Immer mehr Beschäftigte in Deutschland wollen vor dem gesetzlichen Rentenalter aus dem Berufsleben ausscheiden. Dies geht aus dem Gesundheitsreport 2026 der Krankenkasse DAK hervor, über den der Tagesspiegel berichtet. Demnach denken 44 Prozent der Befragten darüber nach, vorzeitig in Rente zu gehen. 35 Prozent möchten bis zum gesetzlichen Renteneintritt arbeiten, 9 Prozent planen, darüber hinaus berufstätig zu bleiben.
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Besonders ausgeprägt ist der Wunsch nach einem früheren Renteneintritt bei den über 50-Jährigen. In dieser Altersgruppe wollen 52 Prozent vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Dabei spielt nach Angaben der DAK der Gesundheitszustand eine wichtige Rolle. Von den Beschäftigten über 50, die ihren Gesundheitszustand positiv bewerten, planen 48,7 Prozent einen früheren Renteneintritt. Bei den gesundheitlich Unzufriedenen liegt der Anteil bei 60 Prozent.
DAK-Vorstand Andreas Storm sieht deshalb die Arbeitgeber in der Verantwortung. «Wenn jeder zweite Beschäftigte über 50 Jahre heute über einen vorzeitigen Renteneintritt nachdenkt, verdeutlicht dies den grossen Handlungsdruck», sagte er. Unternehmen müssten mehr für die Gesundheit älterer Beschäftigter tun.
Der Bericht zeigt zudem Unterschiede beim Krankenstand. Beschäftigte ab 50 Jahren werden zwar seltener krankgeschrieben als jüngere Arbeitnehmer, fallen im Krankheitsfall jedoch deutlich länger aus. Während jüngere Beschäftigte durchschnittlich 8,2 Tage arbeitsunfähig waren, dauerte eine Krankschreibung bei den über 50-Jährigen im Mittel 16,3 Tage.