Nach dem mutmasslich islamistischen Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day (CSD) fordern CDU-Politiker eine deutlich härtere Auseinandersetzung mit islamistischem Extremismus. Berlins CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers erklärte gegenüber der Bild: «In meinen Augen ist der Islamismus gegenwärtig die grösste Gefahr für die Community.» Evers, der selbst offen homosexuell lebt, sprach von einer realen Bedrohung für Sicherheit und Freiheit. Wer diese Gefahr ausblende oder aus falscher Rücksicht nicht klar benenne, werde «seiner Verantwortung nicht gerecht».
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Auch Baden-Württembergs Innenminister und CDU-Landeschef Manuel Hagel sieht die queere Gemeinschaft im Visier islamistischer Extremisten. Der Anschlag zeige, «wie gross die Gefahr von islamistischen Freiheitshassern für die queere Community ist». Nun müsse der Staat seine Sicherheitsbehörden weiter stärken und «in aller Härte» reagieren, forderte er.
Hintergrund der Äusserungen ist der Anschlag auf den Berliner CSD. Der mutmassliche IS-Anhänger Abdul B. soll mit einem Kleintransporter in die Menschenmenge gefahren sein. Eine Frau kam ums Leben, 29 Menschen wurden verletzt. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sprach von einem «islamistischen Terroranschlag». Der Tatverdächtige soll anschliessend zudem Passanten mit einer Machete angegriffen haben. Inzwischen ist Abdul B. bei einem Einsatz eines Spezialeinsatzkommandos der Berliner Polizei erschossen worden, nachdem er die Einsatzkräfte nach Behördenangaben mit einer Stichwaffe angegriffen hatte.