Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Ich hatte Glück in meinem Leben. Ich habe gearbeitet und hatte Freude und bin stolz. Wenn ich zurückblicke, 50 Jahre, das ist ja eine Zeit. Das ist eine lange Zeit und es macht mich auch stolz, zu sehen, was mein Vater alles aufgebaut hat und was ich weiterführen durfte. Mein grösster Wunsch, dass er das Geschäft einmal übernimmt, ist in Erfüllung gegangen. Da bin ich sehr, sehr stolz und glücklich, dass er den Schritt gemacht hat. Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht. Unabhängig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich am Dienstag, dem 18. Dem 18. am 18. August 2026. Ich hatte gewisse Anlaufschwierigkeiten gestern. Ich glaube, ich sagte, es sei der Montag, 15. August. Da bin ich irgendwie am Samstag stehen geblieben. Also heute ist unwiderruflich der 18. August 2026. Und ich bin hoffentlich auf der Höhe meiner Aufgabe, meiner Ausgabe. Bevor wir starten, ein Live-Read, eine gesprochene Werbeanzeige. Übrigens, verbunden noch mit dem Dank an die legendären Kennys. Ich habe gestern eine zweite, unpräzise, ja man könnte sagen, Fake-News-artige Meldung gemacht. Nämlich, dass der Automobilunternehmer Kenny Eichenberger, vor allem auf den Kanton Aargau, konzentriert sein. Nichts gegen den Kanton Aargau, der bei mir im kollektiven Unterbewusstsein als der Mobilitätskanton einschubladisiert ist, eingeordnet ist, gewissermassen. Nein, Kenny Eichenberger ist natürlich auch stark im Kanton Zürich verwurzelt. Das wollen wir unseren Zuschauern nicht vorenthalten. Jetzt aber der Live-Read und eine ganz andere, nicht minder wichtige Thematik. Silber und Geld. Dafür verwendet man in vielen Sprachen ein und dasselbe Wort. Der Grund? Silber ist das historisch wichtigste Geldmetall und es eignet sich bis heute, um systematisch Wohlstand und Kaufkraft aufzubauen. Doch wann ist der günstigste Zeitpunkt, um Silber zu kaufen? Weil der Preis an den Märkten schwankt, gelingt das perfekte Timing selten. Eine spannende Strategie besteht darin, regelmässig, zum Beispiel monatlich, einen bestimmten Beitrag zu investieren. so ergibt sich im Zeitverlauf ein attraktiver, durchschnittlicher Einkaufspreis. Genau dafür eignet sich das S-Deposito von BB Wertmetall. Es verbindet den Vorteil von physischem Silber mit der Flexibilität eines Online-Depots. Jede Einzahlung fliesst direkt in reines Silbergranulat. Es wird zu 100% versichert in einem Schweizer Zollfreilager, aufbewahrt im Namen des Kunden. Und das Beste, wenn Sie jetzt ein S-Deposito eröffnen, dann erhalten Sie eine Unze Silber geschenkt. Sie verpflichten sich lediglich zu einem Anlageziel von 100 Unzen und einer Ersteinzahlung von 1'000 Franken oder Euro. Also kaufen Sie jetzt Silber und nicht erst, wenn es alle tun. So funktioniert es. Gehen Sie auf s-deposito.swiss und geben Sie den Code ein, Grossbuchstaben WW3-26. 