Die britische Regierungspartei Labour hat bei den Regional- und Kommunalwahlen in Grossbritannien schwere Verluste erlitten. Besonders stark zulegen konnte die Anti-Einwanderungspartei Reform UK von Nigel Farage, die in England nach Auszählung der ersten Gemeinden mindestens 200 Sitze errang.
Labour verlor demnach vor allem in traditionellen Hochburgen in Mittel- und Nordengland sowie in Teilen Londons deutlich an Zustimmung. In mehreren Regionen ging die Partei vollständig leer aus. In Tameside im Grossraum Manchester verlor Labour erstmals seit fast fünfzig Jahren die Kontrolle über den Stadtrat. Reform UK gewann dort alle vierzehn zur Wahl stehenden Sitze. Auch in der früheren Bergbaustadt Wigan musste Labour zwanzig Mandate an die Partei von Farage abgeben.
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Die Labour-Abgeordnete Rebecca Long-Bailey bezeichnete die Ergebnisse als «niederschmetternd». Farage erklärte, das Abschneiden seiner Partei übertreffe seine Erwartungen deutlich und markiere einen «historischen Wandel» in der britischen Politik.
Gewählt wurden mehr als 136 Kommunalvertretungen in England sowie Regionalparlamente in Schottland und Wales.
Premierminister Keir Starmer war 2024 mit dem Versprechen angetreten, nach Jahren politischer Instabilität für mehr Ordnung zu sorgen. Sollte Labour auch in Schottland und Wales deutlich verlieren, rechnen Parteikreise laut Medienberichten mit zunehmendem Druck auf Starmer.