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«Ich habe das Sagen»: Trump weist Netanjahu bei den Verhandlungen mit dem Iran in die Schranken

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«Ich habe das Sagen»: Trump weist Netanjahu bei den Verhandlungen mit dem Iran in die Schranken
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US-Präsident Donald Trump hat erklärt, Israels Premierminister Benjamin Netanjahu werde ein mögliches Atomabkommen zwischen den USA und dem Iran akzeptieren müssen. In einem Interview mit der Financial Times sagte Trump: «Er wird keine Wahl haben. Ich habe das Sagen. Ich habe überall das Sagen. Er hat nicht das Sagen.» Damit machte der Präsident deutlich, dass er die Verhandlungen mit Teheran als Angelegenheit Washingtons betrachtet.

Mark Schiefelbein/AP Photo/Keystone
Donald Trump spricht mit Reportern an Bord der Air Force One
Mark Schiefelbein/AP Photo/Keystone

Die Aussagen fielen kurz nachdem der Iran eine Serie ballistischer Raketen auf Israel abgefeuert hatte. Trotz der Eskalation hält Trump an seinem Kurs fest. Die Angriffe würden «keinen Einfluss» auf die laufenden Verhandlungen mit Teheran haben, sagte er. Auch gegenüber Fox News kündigte Trump an, Netanjahu von einem militärischen Gegenschlag abhalten zu wollen – eine Position, die den öffentlichen Erklärungen der israelischen Armee widerspricht.

Anders als noch in den vergangenen Monaten äusserte sich Trump allerdings zurückhaltender zu den Erfolgsaussichten eines Abkommens. «Ich denke, die Verhandlungen laufen. Wir werden sehen, was passiert», sagte er. Die iranischen Raketenangriffe vom Sonntag würden an seiner Einschätzung nichts ändern. Ein mögliches Abkommen werde sich aus eigener Kraft durchsetzen – oder eben nicht.

Sollte die Vereinbarung scheitern, stellte Trump zwei Optionen in Aussicht: weitere militärische Schritte gegen den Iran oder die Fortsetzung des wirtschaftlichen Drucks durch die bestehende Blockade. Diese sei «wahrscheinlich mächtiger als jeder Angriff», der jemals gegen das Land geführt worden sei.

Für zusätzliche Brisanz sorgen Berichte über ein angespanntes Verhältnis zwischen Trump und Netanjahu. Vergangene Woche hatte das Portal Axios über ein hitziges Telefonat zwischen beiden berichtet. Trump bestätigte gegenüber der Financial Times das Gespräch und widersprach der Darstellung nicht. Demnach soll er Netanjahu scharf kritisiert und ihm vorgeworfen haben, die amerikanischen Bemühungen um Stabilität in der Region zu gefährden.

Die jüngsten iranischen Angriffe erfolgten nach einem israelischen Luftschlag auf ein Hisbollah-Ziel in Beirut. Teheran hat einen dauerhaften israelischen Waffenstillstand zur Voraussetzung für ein mögliches Abkommen mit den USA erklärt. Damit bleibt offen, ob Trumps diplomatische Initiative den Konflikt tatsächlich eindämmen kann.

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