Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

«Ich mag keine ideologischen Kämpfe»: Ungarns Ministerpräsident Magyar kritisiert Brandmauer gegen rechte Parteien und lobt Orbáns Kurs in der Migrationspolitik

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
«Ich mag keine ideologischen Kämpfe»: Ungarns Ministerpräsident Magyar kritisiert Brandmauer gegen rechte Parteien und lobt Orbáns Kurs in der Migrationspolitik
«Ich mag keine ideologischen Kämpfe»: Ungarns Ministerpräsident Magyar kritisiert Brandmauer gegen rechte Parteien und lobt Orbáns Kurs in der Migrationspolitik
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Ungarns neuer Ministerpräsident Péter Magyar hat die Strategie der politischen «Brandmauer» gegen rechte Parteien kritisiert und zugleich eingeräumt, dass Ex-Regierungschef Viktor Orbán in der Migrationspolitik recht gehabt habe. Das sagte Magyar in seinem ersten Interview mit deutschen Medien der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Ludovic Marin/AP/Keystone
Ungarns Ministerpräsident Peter Magyar an einer Medienkonferenz in Paris
Ludovic Marin/AP/Keystone

Magyar erklärte, viele europäische Regierungen hätten die Sorgen der Bevölkerung unterschätzt und zu oft auf politische Korrektheit gesetzt. Dadurch seien rechte Parteien gestärkt worden.

«Allein in sich ist es keine Lösung, diese Menschen und diese Parteien auszugrenzen und hinter eine Brandmauer zu sperren. Das macht diese Kräfte nur noch stärker», sagte der ungarische Regierungschef.

Die Äusserungen fielen auf die Frage, wie europäische Staaten mit Parteien wie dem französischen Rassemblement National umgehen sollten. Magyar wandte sich gegen ideologische Etiketten und kritisierte den Umgang vieler politischer Eliten mit Protestparteien. Politiker müssten die Ängste und Erwartungen der Bürger ernst nehmen, statt sie zu ignorieren.

Zugleich schlug Magyar in der Migrationspolitik Töne an, die an seinen Vorgänger Viktor Orbán erinnern. Obwohl er Orbán scharf kritisierte, sagte er: «Er hatte 2015 recht, als die Migrationskrise begann.» Viele europäische Staaten hätten inzwischen erkannt, dass damals Fehlentscheidungen getroffen worden seien.

Seine Regierung werde eine «sehr strenge und konsequente Politik bei der illegalen Migration» verfolgen und die ungarischen sowie europäischen Aussengrenzen schützen. Ungarn werde keine illegalen Migranten übernehmen und auch keine Strafen akzeptieren, erklärte Magyar mit Blick auf die europäische Asylpolitik.

Gleichzeitig kündigte er an, mit den europäischen Partnern nach Lösungen zu suchen und Konflikte mit Brüssel nicht nach dem Muster Orbáns auszutragen. Anders als sein Vorgänger wolle er die EU nicht «besiegen», sondern durch Verhandlungen und Kompromisse Ergebnisse erzielen.

Auch zur Zusammenarbeit mit rechten Parteien im Europaparlament äusserte sich Magyar offen. Miteinander zu reden und die Argumente des Gegenübers anzuhören, schadet seiner Ansicht nach nie. Ob daraus politische Kooperationen entstünden, sei jedoch eine andere Frage.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 04.08.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.