinweis in eigener Sache. Wir haben einige Zuschriften erhalten, vielen herzlichen Dank dafür. Es geht darum, dass im Internet Filme zirkulieren, angeblich mit mir und Christoph Blocher, Finanzanlagen, Geldtipps usw. Das können Sie vergessen, das ist kriminell, das sind Fake-Filme, das hat überhaupt nichts mit uns zu tun. Leider kann man sich da nicht sehr gut wehren dagegen. Man kann Anzeige erstatten, aber es bringt eigentlich nichts. Weil diese Kriminellen, diese Verbrecher, die das machen, die verwischen natürlich ihre Spuren. Aber Hauptsache, sie gehen nicht darauf ein. Einfach streichen, vergessen. Wir haben nichts damit zu tun. Das tut mir leid, aber diese Schindluderei ist ja auch schon mit anderen Schweizern, mit ganz prominenten Schweizern versucht worden. Unter anderem mit Roger Federer. 250 Jahre. USA-Würdigung einer unverzichtbaren Nation. Trump ist Amerika. Trump ist Amerika, das wird jetzt vielleicht einige von Ihnen schockieren. Aber das ist die Darstellung von David Mamet, dem amerikanischen Filmregisseur, Drehbuchautor, intellektuellen Wall-Street-Journal-Kolumnisten, der dank Benjamin Bögli, meinem Kollegen, der Kontakt geknüpft hat mit ihm in Los Angeles vor einiger Zeit, das ja... Benjamin Bögli verbrachte ein Jahr lang in L.A. ein Sabbatical für die Weltwoche. Da hat er unter anderem auch David Mamet kennengelernt. Er schreibt hier über das Land, das ihn geschaffen hat, Trump, und den Mann, der es verkörpert. Also Trump sozusagen als Echtzeitsymptom für den Zustand der Vereinigten Staaten von Amerika. und ich warne einfach Davor hier allzu digitale Sichtweisen vorzunehmen, da sind die Emotionen, die regieren. Natürlich macht der Amerikaner und macht auch Trump vieles falsch. Zum Beispiel jetzt diese neue Geschichte mit den Krypto-Gewinnen. Ja, natürlich, das hat ein Geschmäckle, das ist doch stossend, wenn der Präsident eine Milliarde kassiert dank den Aktienmärkten. Aber auf der anderen Seite, was soll jetzt dieses moralisierende Gejammer? Die Amerikaner haben diesen Mann gewählt. Sie haben jetzt dann bald die Möglichkeit, einen neuen Pegelstand zu definieren bei den Zwischenwahlen. Wir werden sehen, was dann herauskommt. Das ist doch die Sache der Amerikaner, wie sie da jetzt diesen Präsidenten einschätzen. Und es gibt da vermutlich jetzt nach unseren Beurteilungen so korruptionsähnliche Zustände in der Familie. Ich finde das auch suspekt, was da... oder fast schon ein Komödienstoff, wenn es nicht so ernst wäre, wie da der Schwiegersohn Jared Kushner mächtig dazu verdient, sozusagen im Windschatten dieser diplomatischen Missionen. Man könnte jetzt hier natürlich sich fürchterlich aufregen, das machen andere, das sollen die tun. Ich empfinde das nicht als so relevant und finde es einfach interessant. Ich bin gespannt, wie die Amerikaner das einschätzen. Ich könnte mir vorstellen, dass der Amerikaner, also der Wähler, sagt, ja gut, Trump verdient Geld, wenn es der Wirtschaft gut läuft. Das stört mich nicht so sehr oder es stört mich weniger, als wenn Trump uns mit Steuern und Abgaben das Geld aus dem Sack, aus dem Portemonnaie nehmen würde. Meine Meinung ist auch gar nicht so entscheidend. Lesen Sie David Mamet. Wir haben eine wirklich... sehr, sehr grosse Fülle. Von Texten auch sehr originelle Formen, zum Beispiel ein Porträt aller amerikanischen Gliedstaaten anhand von Kunstwerken, künstlerischen Erzeugnissen. Das hat Maurus Federspiel zusammengetragen. Wir sind bei den Vampiren, den Yetis und Ausserirdischen. Wir diskutieren über Klimaanlagen. Doc Will, Professor Oliver Zimmer. Mit einer Würdigung dieses französischen Aristokraten, der im 19. Jahrhundert Amerika bereist hat und das Land auf eine Art und Weise beschrieben hat, die heute noch gültig ist. Benjamin Bögli auf Streifzügen unterwegs, porträtiert