Die Fifa verbietet bei der Fussball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada die Mitnahme leerer Wasserflaschen in die Stadien. Das geht aus dem kurz vor Turnierbeginn angepassten Verhaltenskodex des Weltverbands hervor, über den die Bild-Zeitung berichtet. Darin heisst es ausdrücklich: «Um Zweifel auszuschliessen: Wiederverwendbare Wasserflaschen dürfen nicht ins Stadion mitgebracht werden.»
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Die Regelung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Experten vor hohen Temperaturen an mehreren WM-Spielorten warnen. Nach Einschätzung der Forschungsgruppe World Weather Attribution könnten 26 der insgesamt 104 WM-Partien unter Bedingungen stattfinden, die für Sportler ein erhöhtes Gesundheitsrisiko darstellen. Für das Finalstadion in East Rutherford im US-Bundesstaat New Jersey besteht laut Berichten ebenfalls die Möglichkeit gefährlicher Hitzebedingungen.
Noch im Mai hatte die Fifa eine andere Linie verfolgt. Damals sollten Fans leere, transparente und wiederverwendbare Plastikflaschen mit einem Fassungsvermögen von bis zu einem Liter mitbringen dürfen, um sie an Trinkstationen innerhalb der Stadien aufzufüllen. Von dieser Regel rückte der Weltverband nun wieder ab.
Ein Sprecher der Fifa begründete die Änderung gegenüber der Nachrichtenagentur AFP mit Sicherheitsüberlegungen. Mehrere Austragungsorte hätten wiederbefüllbare Flaschen bereits untersagt. Deshalb habe sich die Fifa für ein einheitliches Verbot entschieden, um Risiken und mögliche Verletzungen von Spielern und Zuschauern zu vermeiden.
Für die Besucher bedeutet die neue Vorschrift, dass Getränke in den Stadien gekauft werden müssen. Nach Angaben der Fifa sollen die Preise unverändert bleiben. Bei der Klub-WM in den USA kosteten Wasserflaschen zuletzt zwischen vier und sechs Dollar.