Bundeskanzler Friedrich Merz ist laut einer internationalen Umfrage der unbeliebteste Regierungschef unter 24 Demokratien. Grundlage ist eine Erhebung des Meinungsforschungsinstituts der Vereinigten Staaten Morning Consult, das Zustimmungs- und Ablehnungswerte in verschiedenen Ländern verglichen hat.
Demnach bewerten 76 Prozent der Befragten die Arbeit des deutschen Kanzlers negativ, lediglich 19 Prozent zeigen sich zufrieden. Damit liegt Merz im Ranking auf dem letzten Platz. Eine separate Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL kommt auf ähnliche Resultate: 78 Prozent Unzufriedenheit stehen 20 Prozent Zustimmung gegenüber.
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Forsa-Chef Manfred Güllner erklärt: «Friedrich Merz war schon während seiner ersten Zeit als aktiver Politiker Anfang der 2000er Jahre einer der unbeliebtesten politischen Akteure in der Bundesrepublik.» Die Vorbehalte hätten sich auch nach seiner Rückkehr in die Politik nicht verringert. Besonders kritisch seien Frauen, junge Wähler und Ostdeutsche. «Nach seiner Wahl zum zehnten Kanzler der Republik konnte er die vielen Vorbehalte gegen ihn nicht verringern – sie wurden im Gegenteil im Laufe seiner bisherigen Regierungszeit noch grösser.»
Als Gründe nennt Insa-Chef Hermann Binkert gebrochene Wahlversprechen und eine schwache wirtschaftliche Entwicklung. «Weder das bürgerlich-konservative Lager noch das linksliberale progressive Lager ist zufrieden mit dem, was die Regierungskoalition umsetzt», sagt er.
Im internationalen Vergleich schneiden andere Regierungschefs besser ab. In Frankreich kommt Präsident Emmanuel Macron auf 18 Prozent Zustimmung bei 75 Prozent Ablehnung. Präsident der Vereinigten Staaten Donald Trump erreicht 38 Prozent Zustimmung, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan 36 Prozent. Spitzenreiter ist Indiens Premier Narendra Modi mit 70 Prozent Zustimmung.