Die Fifa verzichtet auf ihre umstrittenen Pläne, Investoren an den kommerziellen Rechten des Weltverbandes zu beteiligen. Fifa-Präsident Gianni Infantino erklärte in einer Stellungnahme, das Vorhaben werde nicht weiterverfolgt. Nach Anhörung aller Beteiligten sei deutlich geworden, dass das Projekt zu Spaltungen geführt habe und damit nicht mehr dem ursprünglichen Ziel diene.
Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
Mit dem Vorhaben wollte die Fifa über eine neu zu gründende Tochtergesellschaft einen Teil ihrer kommerziellen Rechte – darunter Anteile an den Erlösen der Fussball-Weltmeisterschaften – an Investoren verkaufen und damit Milliarden einnehmen. Den Mitgliedsverbänden war im Gegenzug eine Sonderzahlung in Aussicht gestellt worden. Für die Zustimmung war nach Medienberichten eine Frist bis zum 19. September vorgesehen. Diese Pläne sind nun vom Tisch.
Infantino begründete den Kurswechsel damit, dass die Aufgabe der Fifa darin bestehe, den Fussball zu vereinen und weiterzuentwickeln. In den kommenden Wochen wolle er alle Beteiligten wieder zusammenbringen, um die Förderung des Sports insbesondere in den ärmeren Mitgliedsländern voranzutreiben.
Dem Rückzug war erheblicher Widerstand vorausgegangen. Die Uefa hatte die Pläne scharf kritisiert und für den Fall einer Umsetzung sogar mit einem Boykott sämtlicher Fifa-Wettbewerbe gedroht. «Keine Nationalmannschaften aus der Uefa werden an irgendeinem Fifa-Wettbewerb teilnehmen, solange diese Vorschläge weiterbestehen», erklärte der europäische Verband. Auch die nord- und mittelamerikanische Concacaf sowie der asiatische Fussballverband AFC distanzierten sich von dem Vorhaben. Der südamerikanische Verband Conmebol verlangte zunächst zusätzliche Informationen und legte sich in der Sache nicht fest.