Austin, Texas. Dann Urs Geriger, der ja übrigens auch einen ganz berühmten Namensvetter in den USA hatte, nämlich den Lou Gehrig, den berühmten Baseballspieler, der an der Gehrig... des Is starb, ein emigrierter Schweizer, wenn man so will, und verwandt mit unserem Autor Urs Geriger, also bis in die Weltwoche-Redaktion hinein, zieht das Fäden und er schreibt über die Schweizer Amerikamacher. Scott Besant ist voll dabei, Mitglied der Trump-Administration und er würdigt einen anderen Schweizer, der da ganz ausschlaggebend eben für die Gründung Eben. Entscheidend war in den Vereinigten Staaten von Amerika, also Schweizer haben die Entwicklung der USA maßgeblich geprägt und natürlich auch Schweizer der Jetzt-Zeit, zum Beispiel die fünf wilden Eidgenossen der Hardrock-Band Krokus, die in den 80er Jahren also die USA wirklich erobert haben, in riesigen Stadien aufgetreten sind, dass der Bühnenboden gezittert hat mit ihren Ja, Hardrock-Klassikern, die wie startende Bomber sozusagen über die 40'000, 50'000 Zuschauer hinweg gedonnert sind. Amerika rockt, fünf wilde Eidgenossen im Land ihrer Träume und was sie dort gelernt haben. Chris Von Rohr als Zeitzeuge seiner selbst gewissermassen hier und Autor der Darstellung. Victor Davis Hanson, ein hochgeschätzter Historiker, immer wieder in der Weltwoche präsent. Die letzte Supermacht, die globale Vorherrschaft der USA, kann sie Bestand haben. Toll, dass dieser Big Name des intellektuellen Universums der Vereinigten Staaten von Amerika für uns hier geschrieben hat. Also, Trump ist Amerika und viele weitere Facetten. die Würdigung einer unverzichtbaren Nation. Und selbstverständlich, und das ist eben das Interessante heute, meine Damen und Herren, dass man nicht einfach nur auf ein Land schauen sollte, sondern wir bewegen uns in eine multipolare Welt. Der Amerikaner ist immer noch stark, aber nicht mehr so stark, dass er alles dominieren kann. Wir erleben den Zusammenbruch dieses Falschen, dieses Fake-Internationalismus, dieser internationalistischen Institutionen und Gremien, die nicht geliefert haben. Das Nationale kehrt zurück. Muss uns das in Angst und Schrecken versetzen? Nein, das ist einfach eine Austarierung, eine Neubalanzierung der Kräfte zwischen internationalen Gremien. Das hat man übertrieben in den letzten 20, 30 Jahren. Die haben eben nicht das erreicht, was man versprochen hat, was auch sie versprochen haben. Das sind zum Teil auch hochkorrupte Organisationen, zu Recht. wendet man sich davon ab, das wird immer mehr Leuten unheimlich, ein Unbehagen braut sich da zusammen und man sieht, dass eben dieser gute alte Nationalstaat nicht auf den Komposthaufen der Geschichte zu werfen ist. Das gilt eben auch für die Schweiz. America first. Aufhören mit diesen grossräumigen Fantasien, die nichts bringen. Wir müssen wieder aufs Überschaubare, aufs Benennbare zurück. Und wir müssen vor allem schauen, dass wir in stürmischer Zeit die Kontrolle über den Kurs unseres Landes... Sicher in Händen halten, deshalb Finger weg von diesen EU-Unterwerfungsverträgen, Finger weg von dieser automatisierten Migration durch Personenfreizügigkeit, all diese Dinge durch diese Migrationspakte, Flüchtlingspakte von der UNO, das sind alles Versuche, den Nationalstaat auszuhebeln, die Kontrolle rauszureissen aus der Verfügungsmacht des Souveräns, nämlich des Verfassungsgebers und Gesetzgebers in der Schweiz, das sind sie. Das ist das Volk, das sind die Stände, das müssen wir wieder zurückholen. Aber man hat eben hier auch in einer Art Wohlstandsnarkose das Ganze abdelegiert. Es gibt so viele interessante Themen. Ja, es ist eine gefährliche Zeit mit dem Krieg im Ukraine-Gebiet, im Osten Europas. Viel gefährlicher als alles, was im Nahen Osten passiert, in meiner Beurteilung. Und mit jeder Jubelmeldung über russische