26, Ende des Live-Reads, Ende der gesprochenen Werbedurchsage. Hitzesommer, Klimahysterie. Meine Damen und Herren, ich habe gestern gemahnt, kühlen Kopf zu bewahren. Ich habe das etwas vorsichtig ausgedrückt, so konziliant nach den Sommerferien. Aber wir müssen es hier schon in aller Deutlichkeit und Schärfe noch einmal betonen. Diese Hitzeparanoia, die jetzt in unseren Medien veranstaltet wird, die lässt nichts Gutes hoffen. Das ist sozusagen der versuchte Hundertfach-Steilpass für die Grünen. Das ist natürlich bereits vorgezogener Wahlkampf. Und wir sehen auch schon die triumphalistischen Artikel, in denen Skeptikern oder Gegnern der grünen Klimapolitik unterstellt wird. Sie würden da wissenschaftlich unangreifbare Fakten nicht zur Kenntnis nehmen. Wollen, ja die unangreifbare Wissenschaft, das kommt uns ja bekannt vor aus der Corona-Zeit. Damals gab es ja auch keine anfechtbare Wissenschaft. Was da gewisse Wissenschaftler behauptet haben, musste als eine Art religiöses Dogma sofort abgenickt, ja geradezu bengalisch beleuchtet werden. Aber so funktioniert eben Wissenschaft nicht. Und Wissenschaftler, allem voran dieser Klimapapst Reto Knutti, Die Auftreten... und sich quasi mit der Aura der Unfehlbarkeit ausstattet. Die sind eben quacksalber Pseudowissenschaftler. Man muss das einfach so ausdrücken, weil jeder Wissenschaftler darf nicht auftreten, als hätte er die Wahrheit im Besitz, im Eigentum, denn das gibt es nicht. Die Wahrheit ist immer nur ein vorläufiger Forschungsstand, den es zu widerlegen gilt. Und jede Wahrheit ist nur so stark wie die bessere Hypothese, die bessere Erklärung, die eben folgt. Das ist die Geschichte des Wissenschaftlers. Das ist die Methodik der Forschung, These und deren Falsifizierung. Ganz wichtig. Und wenn wir auf die Hitzethematik abstellen, dann gibt es da eine wesentliche Beobachtung, die ich auch gestern Ihnen dargelegt habe, nämlich diese sogenannten Hungersteine im Rhein, aber auch in der Donau, in der Elbe gibt es die. Das sind im Laufe der Jahrhunderte... bei Tiefwasserstand, bei Dürre hingelegte Steine, auf denen Jahreszahlen eingeritzt sind und zum Teil auch Sinsprüche. Und ich habe viele Zuschriften aus Deutschland erhalten, auch Fotos von solchen Hungersteinen. Sie haben vielleicht in den Medien auch einige gesehen. Und da sehen Sie ganze Zahlenreihen aus vielen Jahrhunderten, in denen der Wasserstand mindestens so tief war wie heute. Und das gilt es einfach zu berücksichtigen, das ist der Klimawandel. Und es gab auch Zeiten, da konnte man über diese zugefrorenen Flüsse laufen, auch in der Schweiz. Und ja, es ist in den letzten Jahren wärmer geworden, das lässt sich feststellen, dafür müssen Sie nicht Klimatologie oder Atmosphärenphysik an der ETH oder an der Uni Zürich studiert haben, da genügt einfach ein gelegentlicher Gang ins Freie. aber verbunden mit diesen apokalyptischen, mit diesen Endzeitszenarien. Ich sage Ihnen einfach, da braut sich politisch etwas sehr, sehr Unheilvolles zusammen. Apropos unheilvolles Zusammenbrauen. Wir haben am gestrigen Tag nun den Auftakt die Oppositionsbewegung gegen die Neutralitätsinitiative gesehen. Die sind vor die Medien getreten in Bern. Und es ist sehr interessant, dass hier eine ziemlich weitgehende Allianz sich da Manifestiert. Lustigerweise wird hier nicht von einer unheiligen Allianz gesprochen. Ganz im Gegenteil. Fünf grosse Parteien treten gegen die Neutralitätsinitiative an. Es sind dabei die FDP, die Mitte-Partei, die Grünen, die GLP und die SP. Also ein links-mitte-links-mitte-halbrechts-Bündnis. das sich da zusammenbaut, eben zusammenbraut gegen die schweizerische Neutralität. Und sie behaupten einfach, wir verkörpern die bewährte schweizerische Neutralität. Und das, was da Christoph Blocher in die Verfassung schreiben will, das ist eine Pervertierung, das