Kapitel
- Einleitung und Begrüssung
- Finanzmärkte und Zinspolitik
- Werbung für S-Deposito von BB Wertmetall
- Schweizer Neutralitäts-Polo-Shirts
- Nuclear Energy Summit
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Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily. Die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich am Dienstag, dem 15. September 2000. 26 direkt aus dem Haus der Schweizerischen Neutralität. Ich starte mit einem Live-Rip mit einer gesprochenen Werbeanzeige. Drehen die USA an der Zinsschraube? Diese Frage hält die Finanzmärkte auf Trab. Die Notenbanker wissen das und spielen geschickt mit der Psychologie. Sie reden gern von einer starken Währung, bleiben aber meistens bei einer Politik des billigen Geldes. Wer in Edelmetalle investieren will, sollte deshalb weniger auf kurzfristige Zinsfantasien schauen. und mehr auf die realen Bestände. Besonders spannend ist Silber. Seit acht Jahren übersteigt die globale Nachfrage das Angebot, wie Analysen des Schweizer Edelmetallanbieters BB Wertmetall zeigen. Jede Hightech-Anwendung von KI bis zu Photovoltaik ist auf Silber angewiesen. Auch Silberbarren und Medaillen stehen bei Anlegern hoch im Kurs. Langfristig dürfte sich der Preis dieser Realität anpassen. Wie können Sie von diesem Potenzial profitieren? Mit dem S-Deposito von BB Wertmetall. Es verbindet den Vorteil von physischem Silber mit der Flexibilität eines Online-Depots. Jede Einzahlung fliesst direkt in reines Silbergranulat. Dieses wird zu 100% versichert in einem Schweizer Zollfreilager aufbewahrt im Namen des Kunden. Eröffnen Sie jetzt ein S-Deposito und Sie erhalten eine Unze Silber geschenkt. Sie verpflichten sich lediglich zu einem Anlageziel von 100 Unzen und einer Ersteinzahlung von 1000 Franken oder Euro. So funktioniert es. Gehen Sie auf s-deposito.swiss und geben Sie den Code ein WW3-26. WW3-26, Ende des Live-Reads, Ende der gesprochenen Werbeanzeige. Hinweis in eigener Sache, unsere exklusiven Schweizer Neutralitäts-Polo-Shirts sind ab sofort bestellbar auf weltwoche.ch-neutral. weltwoche.ch-neutral Hochwertig verarbeitet, zeitlos, elegant und streng, limitiert auf nur, ja, welche Zahl wohl, 1291 Stück pro Farbe, in Rot, Blau und Weiss. Ganz besonders die rote Patriot Edition mit Schweizer Kreuz und 1291, dem Gründungsjahr unserer Eidgenossenschaft auf den Ärmeln. Schauen Sie jetzt in unseren Onlineshop. Es hat, solange es hat, tragen Sie ein Stück Schweizer Neutralität und Weltwoche. Auf der Brust, Weltwoche, die sitzt, weltwoche.ch-neutral. Gestern, Co-Produktion, Arnova und Weltwoche, Nuclear Energy Summit. Den ganzen Tag diskutierten wir über die Zukunft der Energie und vor allem über den weltweiten Boom der Kernenergie. Abgesehen davon auch Blick in die Kristallkugel, beziehungsweise in die Realität der Fusionstechnologie, dass man also Kerne da verschmilzt und gewaltige Energien entfesseln kann zum Wohle der Menschheit. Ja, alle Technologien haben ihre guten und ihre weniger guten Seiten, aber beim Thema Nuklear ist es überfällig, dass wir aus diesem magischen, abergläubischen Denken herauskommen und uns da wieder den Realitäten zuwenden. Die letzten Jahre waren gewissermassen... Ein Mittelalter, das waren die dunklen Zeiten des magischen, des nicht mehr wirklichkeitsgetreuen Denkens. Und umso wichtiger ist es und umso... Mehr freue ich mich auch und empfinde es als Privileg, dass wir diese Veranstaltung machen können, dass wir da eben über diesen Energieträger diskutieren. Was mich beeindruckt hat, ist die unglaubliche Innovationskraft, die wir da beobachten in diesem Sektor weltweit. Wir hatten hochkarätigste Gäste aus den USA, Wissenschaftler, aber auch Unternehmer aus China, erstmals jetzt Leute dabei aus Polen, aus Schweden, aus Israel, aus Dänemark. aus der Schweiz selbstverständlich Anleger, Investoren, aber auch Interessierte sind da dabei gewesen, den ganzen Tag über Nuklearenergie, Kernenergie, die Schweiz übrigens auch wissenschaftlich da in einer Vorreiterrolle, nach wie vor glaube ich, so was ich mitbekommen habe aus den Diskussionen, aber mit dem Paul-Scherrer-Institut sind wir da natürlich schon früh in Erscheinung getreten. Also das war ein wirklich voller Erfolg dieser Nukleargimpfel. im Dolder Grand in Zürich. Vielen herzlichen Dank allen Beteiligten. Übrigens waren auch journalistische Kollegen dabei. Dominik Feusi vom Nebelspalte mit einer sehr kompetenten Überblickstarstellung zur politischen Situation der Kernenergie in der Schweiz. Die ist ja sich am Aufhellen, aber nach wie vor, auch wir stehen da noch unter den miserablen... Letztlich