Schwierigkeiten. ich habe da... Keine Freude. Nicht, weil ich alles gut finde, was die Russen machen. Aber ich... Ich habe ein Unbehagen, ich mache mir Sorgen. Ich finde es auch nicht richtig, wie man da diese Demütigungs- und Zurückdrängungs- und auch richtiggehende Unterdrückungspolitik gegenüber Russland weiterführt. Wie da die Ukraine benutzt wird als Vorschlaghammer, um da die Russen zu schwächen. Das löst bei mir keine guten Assoziationen aus. Ich befürchte einfach... dass das Gegenreaktionen erzeugt aus Russland, die uns nicht gefallen können. Und es will mir einfach nicht in den Kopf, warum es nicht gelingen sollte, zwischen diesen beiden ehemaligen Sowjetrepubliken einen Frieden herzustellen. Was soll denn diese extreme Hysterie, dass man sich jetzt da einredet, in der Ukraine, würde sozusagen ein Armageddon, die biblische Entscheidungsschlacht. über unsere wichtigsten Werte ausgefochten. Das ist doch völlig abstrus, das ist doch geisteskrank, so etwas zu erzählen. Also da muss man eine Lösung finden. Und in dieser eben multipolaren, nicht mehr alleine von den Amerikanern dominierten Welt, muss auch die Schweiz ihre Rolle als neutrales Land wieder festigen. Zurück zur Neutralität, mit allen reden, vor allem mit denen reden, mit denen niemand mehr redet. Das ist ja die Mission der Weltwoche. Aber lassen Sie mich von etwas... erfreulichem Erzählen. Etwas, was viel zu wenig gewürdigt wird. Wir tun das, Philipp, gut mit einem brillanten Artikel in der neuen Weltwoche. Aber überzeugen Sie sich selbst, lesen Sie diesen Aufsatz. Ich habe ihm bereits ein SMS geschickt mit all diesen Belobigungen. Gianni Infantinos Triumph. Diese Fussball-WM ist doch jetzt einfach der absolute Hammer. Schon Katar war ja viel besser als diese freudlosen Kommentare da in den Medien suggerieren wollten. Ich habe mir das am Schluss ja auch selber angeschaut. Keine Ausschreitungen, keine besoffenen Fans, auch keine Engländer, die da völlig aus der Rolle gefallen wären. Keine Schlägereien, keine Hooligans, einfach nichts dergleichen. Dann die Fussballstadien in Katar, natürlich etwas steril das Ganze, auf engem Raum in einer Stadt, in der Hauptstadt Doha. Und das Ganze hat... Prächtig funktioniert, mit einem unglaublich tollen Final zwischen Frankreich, jetzt auch wieder super stark, und Argentinien. Aber jetzt diese WM, da hat man sich ja auch den Mund zerrissen und gesagt, ja, Aufstockung von 32 auf 48 Teams, das ist seelenloser Kommerz, das Niveau wird zusammenbrechen, diese WM interessiert niemand, die Preise sind zu hoch, die Amerikaner... haben keine Ahnung vom Fussball und das ist ihnen auch völlig egal, was da passiert. Und Gianni Infantino, der Schweizer, der Wallissel, er soll doch abfahren mit dieser Gigantomanie. Und Gianni Infantino, da sollten jetzt diese Kritiker sich bei ihm einfach rückwirkend entschuldigen, er hatte den richtigen Riecher. Er hat gespürt, dass in dieser kranken Zeit, in dieser... Verrückten Zeit, aus den Fugen geratenen Zeit, das hat es auch immer mal wieder gegeben. Es kommt uns einfach als krank vor, aber im Grunde ist das einfach das Neuausbalancieren internationaler Machtverhältnisse mit all ihren schlimmen möglichen Konsequenzen. Ich bleibe hoffnungsfroh, obwohl ich mir grosse Sorgen mache. Und ich gebe hier nicht Entwarnung, weil ich nicht möchte, dass man sich da in falscher Sicherheit wiegt. Es ist brandgefährlich, es kann zum Weltkrieg kommen in Europa. Auch wenn das niemand will. Das ist keine Garantie, dass es keine Kriege gibt, dass sie niemand will. Wir haben in Europa auch schon Kriege gesehen, die man explizit nicht wollte. Und am Schluss haben alle Beteiligten, die das herbeigeführt haben, einen kollektiven Nervenzusammenbruch bekommen. Der Krieg hat die Eigenschaft, dämonische Qualitäten aus den Menschen