ist ein Gefängnis, das sind Fesseln, das ist die Rhetorik. Und weil einem sonst nichts Besseres einfällt, sagt man Moskau einfach, jeder, der für die Neutralität ist, ist faktisch ein Handlanger Russlands. Das ist das. Argument der Neuen Zürcher Zeitung, aufmunitioniert durch einen Leitartikel des Chefredaktors Erik Guyer am letzten Samstag. Dort hat er aufgerufen dazu, auch in der Schweiz, jetzt endlich diesen vermaledeiten Wladimir Putin zum grossen Feind zu erklären. Und wenn man jemanden zum Feind erkläre, und da variiert er entsprechende politische Theorien aus dem letzten Jahrhundert, dann würde man eben auch den Kriegsfall in Erwägung ziehen. Mit anderen Worten, die NZZ bläst zum Krieg gegen Russland. Und da kann ich Ihnen sagen, das ist jetzt also ein Bruch mit allen Neutralitätstraditionen, welche die NZZ selber unter ihrem legendären, unter dem legendärsten, ihrer legendären Chefredaktoren, der noch etwas länger am Ruder war, als der geschätzte Eric Gouier, nämlich unter Willy Bretscher, verkörpert hat. Willi Brettscher hat bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, ich habe das hier schon öfters dargelegt, klipp und klar festgehalten, bedingungslose Gleichbehandlung aller Kriegsparteien. Er war ein erbitterter Nazi-Gegner. Er war gegen Hitler, aber nach dem Einmarsch der Nazi mit 1,5 Millionen Wehrmachtsoldaten in Polen, das ist übrigens die Grösse einer Invasionsarmee, wenn da in unseren Zeitungen immer wieder geschrieben wird, die Vollinvasion, Putin sind die Ukraine mit damals 150'000 Soldaten. Das ist einfach keine Vollinvasion, es ist eine Invasion. Man darf sie auch verurteilen, man soll auch dagegen sein, das ist gar nicht der Punkt. Der entscheidende Punkt ist, beschreiben wir damit eigentlich die russische... ...strategie richtig und vor allem verhalten wir uns richtig angesichts dieser Strategien. Wir können ja nicht den Kreml fernsteuern und auch wenn wir uns aufregen und empören in Bern, dann wird das einen herzlich kleinen Einfluss auf die Russen haben. Und wenn wir uns am Krieg beteiligen, dann wird das diesen Krieg auch nicht entscheiden. Wohl aber kann es den Krieg auf die Schweiz lenken und die Schweiz beteiligt sich am Krieg. Sie macht mit im Wirtschaftskrieg, sie ist Kriegspartei. Wir haben den Verstand verloren, meine Damen und Herren, denn wir haben ja gar keine Armee, mit der wir uns verteidigen können. Und so führt ein Falsches zum anderen. Das Falsche türmt sich auf. Denn wenn man natürlich sich aus dem Balkon lehnt und auf den roten Teppichen der moralischen Selbstinszenierung auch glaubt, noch mitmachen und mitmischen zu müssen in diesem Krieg, dann kommt dann bald einmal die zweite Erkenntnis und man realisiert, dass man nackt dasteht wie die schweizerische Armee. die sich ja gar nicht und unser Land über einen längeren Zeitraum, über ein paar Tage hinaus, Wochen vielleicht, verteidigen könnte. Und dann kommt natürlich die Panik, oh, wir sind ja gar nicht verteidigungsfähig, haben die Neutralität preisgegeben, ja, jetzt müssen wir uns erst recht den Kooperationspartnern der UNO unterwerfen. Das ist die fatale Rhetorik, das ist die fatale Logik, die Irrlogik, die wir jetzt sehen, und sie wird hier verkörpert von diesem... Linksbündnis, an dem die FDP und die Mitte Partei mitmachen. Da sehen Sie auch, wo diese Parteien stehen in Bezug