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G-7-Staaten wollen Russland-Sanktionen verschärfen

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Die G-7-Staaten haben sich auf eine Verschärfung der Sanktionen gegen russische Energieexporte verständigt, um den finanziellen Spielraum Moskaus im Krieg gegen die Ukraine weiter einzuschränken. Dies berichtet die Financial Times.

Nach Angaben einer französischen Diplomatiequelle erzielten die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen am Rande ihres Gipfeltreffens in Evian-les-Bains Einigkeit darüber, «den Druck auf Russland zu erhöhen», insbesondere durch neue Massnahmen gegen Öl- und Gasexporte. An den Beratungen nahm auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teil.

THIBAULT CAMUS / POOL / KEYSTONE
Ursula von der Leyen begrüsst Wolodymyr Selenskyj am G-7-Gipfel in Evian-les-Bains
THIBAULT CAMUS / POOL / KEYSTONE

Die Einigung markiert einen neuen Versuch des Westens, die Einnahmen des Kreml aus dem Energiesektor zu begrenzen. Nach Einschätzung mehrerer G-7-Staaten bleibt der Export von Erdöl, Erdgas und verflüssigtem Erdgas eine zentrale Finanzierungsquelle für den russischen Staatshaushalt und damit auch für die Kriegsführung.

Grossbritannien und Kanada kündigten parallel weitere Sanktionen gegen die sogenannte russische Schattenflotte an. Diese umfasst Tanker und Frachtschiffe, die russische Energieprodukte ausserhalb bestehender Sanktionsmechanismen transportieren. London will zudem ein Netzwerk ins Visier nehmen, das nach britischen Angaben westliche Technologie für das russische Militär beschafft.

US-Präsident Donald Trump signalisierte ebenfalls Bereitschaft, den Druck auf russische Energieexporte zu erhöhen. Konkrete Schritte nannte er zunächst nicht. Allerdings laufen in den kommenden Tagen mehrere amerikanische Ausnahmegenehmigungen für den Transport russischen Öls auf dem Seeweg aus. Eine Verlängerung wurde bislang nicht angekündigt.

Selenskyj forderte die G-7-Staaten erneut zu härteren Massnahmen gegen Moskau auf. «Putin will den Krieg nicht beenden, aber er muss dazu gezwungen werden, vor allem durch Sanktionen», erklärte der ukrainische Präsident. Nach seinen Angaben hätten alle Teilnehmer die Notwendigkeit zusätzlicher Strafmassnahmen betont.

Neben Sanktionen diskutierten die G-7-Staaten auch eine weitere Stärkung der ukrainischen Luftverteidigung. Kiew drängt insbesondere auf zusätzliche Patriot-Abfangraketen sowie auf eine Lizenz zur Produktion entsprechender Systeme im eigenen Land.

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