Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

«Im Auge eines perfekten Sturms»: UN-Berichterstatterin kritisiert Deutschlands Umgang mit Meinungsfreiheit

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
«Im Auge eines perfekten Sturms»: UN-Berichterstatterin kritisiert Deutschlands Umgang mit Meinungsfreiheit
«Im Auge eines perfekten Sturms»: UN-Berichterstatterin kritisiert Deutschlands Umgang mit Meinungsfreiheit
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Die UN-Sonderberichterstatterin für Meinungsfreiheit, Irene Khan, warnt vor einer Verengung des Meinungskorridors in Deutschland. In ihrem Bericht über eine Deutschlandreise Anfang 2026 beschreibt sie das Land als im «Auge eines perfekten Sturms» aus Polarisierung, wachsendem Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und einer zunehmenden Tendenz, das Strafrecht zur Einschränkung der Meinungsäusserung einzusetzen.

Copyright 2024 The Associated Press. All rights reserved
United Nations Special Rapporteur on Freedom of Opinion and Expression Irene Khan gestures during a press conference in Mandaluyong, Philippines on Friday Feb
Copyright 2024 The Associated Press. All rights reserved

Khan kritisiert unter anderem den Umgang mit propalästinensischen Demonstrationen und verweist auf zahlreiche Strafverfahren im Zusammenhang mit Nahost-Protesten. Die uneinheitliche Rechtsprechung zum Slogan «From the river to the sea» führe zu Rechtsunsicherheit. Zudem sieht sie die akademische Freiheit unter Druck, da Wissenschaftler aus Sorge um befristete Verträge oder Visa ihre Äusserungen zurückhielten. Gleichzeitig fordert sie entschlossene Massnahmen gegen den seit dem 7. Oktober gestiegenen Antisemitismus.

Besonders kritisch äussert sich die Sonderberichterstatterin zum Verfassungsschutz. Sie bemängelt, dass der Begriff «Extremismus» nicht klar definiert sei, obwohl entsprechende Einstufungen weitreichende Folgen für Betroffene hätten. Auch den verstärkten strafrechtlichen Schutz von Politikern vor Beleidigungen bewertet sie kritisch. Dieser könne den Eindruck erwecken, das Justizsystem werde für politische Zwecke genutzt und Bürger würden in ihrer Meinungsäusserung eingeschränkt.

Zudem äussert Khan Bedenken gegen das Vorgehen der Behörden gegenüber Klimaaktivisten der «Letzten Generation» sowie gegen den Umgang mit dem zwischenzeitlich verbotenen rechtsextremen Magazin «Compact». Sie warnt davor, im Namen der wehrhaften Demokratie rechtsstaatliche Grenzen zu überschreiten, und fordert eine wirksame gerichtliche Kontrolle staatlicher Eingriffe.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 04.08.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.