auf die wesentliche schweizerische Staatssäule der schweizerischen Neutralität. Und ich sage es Ihnen noch einmal, die NZZ war sich früher der Tragweite und der Bedeutung der schweizerischen Neutralität bewusst. Sie haben gesagt, immerwährend, bewaffnet, integral, umfassend, also auch Wirtschaftssanktionen betreffend, ist verboten. diplomatische Einmischung, dieses Permanente Herumgeschwätze und Herumkommentieren der internationalen Ereignisse, das ist für die Schweiz eine No-Go-Area, das ist ein Sperrbezirk. Man soll schweigen als Regierung und nicht überall reinquatschen und sich so Feinde machen. Und in angespannten Situationen gilt das erst recht. Also zurück zur bewährten Neutralität und nicht zu dieser Gummi und Schein. und nicht Neutralität, den dieses Bündnis da, diese links-rote Mitte-FDP-Koalition jetzt da zu vertreten behauptet. Das ist die Gummineutralität. Und der Chefpublizist des Hauses Ringier, Frank A. Mayer, mit einem unglaublich geschmäcklerischen Artikel am Wochenende, ja könnte es sein, dass sich die Schweiz seit dem Zweiten Weltkrieg verändert hat. Könnte es sein, dass wir heute von Freunden umzingelt sind? Ja, das sind grossartige Freunde in der Europäischen Union, die uns immer wieder die Daumenschrauben anlegen, wenn wir nicht nach ihrer Pfeife tanzen. Das sind ja grossartige Freunde, wenn ein EU-Botschafter der Schweiz sagt, also wenn ihr nicht pariert, dann kommt ihr auf die Speisekarte. Was für grossartige Freunde. Der Frank Ameyer lebt jetzt seit Jahren in Berlin und das ist ein Schweizer, der an Schweizmüdigkeit und Schweizer Verdrossenheit leidet. und bewundert eben diese Diese Grossartigkeit, diese angebliche Pseudo-Grossartigkeit der Europäischen Union. Und deshalb hat er auch überhaupt keinen Sinn für die schweizerische Neutralität. Kriege haben sich nicht wesentlich verändert. Es geht darum, den Feind auszuschalten, Menschen umzubringen, Städte in Schutt und Asche zu legen. Sein oder nicht sein, mitmachen oder nicht mitmachen. Man kann nicht... Ein bisschen schwanger sein, man kann auch nicht ein bisschen neutral sein. Und Verpflichtung auf internationale Grundsätze, die auch die Glaubwürdigkeit der schweizerischen Position umfassen, da musst du es durchziehen, da musst du eben glaubwürdig sein, in Friedens- wie in Kriegszeiten. Also das sind unglaubliche Fake News, die jetzt da gebracht werden. Ich habe es gestern gesagt, das ist eben Ausdruck dieser Wohlstandsverwahrlosung, die wir in der Schweiz haben. Und da ist es kein Wunder, dass die Leute nicht mehr verstehen, was Neutralität ist. Umso wichtiger ist es, dass wir hier entgegentreten. Alle Zeitungen, alle Parteien, bald werden auch die Kirchen kommen, die sogenannten Intellektuellen, die Pseudo-Intellektuellen, die Studierten, nicht die Gescheiten, die sind für die Neutralität, meine Damen und Herren. Die werden jetzt alle Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um die schweizerische Neutralität kaputt zu reden. Wir werden in der Weltwoche... natürlich dagegen halten. Und wir werden auch aufzeigen, wie die Neue Zürcher Zeitung als wichtige Schweizer Zeitung ihr neutralitätspolitisches Erbe verrät und die heutigen Wortführer der Neutralität bzw. der Antineutralität, der Gummineutralität, allem voran Chefredaktor Eric Goyer, der sich sowieso nur für Deutschland interessiert, der ist auf