hervorzulocken. Dass der Mensch aus sich heraustritt. Und darum ist das etwas ganz... Unheimliches, was da passiert und wir haben keine Erfahrung mit dem umzugehen. Deshalb bin ich sehr, sehr vorsichtig. Aber eben in dieser verrückten Zeit braucht es eben auch das Gegenteil, das uns herausreisst aus diesem Wahnsinn. Und das ist die Vision von Gianni Infantino. Ja, er hat das jetzt vorangebracht, dass er gesagt hat, hier braucht es eine höhere Dosis Fussball. Hier braucht es eine höhere Dosis Fluchtwege aus dem Wahnsinn unserer Zeit. 48 Teams, viel mehr Partien, eine Ausbreitung des globalen Verkehrs gewissermassen, der globalen Vernetzung des Weltfussballs. Und es sind ja da Mannschaften gekommen, fantastisch, Cap Verde mit... Ausnahmeleistungen oder gestern Kongo gegen die Engländer, die sahen ja lange aus wie der Sieger, bis dann Harry Kane das Spiel gedreht hat. Das sind doch absolute Höhepunkte oder das Straucheln von Deutschland, Ausdruck der Formschwäche eines ganzen Landes. Und dies gegen Paraguay, einen Fussballzwerg. Das sind bemerkenswerte, faszinierende Geschichten. dann natürlich der Ticket-Erfolg und Jürgen Klopp. hat darauf hingewiesen, es gibt immer noch sehr, sehr viele fantastische Teams und es geht weiter. Und gerade diese Bereicherung durch Teams, die man bis jetzt auf dieser Bühne nicht gesehen hat, das hat einfach etwas Befreiendes, das hat auch etwas Befriedendes. Und das ist das, was man Gianni Infantino, übrigens auch seinem Vorgänger Sepp Platter, der da in Ungnade gefallen ist, wäre schön, wenn sich die da wieder zusammenraufen könnten. und wenn Gianni Infantino dem Sepp Platter... seine wohlverdiente Verdienstmedaille noch geben könnte. Das wäre etwas ganz, ganz Wichtiges und auch mit der Uhrensammlung soll man sich doch da irgendwo verständigen. Aber Gianni Infantino wie eben vor ihm plattert, die Welt ist rund und Fussball ist Frieden und neben der grösseren WM, die alle Rekorde bricht, natürlich auch gigantomanisch ist, aber eben auch eine globale Begeisterung entfacht, selbst in den Vereinigten Staaten und eben in höherer Dosierung. Wenn man am Morgen aufwacht, zumindest ist es jetzt in der Vorrunde das so gewesen, jetzt auch mit den 16. Finals, ja, dann haben sie einfach permanent Fussball, friedlicher Wettbewerb, Zusammenkommen, Lebensfreude. Das ist die Welt, siehe, die Welt ist nicht verdammt. Der Homo Ludens, der spielende Mensch, tritt uns da entgegen. Und das ist grossartig, das ist fantastisch und das muss man loben, hier uneingeschränkt loben. Und dass Gianni Infantino mit seiner Friedensmission und seiner Verständigungsmission, dass er da jetzt auch den Entscheid getroffen hat, die Russen wieder auf diese Bühne zu bringen, dass er ganz klar festhält, die Sportler sollen nicht bestraft werden für die Dummheiten oder für die Handlungen der Politiker. Das ist richtig, meine Damen und Herren. Sport und Politik werden zwar immer vermischt, aber man muss es trennen, man muss diese Oasen des Friedens schaffen, gerade dann, wenn der Unfrieden sich ausbreitet. Lionel Messi, der Zauberspieler aus Argentinien, ich glaube, 39 Jahre ist er alt, bricht da auch einen Torrekord nach dem anderen. Harry Kane, der die Bayern führt, der England führt, der hier jetzt wieder begeistert an dieser WM, der athletische Brite, der im Alleingang zeigt, dass Grossbritannien... Da steckt noch Substanz drin. Da können sich auch die Deutschen an ihm wieder aufrichten. Denn Grossbritannien ist mindestens so im Sumpf in der Soße wie Deutschland. Aber sie bringen es wenigstens im Fussball noch auf die Reihe. Und eben diese Senioren da, diese Jungsenioren wie Messi, das ist jetzt eben nicht Seniorenfussball unter Palmen und ein bisschen Kicken da mit dem Speckgürtel auf äquatorialer Höhe. Das sind fantastische Ereignisse. Sie werden