Genf bereitet sich mit einem beispiellosen Sicherheitsaufgebot auf den G-7-Gipfel am Genfersee vor, berichtet die Bild-Zeitung. Aus Angst vor Ausschreitungen haben Hunderte Geschäfte, Banken, Hotels und Supermärkte in der Innenstadt ihre Schaufenster und Fassaden mit Holzplatten verbarrikadiert. Nach Angaben von Gewerbevertretern ist die Nachfrage so gross, dass Schreinereien und Holzlieferanten an ihre Kapazitätsgrenzen stossen.
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Hintergrund ist eine angekündigte Grossdemonstration gegen den Gipfel. Die Genfer Polizei rechnet nach Medienberichten heute mit bis zu 50.000 Teilnehmern. Aktivistengruppen haben zu einer internationalen Mobilisierung aufgerufen. Die Behörden befürchten, dass sich unter die Demonstranten auch gewaltbereite Linksextremisten aus mehreren europäischen Ländern mischen könnten.
Der G-7-Gipfel findet vom 15. bis 17. Juni im französischen Évian-les-Bains statt. Weil Frankreich keine Grossdemonstration in unmittelbarer Nähe der Veranstaltung zulässt, konzentrieren sich die Proteste auf die Schweizer Seite des Genfersees. Die Erinnerungen an den letzten Gipfel in Évian im Jahr 2003 sind noch präsent: Damals wurden in Genf Geschäfte geplündert, Scheiben eingeschlagen und Brände gelegt. Der Sachschaden belief sich auf mehrere Millionen Franken.
Um ähnliche Szenen zu verhindern, werden in der Region rund 16.000 Sicherheits- und Rettungskräfte eingesetzt. Darunter befinden sich etwa 4.000 Angehörige der Schweizer Armee. Zum Aufgebot gehören auch Spezialisten für Sprengstoffabwehr, Drohnen, Taucheinsätze und Spürhunde. Auf dem Genfersee patrouillieren rund 30 Boote. Unterstützung kommt zudem aus dem Ausland. Auch deutsche Polizeikräfte werden gemeinsam mit französischen Kollegen im Einsatz stehen.