diesem Irrweg und seine Angestellten da, seine Handlanger wie der Rüstungsexperte Hässler, der hier einmal gesagt hat, ja, die Neutralität war richtig in dieser klassischen Form, wenn der Krieg in unmittelbarer schweizerischer Nähe war, aber wenn er eben weiter entfernt tobt, dann müssen wir nicht mehr so neutral sein. Hat er in einem Interview mit mir hier gesagt? Das ist diese absolut unseriöse, opportunistische Gummineutralität. Und wenn der Krieg... Und diese Sorge habe ich, und das sind ja auch die Schlagzeilen, Sie sehen ja auch die entsprechenden Entwicklungen. Wenn der Krieg dann tatsächlich auf andere Länder übergreift, dann haben wir dann viel näher an unserer Landesgrenze, als uns lieb ist. Also da sehen Sie, da wird einfach Unsinn geredet, meine Damen und Herren, es wird Unsinn geredet. Jetzt aber lassen wir uns nicht davontragen von diesem Thema, bleiben wir ganz kompakt bei den Nachrichten. Es wird besprochen, es wird diskutiert in der Schweiz, Thema Mehrwertsteuer. Wir sind jetzt bei 8,1%. Es gibt noch Ausnahmeregelungen. Aber da werden Aufrüstungen geplant für die Finanzierung der AHV-Rente, der 13. der Gratifikation in Sachen Sozialwerke. Da sollen 0,4% Mehrwertsteuererhöhung folgen. Dann für die rüstungspolitischen Anliegen des Wehrministers Martin Pfister sollen noch einmal 0,5% folgen, wodurch die Schweiz dann in EU-Gefilde... hineinrutschte. Da bin ich strikt dagegen. Da muss auch die bürgerliche Seite in Bern ganz stark opponieren. Aber Sie werden sehen, die werden nicht die Kraft dazu haben. Wir sind nicht in der Lage momentan in der Schweiz umzuschichten. In diesem gigantischen Budget, das wir haben, in diesem sich stets vergrössernden Budget mit immer mehr Staatsangestellten, das ist ausser Rand und Band. Da haben die Jungfreisinnigen eine sehr verdienstvolle Initiative jetzt lanciert gegen den permanenten und Bürokratieausbau, ob ihre Mittel geeignet sind, das zu stoppen. Wir werden es sehen, man wird das auch diskutieren, aber die Zielrichtung stimmt sicher. Auf der anderen Seite liegen die Jungfreisinnigen falsch, wenn sie jetzt eben wie die Alten auch mitmachen gegen die schweizerische Neutralität. Das ist unfreisinnig, das ist nicht jungfreisinnig, sondern unfreisinnig, denn die schweizerische Neutralität ist eine absolute Säule, ein Identitätsmerkmal unserer freiheitlichen, demokratischen und weltoffenen Schweiz. Und übrigens, wer die Neutralität verteidigt, verteidigt eben auch die Unabhängigkeit der Schweiz gegenüber der Europäischen Union. Warum sind denn all diese EU-Turbos für die Schleifung der Neutralität? Warum jubeln die jetzt alle, wenn es heisst, ja, NATO-Annäherung, Neutralität möglichst flexibel gestalten? Ja, das sind eben die gleichen Leute, die auch möglichst flexibel die schweizerische Unabhängigkeit in eine Abhängigkeit, in eine Unterwerfung unter die Europäische Union umfunktionieren wollen. Stopp, fertig, aufhören. Das ist der falsche Weg, das ist unschweizerisch, unfreiheitlich, unfreisinnig. Also da sind die Jungfreisinnigen auf Wegen, kommen sie sich selber abhanden. Ciao, ciao, Sonderfall, die Schweiz und der Sommer der unangenehmen Erkenntnisse. Ja, das ist dieser Pseudo-Realismus jetzt da auch in der Neuen Zürcher Zeitung. Die Inlandschefin Christina Neuhaus, sie sagt, ja, die Schweiz hat jetzt ganz harte Erkenntnisse erlebt. Amerika