jetzt sagen, Köppel übertreibt. Natürlich übertreibe ich, aber man muss auch in diesen Zeiten übertreiben, weil alle dermassen verbarrikadiert und zugeballert sind mit all diesen schrecklichen und fürchterlichen Nachrichten, die uns da um die Ohren fliegen. Ich versuche die Sendung heute ein bisschen kürzer zu machen als auch schon einfach damit wir Hier nicht jedes Mal eine 40-minütige Morgenandacht zu begehen haben, obwohl ich das natürlich auch immer wieder, je nach Themenlage, ich kann das ja nicht steuern, wiederbringe. Schicksalstag für die Pius-Brüder. Das ist ja auch so ein Knatsch jetzt in, wie heisst dieser Ort, Ekon im Kanton Wallis. Da sind ja über 10'000 Leute hingepilgert, um jetzt diese Bischofsweihe... der abtrünnigen erzkatholischen, erzkonservativen Katholiken zu verfolgen, die sich als noch päpstlicher als der Papst empfinden. Und deshalb natürlich von Papst Leo, diesem ja auch schlauen Pragmatiker, wir werden sehen, wie er da diese Klippe umschifft oder wie er das handelt, die sich da natürlich den Unmut des Vatikans zuziehen, ganz klar. Ungeachtet all dessen, diese Pius-Brüder, ich finde das gut, das ist mir sympathisch. Dass wir hier etwas haben, was auch zu diesem Konservativen steht und sagt, wir feiern die lateinische Messe. Wir ziehen das durch, dieses zweite vatikanische Konzil, das ja von vielen kritisiert wurde, auch von solchen, die es vorangebracht haben, beispielsweise Papst Benedikt oder damals noch Josef Ratzinger, die haben ja dieses Konzil auch kritisiert. Ich bin kein Konzilskenner, aber... Die Zeitgeistigung der katholischen Kirche hat nicht gut getan. Und dass man eine Institution hat, die von ihrer musikalischen und liturgischen Qualität her Verbindungslinien in die Antike zurückziehen kann, ins Mittelalter, das müssen wir doch pflegen, das ist Teil unserer DNA. Das ist eine kulturelle Sedimentablagerung. die zu uns gehört und wir leben in Zeiten, in denen eben der Zeitgeist, das Gegenwärtige, der Mensch sich zum Mass aller Dinge machen will. Und das erklärt meines Erachtens, warum diese Pius-Brüder so populär offenbar sind, dass sich die Leute auch irgendwie danach sehnen, dass die Schweiz hier mit ihrer Vielfalt die Möglichkeit bietet, dass sich das da entfalten kann. Das ist grossartig, meine Damen und Herren. Das müssen wir verteidigen. Auch wenn wir ja inhaltlich vielleicht dann auch nicht mit allem einverstanden sind, was diese Pius-Brüder machen. Ich habe gelesen, da hat es bei früheren Bischofsweihen auch einen Holocaust-Leugner gegeben. Zumindest hat man ihm das so vorgeworfen. Ja, das soll man ja auch dann kritisieren. Damit muss man sich dann auch auseinandersetzen. Aber dass wir alles messen an so einem sterilen, einfältigen Progressivismus, an einer Zeitgemässheit, das ist nicht gut. Da sind wir Gefangene der Gegenwart und das heisst eben immer auch Gefangene der Selbstverabsolutierung, letztlich der Selbstvergötterung des Menschen. Gut, dass es da noch Institutionen gibt und Gruppierungen, die dagegenhalten. Die Pius-Brüder haben meinen grossen Respekt. Gassis warnt vor der Neutralitätsinitiative. Der Aussenminister sagt, die Schweiz sei weniger handlungsfähig. wenn am 27. August diese Neutralitätsinitiative durchkommt. Nun, hier unterliegt unser Aussenminister einem Missverständnis. Die Essenz der Neutralität besteht darin, dass sie nicht flexibel ist. Die Regierung soll gerade nicht den Handlungsspielraum, die Flexibilität bekommen, die Schweiz in einen Krieg hineinziehen zu können. Das wollen wir nicht. Die Neutralität ist nicht ein Instrument für den Bundesrat, damit er jonglieren kann, damit er flexibel sein kann, damit er damit ein schönes Tänzchen auf der internationalen Bühne aufführen kann. Nein, die Neutralität ist das Gegenteil. Sie ist ein Instrument des Schutzes