US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat beim D-Day-Gedenken in der Normandie die europäische Migrationspolitik scharf kritisiert und Migration mit einer Invasion verglichen. Bei einer Rede auf dem US-Militärfriedhof in Colleville-sur-Mer sagte Hegseth laut Medienberichten: «Leider werden heute verschiedene europäische Strände von verschiedenen gefährlichen Ideologien gestürmt: An den Stränden Spaniens, Italiens, Griechenlands und Bulgariens landen Boote und Menschen.»
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Der Minister zog damit einen Vergleich zur Landung der Alliierten am 6. Juni 1944. «Wann werden die europäischen Hauptstädte etwas gegen diese Invasion unternehmen, oder ist es bereits zu spät?», fragte Hegseth. Die europäischen Verbündeten hätten nach seiner Einschätzung noch Zeit, ihre Politik zu ändern. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte europäische Staaten wiederholt wegen ihrer Migrationspolitik kritisiert und vor den Folgen irregulärer Einwanderung gewarnt.
Hegseth nutzte die Gedenkveranstaltung zudem für einen Appell an die europäischen Nato-Partner. «Amerika muss den Weg weisen, und das werden wir tun, aber unsere Verbündeten müssen Schulter an Schulter mit uns stehen», sagte er. Frieden werde «nur durch Stärke garantiert». Er forderte die europäischen Staaten erneut auf, ihre Verteidigungsanstrengungen auszubauen.
Kritik an den Äusserungen kam aus den Reihen der Demokratischen Partei. Der Minderheitsführer im US-Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, erklärte auf der Plattform X, Tausende amerikanische Soldaten seien am D-Day gefallen, um Freiheit zu verteidigen und den Faschismus zu besiegen. Hegseth solle ihr Andenken ehren und respektieren. Das Gedenken dürfe nicht politisch instrumentalisiert werden.