kritisiert uns, Russland mischt sich in die Neutralitätsdiskussion ein. Das ist ja logisch. Wir mischen uns mit Wirtschaftssanktionen handgreiflich und kriegerisch in innenpolitische russische Verhältnisse ein. Und jetzt empören sie sich, wenn da ein paar Russen sich da entsprechend zur Neutralität äussern. Der übrigens viel zitierte Vorfall, da mit Maria Sakharova. Die Sprecherin des Aussenministeriums hat ja gesagt, sie habe mit einem Journalisten mal über die Neutralität gesprochen. Dieser Journalist übrigens war ich in einer russischen Fernsehsendung. Und obwohl ich weitgehend ihre Einschätzungen zur Aushöhlung der schweizerischen Neutralität geteilt habe, habe ich ihr keinen Millimeter recht gegeben. Eine legendäre Sendung, leider ist sie nie ausgestrahlt worden in der Schweiz. Ich habe Frau Sakharov, und sie hat es ja auch gesagt, sie habe dann Burufe geerntet. Ja, richtig. Denn ich habe ihr gesagt, Frau Sacharova, Sie liegen falsch. Die Schweiz ist immer noch neutral. Das habe ich natürlich im russischen Fernsehen gesagt. In der Schweiz drücke ich es dann etwas anders aus. Da bin ich kritisch gegenüber unserer Regierung, aber sicherlich nicht im Ausland. Da habe ich gesagt, die Schweiz ist sicherlich noch neutral. Wir haben seit 500 Jahren kein anderes Land mehr angegriffen und wir unterstützen die Ukraine nicht militärisch. Das ist der neutralitätsrechtliche Kern. Kritik übe, wo ich Verständnis habe für Ihre Kritik, ist beim Thema Wirtschaftssanktionen. Das habe ich ja schon gesagt. Aber die Behauptung, die Schweiz sei integral nicht mehr neutral, das sind Fake News. Aber ich bin der einzige Schweizer Journalist, der das dann auch der Sprecherin des Aussenministeriums gesagt hat. Nicht wie diese Warmduscher da in den anderen Redaktionsstuben. Ja, wer zur Schweiz steht, wendet sich gegen die Einmischung Russlands in den schweizerischen Abstimmungskampf. Wer zur Schweiz steht... steht zur Neutralität. Und wer zur Schweiz steht, der ist gegen die Einmischung der Schweiz in innerrussische Verhältnisse durch die Teilnahme an den Wirtschaftssanktionen der Europäischen Union. Das ist nämlich die Preisgabe der schweizerischen Aussenpolitik. Wir haben den Löffel abgegeben. Also wenn die NZZ hier plustern und etwas aufgeblasen schreibt, wer zur Schweiz steht, also ihr steht sicherlich nicht zur Schweiz, wenn ihr laufend die Neutralität unterhöhlt. Lehrpersonen geht es gut, sie haben genügend Ressourcen, das sagen SVP und FDP zu den Lehrerlöhnen. 83 Millionen Franken für die Zürcher Lehrpersonen. FDP und SVP nennen die Entlastung einer verkappten Lohnerhöhung. Der Lehrpersonenverband widerspricht. Ja, gestern erster Schultag, auch in meiner Familie. Ich habe einige erste Schultage beobachtet, bei meinem Zweitältesten und bei meiner Tochter, die jetzt da in eine nächste Stufe gekommen sind. Grosser Respekt vor den Schulen, fantastisch. Ich bin ja ein grosser Sympathisant des Lehrerberufs. Aber ich muss sagen, angesichts der dermassen verideologisierten, verbürokratisierten Schulentwicklung, wie wir sie in der Schweiz haben, bin ich auch ein Skeptiker, wie die FDP und die SVP, was jetzt einfach die Ausstattung mit noch mehr Geld angeht. Ich glaube, man müsste hier tatsächlich die Schule auch wieder auf den traditionellen Weg zurückführen. und nicht mit Geldpflästerli versuchen, mögliche