unseres Landes vor übermotivierten und überambitionierten Politikern, die aus irgendwelchen Gründen unser Land in Kriege Fremder, Dritter hineinziehen wollen. Wie man es gemacht hat jetzt in der Ukraine, indem der Bundesrat die Nerven verloren hat, unter Druck übrigens der Schweizer Banken. Ein Schandkapitel, dass da die Schweizer Banken Druck gemacht haben. Ich war damals im Bundeshaus. Jawohl, die Grossbanken haben Druck gemacht auf den Bundesrat. Er solle die Sanktionen der EU übernehmen. Da müssen nicht die Banken ihre russischen Kunden rausschmeissen, sondern können sagen, ja, der Bundesrat hat es halt entschieden. Und da hat man sich... hergegeben und man hat das Ganze sich schön geredet, hat gesagt, der Druck der Amerikaner, die EU hätte uns dann auch noch sanktioniert. Immer dieses Einknicken auf Vorrat. Und das wollen wir nicht. Bei Krieg und Frieden geht es ums Überleben des Landes, geht es ums Überleben der Schweiz, geht es um unser Eigentum, geht es um die Sicherheit, geht es ums Lebendige. Und deshalb sagen wir, nein, der Bundesrat hat keine Flexibilität. Er hat nicht die Flexibilität, die Schweiz in einen Krieg hineinzuziehen. Genauso wenig, wie jeder von Ihnen nicht die Flexibilität hat, auch auf einer menschen- und autofreien Autobahn selber zu entscheiden, wie schnell er fahren will. Hier haben wir ganz strenge Gesetze. Ohne jegliche Flexibilität, auch wenn Ihre halbtote Grossmutter hinten im Auto stöhnend liegt, Sie dürfen nicht, es gibt keine mildenden Umstände, Sie dürfen nicht schneller fahren. Null Toleranz, null Flexibilität. Beim Strassenverkehr geht es auch um Menschenleben unter Umständen, aber noch viel extremer um Menschenleben geht es ja beim Krieg. Und deshalb soll es dort dann Flexibilität geben, damit die Politiker machen können, was sie wollen, damit man ihnen da keine Fesseln anlegt. Das ist eine ganz verlotterte Art und Weise der Argumentation. Das ist auch eine Respektlosigkeit gegenüber der Bevölkerung, zu deren Schutz nämlich diese Neutralität letztlich entwickelt wurde. Ständemehr zu den EU-Verträgen. Ja, der Ständerat, ich habe darüber schon gesprochen, der möchte, dass man dieses Ständemehr bei den EU-Unterwerfen Verträgen immerhin noch durchsetzt. Dann haben wir eine Posse aus Bern, die Ihnen zeigt, wie verrückt die Schweiz eben auch schon geworden ist. Im Marzilibad zu Bern, das ist jetzt für, glaube ich, 14 Millionen, haben sie dort eine Aluminiumrutsche eingebaut, also eine Gesamtsanierung von 14 Millionen, unter anderem eine Aluminiumrutsche in die Jahre. Und diese Rutsche wird so heiss im Sommer, dass man sie gar nicht verwenden kann. Das sagt im Grunde schon alles. wie da die Berner Stadtbehörden mit dem Geld umgehen. Jetzt gibt es einen FKK-Bereich, einen Frauenschonbereich, da dürfen nur Frauen hin. Aber in diesen genderverwirrten Zeiten war jetzt dort ein Mann drin. Ein Mann, der sich aber auf der Einwohnerkontrolle für 75 Franken zur Frau hat umdeklarieren lassen. Und der ist dann nackt mit behartem Körper und Penis in diese FKK-Frauenoase gegangen. Da haben sich natürlich die Frauen beschwert. Da haben sie gesagt, was macht denn dieser Mann da? Das ist doch ein Mann, das ist doch keine Frau. Und dann haben die Badeanstaltbetreiber gesagt, das geht doch nicht, haben die Polizei angerufen, weil der Mann wollte nicht raus. Er hat gesagt, ich bin eine Frau, ich darf mich doch hier aufhalten. Ein riesen Theater gemacht. Dann ist die Polizei gekommen, aufgeheiss, der Badeanstaltbetreiber, und wollte dann diesen Mann, der sich da zur Frau erklärt hat, als nackt behaart, ich meine, was ist das, das mal vorstellen. Was ist das für eine... Abstruse Zeit, in der wir da drin leben, dass wir so etwas überhaupt diskutieren müssen. Und da wollten sie den rausnehmen, hat sich total gewehrt, da war