Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

«In der Schweiz ist das Volk der Chef!»: Adrian Amstutz über Anmassung von Macht und Demokratieverachtung im Bundeshaus

Anhören ( 3 min )
KI-Stimme
«In der Schweiz ist das Volk der Chef!»: Adrian Amstutz über Anmassung von Macht und Demokratieverachtung im Bundeshaus
«In der Schweiz ist das Volk der Chef!»: Adrian Amstutz über Anmassung von Macht und Demokratieverachtung im Bundeshaus
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Diese Rede hielt Adrian Amstutz, ehemaliger SVP-Nationalrat und Mitglied des Vorstandes der Organisation «Pro Schweiz», an der Bundesfeier am 31. Juli 2026 in der Tellspiel-Arena in Interlaken.

Liebe Chefinnen und Chefs der Schweiz

Das seid ihr alle, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger. Und nicht Bundesrats- oder Parlamentsmitglieder, auch wenn diese sich immer mehr erfrechen, Macht an sich zu reissen und sich sogar über Volksentscheide hinwegsetzen.

© KEYSTONE / PETER SCHNEIDER
Alt-Nationalrat Adrian Amstutz an einer SVP-Delegiertenversammlung (Symbolbild)
© KEYSTONE / PETER SCHNEIDER

Sie schrecken nicht einmal mehr davor zurück, das Volk vor Abstimmungen mit Falschinformationen zu manipulieren.

Denken Sie an die EWR-Abstimmung 1992, wo Bundesbern drohte: Wenn Volk und Stände Nein stimmen würden, gingen Schweizer Firmen ins Ausland, Zehntausende Arbeitsplätze gingen verloren, der Schweizer Franken würde abstürzen und die Schweiz verarmen. Und was ist nach dem mutigen Nein von Volk und Ständen geschehen? Das Gegenteil.

Denken Sie an die Abstimmung über den Vertrag Schengen/Dublin. Der bringe weniger Asylbewerber, weniger Kriminalität und mehr Sicherheit. Was ist geschehen? Das Gegenteil. Mehr Asylbewerber, mehr Kriminalität und weniger Sicherheit.

Oder denken Sie an die Lügen vor der Abstimmung über die Personenfreizügigkeit. Die Angst vor einer Massenzuwanderung sei völlig unbegründet, es kämen lediglich 8000 bis 10.000 Menschen. Und was ist geschehen? Es kamen das 10-fache.

Die Anmassung von Macht und Demokratieverachtung im Bundeshaus zeigt sich beispielhaft auch in der verfassungsbrecherischen Nichtumsetzung der von Volk und Ständen gutgeheissenen Initiative gegen die Massenzuwanderung.

Oder in der Pflichtvergessenheit des Hauptauftrages der Armee, das Land verteidigen und damit die Menschen in der Schweiz vor Krieg zu bewahren und zu schützen.

Auch die bewährte, immerwährende und bewaffnete Neutralität wurde gefährlich ausgehöhlt. In den Augen von Russland und Amerika ist die Schweiz mit der Übernahme der EU-Sanktionen nicht mehr neutral.

Russland hat die Schweiz sogar auf die Liste feindlicher Staaten gesetzt. Was das bei einem Angriff der Russen auf Nato-Staaten bedeutet, braucht wohl kaum näher erläutert zu werden.

Da sind alle Neutralitäts-Beteuerungen von Bundesrat Cassis nur noch eine gefährliche Selbsttäuschung.

Im Bundeshaus herrscht in Politik und Verwaltung eine zunehmende Überheblichkeit, die ihnen in unserer direkten Demokratie nicht zusteht.

Und nicht wenige im Bundeshaus haben bereits EU-Funktionärsmanieren angenommen und stellen sich selber über das Volk.

Darum liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger ist diesen Selbstherrlichen immer wieder in Erinnerung zu rufen: In der Schweiz ist das Volk der Chef!

Und es ist den Kutschern dieses Richtung EU fehlgeleiteten Karrens entschieden in die Speichen zu greifen. Und wer muss das tun; der Chef!

Dabei hat das Volk aber auch das Recht, vor Abstimmungen vom Bundesrat korrekt informiert zu werden. In der Schweiz besitzt das Volk die höchste politische Macht. Durch die direkte Demokratie entscheiden Bürgerinnen und Bürger selbst über Gesetze, Reformen und grundlegende Weichenstellungen.

Dieses System ist weltweit einzigartig. Aber es funktioniert nur, wenn das Volk seine Rolle als «Chef» ernst nimmt. Unsere Freiheit und Selbstbestimmung sind kein Zufall, sondern das Resultat von verantwortungsvollen Entscheidungen über viele Generationen hinweg. Aber diese Grundwerte sind gegenwärtig immer mehr in Gefahr. Die Stimmbeteiligung geht zurück und zu viele überlassen das Ruder den Schweizvergessenen.

Unsere direkte Demokratie muss gepflegt und geschützt werden. Wer nicht abstimmt, der wird überstimmt und darum ist Wählen und Abstimmen Bürgerpflicht.

Darum dürfen wir unter keinen Umständen einer Nato-Annäherung oder gar einem EU-Unterwerfungsvertrag zustimmen, der unsere direkte Demokratie im Kern zerstört und die heutigen Chefinnen und Chefs der Schweiz zu Befehlsempfängern von EU-Funktionären degradiert.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger: Wir haben die Pflicht zu kämpfen, ja zu kämpfen und nicht einfach zuzuschauen. Warum? Damit die Schweiz Schweiz bleibt!

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 04.08.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.