Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Frankreich will keinen Zukunftspanzer mit Deutschland entwickeln – ein Alarmsignal für Rheinmetall-Chef Armin Papperger

Anhören ( 2 min )
KI-Stimme
Frankreich will keinen Zukunftspanzer mit Deutschland entwickeln – ein Alarmsignal für Rheinmetall-Chef Armin Papperger
Frankreich will keinen Zukunftspanzer mit Deutschland entwickeln – ein Alarmsignal für Rheinmetall-Chef Armin Papperger
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Rheinmetall-Chef Armin Papperger warnt vor einem möglichen Ausstieg Frankreichs aus dem deutsch-französischen Panzerprojekt MGCS. Im Gespräch mit der Welt am Sonntag sagte der Vorstandsvorsitzende des Düsseldorfer Rüstungskonzerns, nach seinen Informationen plane Paris, das Budget für das Vorhaben massiv zu kürzen. «Eine Gefahr ist immer da, aber es ist noch nichts entschieden», erklärte Papperger mit Blick auf ein mögliches Scheitern des Projekts.

SHIREEN BROSZIES / KEYSTONE
Frankreich will keinen Zukunftspanzer mit Deutschland entwickeln – ein Alarmsignal für Rheinmetall-Chef Armin Papperger
SHIREEN BROSZIES / KEYSTONE

Nach Angaben des Rheinmetall-Chefs wird in Frankreich über eine Reduktion des vorgesehenen Finanzrahmens auf weniger als die Hälfte der bisherigen Planungen diskutiert. Endgültige Entscheidungen gebe es bislang nicht. Eine deutliche Kürzung hätte nach Einschätzung Pappergers unmittelbare Folgen für Umfang und Zeitplan des Programms. Bereits heute verlaufe die Entwicklung schleppend. «Wenn man weniger Geld zur Verfügung hat, wird man nicht schneller, und wir sind jetzt schon sehr langsam», sagte er.

Das Main Ground Combat System (MGCS) wurde 2017 gemeinsam von Deutschland und Frankreich als Nachfolgeprojekt für den deutschen Leopard 2 und den französischen Leclerc-Kampfpanzer gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines neuen bodengebundenen Kampfsystems, dessen Einsatzbereitschaft derzeit erst für die 2040er Jahre vorgesehen ist. Nach Angaben Pappergers erhielten die vier beteiligten Unternehmen in den vergangenen rund zehn Jahren lediglich 25 Millionen Euro für das Programm.

Die Warnung erfolgt wenige Wochen nach dem Scheitern des deutsch-französischen Kampfflugzeugprojekts FCAS. Für Papperger ist offen, ob MGCS überhaupt realisiert wird. «Ich kann heute nicht sagen, ob es überhaupt ein MGCS geben wird», erklärte er. Die geplante Einführung liege in so weiter Ferne, dass Deutschland bereits an einer eigenen Zwischenlösung arbeite.

Rheinmetall und KNDS Deutschland entwickeln seit gut einem Jahr den Leopard 3. Der neue Kampfpanzer soll Anfang der 2030er Jahre verfügbar sein und die Zeit bis zu einem möglichen MGCS überbrücken. Unabhängig vom Schicksal des Gemeinschaftsprojekts sieht Papperger damit die Position Deutschlands als führender Panzerhersteller gesichert.

Zugleich kritisierte der Rheinmetall-Chef die weiterhin starke nationale Ausrichtung der europäischen Rüstungsindustrie. Politische Interessen und staatliche Einflussnahme erschwerten Zusammenschlüsse und gemeinsame Projekte. Die europäische Konsolidierung komme deshalb nur langsam voran – mit Folgen für Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz der Branche.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 04.08.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.