der ausfällig, dann hat man ihm Handschellen angelegt und ihn da dann auch ins Verhör genommen. Was passiert jetzt? Jetzt fallen die Stadtbehörden der Polizei und dem Bad in den Rücken und entschuldigen sich bei diesem Mann, der überall als Transfrau bezeichnet wird. Obwohl nach seinen Geschlechtsmerkmalen, das ist für mich das Definitionsmerkmal, Der Geschlecht ist für mich eine naturwissenschaftliche Tatsache, so habe ich das in der Schule gelernt. Und ich weigere mich hier einfach die biologischen, naturwissenschaftlichen Erkenntnisse zu opfern, auf diesem Zeitgeist-Altar der Ideologien, der uns übrigens zurückführt in die Zeit des Bolschewismus, des Kommunismus. Da hat man auch den neuen Menschen auf dem Reissbrett sozusagen neu erfinden wollen. Das ist auch gewissermassen diese Zeit des Machbarkeitwahns, dass der Mensch glaubt, alles zu tun hat. neu bestimmen zu können. Und das Geschlecht ist eigentlich nur eine Frage des Empfindens. Jetzt entschuldigt man sich da dafür. Und auch eine Lokalpolitikerin, die Berner Gemeinderätin Ursina Anderegg, erklärt, diese Transfrau, die ein Mann ist, sei Opfer eines Fehlentscheids. Meine Damen und Herren, das ist jetzt einfach nur noch der füdleblutte Wahnsinn im Wortsinn, der uns da in diesem FKK-Bad entgegentritt. Und ich kann Ihnen sagen, was da passieren wird. Man wird diese FKK-Frauenbodies schliessen müssen, weil man könnte jetzt ja ein Experiment machen. Also 50 stark behaarte Männer, jeder zahlt 75 Franken auf der Einwohnerbehörde, man lässt sich zur Frau umdeklarieren für zwei Tage und geht in dieses Marzillibad, wo alle nackten Frauen sind. Ich meine, wo leben wir eigentlich? Und was sind das für Politiker, die dann noch die Stirn haben, die Frechheit, den Polizisten in den Rücken zu fallen? die in dieser absurden Situation wenigstens den Wunsch der Frauen dort in der Badi und der Badi-Betreiber zu erfüllen versuchen. Das ist also wirklich ein Fall aus Seldwila, aus Absurdistan. Und es zeigt einfach, wie auch die Schweiz, inwieweit die Schweiz schon angekränkelt ist von diesem absoluten Wahnsinn. Übrigens lese ich in der NZZ eine ganz interessante Story. über Polizistinnen in der Liebesfalle. Wie bei der Zürcher Polizei zwei Polizistinnen mit einem offenbar flamboyanten Kriminellen in ein Liebesverhältnis verfallen sind und ihm dann auch interessante Informationen gegeben haben. Das ist eben auch so ein Thema, das sehr politisch unkorrekt ist. Ich bin da sehr, sehr skeptisch, wenn Frauen und Männer gemeinsam auf Polizeistreife gehen. Und solche Fälle sind natürlich auch Ausdruck dieser, Ja, für... Diese Frauenquotisierung aller Lebensbereiche, wo man einfach nur noch nach diesen Kriterien vorgeht. Ich komme dann in der internationalen Ausgabe nochmal darauf zu sprechen. Da führt sich dann auch der Feminismus ad absurdum. Die Schweizer führen nach wie vor die weltweite Vermögensrangliste an. Die UBS hat da eine Liste veröffentlicht. Die Schweiz vorneweg mit 910'000 Dollar. Durchschnittsvermögen pro erwachsene Person, Nummer zwei ist USA, dann kommt Luxemburg, Hongkong, Australien, Singapur, Deutschland weit, weit abgeschlagen unterhalb Mittelfeld, Spanien, dann Grossbritannien, Grossbritannien noch hinter Spanien, knapp vor Österreich, Italien und Japan. Das sind schon auch krasse Zahlen, die wir da sehen, ein Wohlstandsverlust auch bei einigen europäischen Paradestaaten. Und wenn man jetzt sieht, wie die Schweiz oben ausschwingt, als nicht EU eingebettet, während all die führenden EU-Staaten, Frankreich, Deutschland usw., die sind hinten abgeschlagen, die sind weg. Dann ist das doch ein deutliches Merkmal, dass man sich da nicht anbinden sollte, nicht unterwerfen sollte. Russland wird übrigens nicht erwähnt in dieser Statistik. Haben wir noch weitere Themen, die uns beschäftigen