Unzufriedenheiten abzukürzen. Oppositioneller Lev Schlossberg zu elf Jahren Straflage verurteilt. Ja, das ist auch zu verurteilen. Das empfinde ich als ein nicht-metaphysischer Russland-Hasser und Gegner Russlands. Ich empfinde das als hochgradig tragisch und schmerzhaft, wie sich da Russland eben in eine... auch autoritäre Entwicklung hineinbegibt. Und das ist ja schon länger absehbar. Hat aber eben auch damit zu tun, dass der Westen mit seiner Powerplay-Politik, mit seiner NATO-Osterweiterungspolitik diese nationalistischen, autoritären Tendenzen befördert hat. Die Jabloko-Partei, die nun nicht antreten soll bei den nächsten Wahlen. Ich kenne die, ich habe auch ihren Gründer Jablinski schon interviewt, der ein kritisches aber auch ein differenziertes Verhältnis damals mit Putin verbannt. Jetzt soll diese Partei nicht mehr zu den Wahlen antreten. Das ist falsch. Aber selbst wenn wir das falsch finden, ist das noch lange kein Argument und keine Rechtfertigung dafür, gegen Russland in den Krieg zu ziehen, wie das die NZZ fordert und dieses Parteienbündnis. Das ist das Parteienbündnis der Kriegstreiber, meine Damen und Herren. Und dagegen muss man sich einfach aus schweizerischer Sicht... zur Wehr setzen. Ich danke Ihnen herzlich für die Aufmerksamkeit. Das war es mit Weltwoche Daily Schweiz. Etwas ausführlicher heute. Ich werde mich gleich in der internationalen Ausgabe wieder grösster Kürze und Kompaktheit befleißigen. Bis gleich. Wenn ich etwas schwitze da vor den Kameras, dann hat das damit zu tun, dass wir hier keine Klimaanlage haben und es in dem alten Redaktionsgebäude der altehrwürdigen Weltwoche also etwas wärmer wird, vor allem in den höheren Etagen. Bis gleich. Ich hatte Glück in meinem Leben. Ich habe gearbeitet und hatte Freude. Und ich bin stolz. Wenn ich zurückblicke, 50 Jahre sind schon eine Zeit. Es ist eine lange Zeit und es macht mich auch stolz, zu sehen, was mein Vater alles aufgebaut hat und was ich weiterführen durfte. Mein grösster Wunsch, dass er das Geschäft einmal übernimmt, ist in Erfüllung gegangen. Da bin ich sehr, sehr stolz und glücklich, dass er diesen Schritt gemacht hat.

Loading the player...

Feind Putin: NZZ-Gujer bläst zum Krieg gegen Russland. FDP und Links-Grün: Allianz gegen Neutralitäts-Blocher. Höhere Mehrwertsteuern: Schweizer Politik schmeisst Geld zum Fenster raus. Hitzepanik: Aufgepasst vor Fake News

Anhören ( 24 min )
Feind Putin: NZZ-Gujer bläst zum Krieg gegen Russland. FDP und Links-Grün: Allianz gegen Neutralitäts-Blocher. Höhere Mehrwertsteuern: Schweizer Politik schmeisst Geld zum Fenster raus. Hitzepanik: Aufgepasst vor Fake News
Feind Putin: NZZ-Gujer bläst zum Krieg gegen Russland. FDP und Links-Grün: Allianz gegen Neutralitäts-Blocher. Höhere Mehrwertsteuern: Schweizer Politik schmeisst Geld zum Fenster raus. Hitzepanik: Aufgepasst vor Fake News
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Kapitel

  1. Einleitung und Lebensrückblick
  2. Begrüssung und Tagesankündigung
  3. Live-Read und Werbung
  4. Silber als Anlage
  5. Klimathemen und Medienkritik
Für das Inhaltsverzeichnis und die Navigation im Video ist ein Abonnement erforderlich.

Weltwoche daily ohne externe Video-Werbung geniessen? Werden Sie Abonnent!
Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 06.10.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.