können, die uns beschäftigen müssen? Ich glaube, wir können es für das Erste hier mal stehen lassen. Ich danke Ihnen herzlich für die Aufmerksamkeit. Das war es von Weltwoche Daily Schweiz. Jetzt aber gleich. Die internationale Ausgabe, vielen herzlichen Dank, verpassen Sie nicht die Interviews von Roman Zeller, der scharf arbeitet ja auf einer Kadenz, wir kommen gar nicht mehr nach, im eigentlich aufschalten, grossartig, mein Kollege. Und verpassen Sie auch nicht mein wöchentliches Gespräch mit Wladimir Solovyov, dem superprominenten russischen TV-Journalisten. Es ist eine historische Gesprächsreihe, die wir hier haben, und meines Erachtens ist es wichtig und ich glaube daran. durch Dialog das Schlimmste zu verhindern, einen Dritten Weltkrieg zu verhindern. Einige von Ihnen haben mir geschrieben, hören Sie jetzt mal auf mit diesen Weltkriegswarnungen, reden Sie lieber mal darüber, wie viele seiner politischen Gegner Putin hat umlegen lassen, vergiften lassen usw. Ich kann es nicht mehr hören. Es tut mir leid, wenn Sie es nicht mehr hören können, aber ich sage Ihnen, es macht mir Sorgen und man muss über das reden, was einem Sorgen macht. Und ich bin einer der ganz wenigen Journalisten, der eben auch mit der russischen Seite spricht. Ich werde da nach Strich und Pfaden zusammengeschissen. Okay, ja, das nehmen wir in Kauf und das ganze Dreck, den man einem anschmeisst, das muss man sich eintrocknen lassen. Das ist dann die Ritterrüstung. Aber es sind brandgefährliche Entwicklungen, die man hier einfach nicht sehen will. Eingelullt, zugedröhnt mit dieser Ukraine-Propaganda, völlig einseitig. Darum muss man sprechen, um... Schlimmeres zu verhindern und auch damit Sie einmal wenigstens bei der Weltwoche authentisch erleben können, wie ein prominenter, eloquenter Russe, der für Millionen von Russen spricht, der beste Verbindungen in den Kreml hat, wie der das ausdrückt. Und wissen Sie, wir können uns jetzt abendelang unterhalten. Ja, Putin ist ein schlimmer Killer. Mutlich ist er ein Killer. Es gibt viele Killer da draussen. Die Amerikaner sind auch nicht zimperlich. Und die Europäer waren in ihrer Geschichte alles andere als Engel. Aber jetzt auch, wenn das alles so stimmt, selbst wenn Putin seine Gegner umlegen lässt, wie die Amerikaner die iranische Staatsführung noch vor wenigen Monaten, auch wenn das genau so zutrifft, ja, wollen wir deshalb einen Atomkrieg gegen Russland führen? Das ist doch gar nicht die entscheidende Frage. Die Frage ist einfach Aktion und Reaktion. Sind wir bereit, die Konsequenzen unseres konfrontativen, eskalierenden, eskalationsunterstützenden Verhaltens zu tragen? Und finden wir es richtig, dass die Europäische Union, an die sich ja die Schweiz anbinden möchte, die offizielle Schweiz, dass die ihre Aussenpolitik an einen Mann wie Präsident Zelensky delegiert hat, der danach belieben mit seinen Drohnen Russland angreift und unsere Medien jubeln dann noch, ohne jedes Risikobewusstsein. Nein, meine Damen und Herren, es tut mir leid, wenn ich Ihnen damit auf die Nerven gehe, aber ich erachte es als meinen Auftrag, hier entsprechend loszuargumentieren und Sie zu sensibilisieren. Jetzt aber Stopp, ich komme gleich zurück auf meine internationale Ausgabe. Merci vielmals. Bis später. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabhängig, kritisch. Und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen. Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemand zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Leser. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de Sowohl für Print als auch digital und massgeschneidert auch für Deutschland. Und wenn Sie bereits Abonnent sind, dann möchte ich mich an dieser Stelle einfach mal bei Ihnen bedanken und wünsche Ihnen nun viel Vergnügen beim nächsten Video.