natürlich verheerenden, wenn auch zum Glück nicht in der deutschen Gründlichkeitsform ausgespielten Folgen der Entscheidungen der damaligen Bundesrätin Doris Leuthardt, die Energieministerin war. Es ist übrigens interessant, dass immer diese Mitte-Bundesrätinnen im Zentrum von ziemlich fragwürdigen Entscheidungen stehen. Doris Leuthardt mit dem Kernenergieausstieg und dann ihre Parteinachfolgerin, könnte man sagen, Viola Amherd. mit diesem F-35-Fixpreis-Debakel, das ja den ganzen Bundesrat, die Bundesverwaltung und vor allem auch das VBS, also das Militärdepartement, das Wehrdepartement, ganz schlecht aussehen lässt. Man hat diese Verträge gar nicht gelesen. Wenn Sie sich das mal vorstellen, und in den Medien dämmert erst langsam die Einsicht, dass vielleicht auch bei den EU-Verträgen, die ja noch viel umfangreicher sind als diese F-35-Verträge, dass vielleicht dort auch nicht alles gelesen wurde. Trotzdem... wird einem das Blaue vom Himmel herunter erzählt. Und das ist der Punkt, die SP, das habe ich jetzt in der NZZ gelesen, die möchte eine parlamentarische Untersuchungskommission dazu durchführen. Klar, die Sozialdemokraten wollen diesen Kampfflieger letztlich abschiessen. Das ist ihre Zielsetzung. Das Motiv ist falsch. Sie versuchen hier natürlich die Schweizer Landesverteidigung zu schwächen. Die SP ist auch gegen die... Die Neutralität war sie immer schon, weil die SP in die Europäische Union drängt. Sie drängt auch deshalb in die Europäische Union, weil sie an der direkten Demokratie und bei Wahlen nicht mehr durchdringt, weil sie dort natürlich verliert, aber man hofft in den unübersichtlichen, byzantinischen, von Politikern vor allem geprägten Wandelgängen der Europäischen Union, wo das Volk eben nichts mehr zu sagen hat und die Politiker alles. Man versucht dann dort quasi gestalten und Einfluss nehmen. Da müssen wir höllisch aufpassen. Und das ist das grosse Problem bei dieser ganzen Neutralitätsdiskussion, dass die Gegnerschaft dieser Neutralitätsinitiative, und das muss einfach all jenen Patrioten, die nicht bereit sind, die Schweiz aufzugeben, endlich einleuchten, dass der Kampf gegen die Neutralität ein Kampf gegen die Unabhängigkeit der Schweiz ist. Und all die, die die Neutralität nicht verbindlich... die festschreiben wollen, die den Bundesrat verbieten wollen, die Schweiz in die NATO hineinzuführen, die Schweiz in Kriege Dritter hineinzustürzen. All diese Leute, die sind für den EU-Beitritt bzw. für die EU-Unterwerfung, die sind für die immer weitergehende Annäherung, sprich eben Andockung, Anbindung, Unterwerfung der Schweiz unter die Europäische Union. Und das müssen wir verhindern. Ich meine, was braucht es denn noch? Wie? Wie viele Beispiele sind denn da noch zu liefern? Schaut doch mal über die Landesgrenzen hinaus. Schaut mal die Entwicklung an von Deutschland und Frankreich wirtschaftlich. Schaut mal die Löhne an in diesen Ländern. Das ist doch eine Tragödie. Die EU ist wie ein Senkblei. Die EU ist wie eine Krankheit, die hier diese Staaten befallen hat. Ich bestreite ja nicht, dass die EU aus ursprünglich noblen Motiven und historischen Entwicklungen heraus entstanden ist, daran zweifelt ja niemand. Um das geht es aber auch nicht. Es geht um die heute real existierende Europäische Union und die ist Gift für die Europäische Union. Die Schweiz institutionell, dass wir wirtschaftlich mit allen zusammenarbeiten wollen, dass wir mit allen Ländern dieser Welt freundschaftliche Beziehungen unterhalten wollen, das ist seit jeher der Auftrag einer neutralen Schweizer Aussenpolitik, übrigens auch mit jenen Staaten freundschaftliche Beziehungen, deren Systeme uns privat in unserer eigenen Meinung nicht gefallen mögen. Aber wer sind wir denn, wenn wir glauben, uns jetzt da sozusagen schnöde? als Weltschiedsrichter aufspielen zu können. Die SP also mit einer parlamentarischen Untersuchungskommission an sich das Anliegen berechtigt, aber mir gefällt da die Stossrichtung der Hintergrund nicht. Wäre ich noch Parlamentarier, würde ich mich dagegen stellen. Man weiss ja im Grunde schon alles, was man wissen muss, dass diese Politiker die Verträge nicht gelesen haben, dass sie die Unwahrheit erzählt haben. dass diese Unwahrheit aber auch von Rüstungspolitiken in allen Parteien, auch in der SVP, nachgebetet wurde, dass man das zu wenig kritisch hinterfragt hat, dass man einfach geglaubt hat, was da von der Regierung, vom Bundesrat gekommen ist, dass eben auch im Gesamtbundesrat viel zu wenig kritisch hinterfragt und nachgeschaut wurde. Und das wirft ein bezeichnendes, ein entlarvendes Licht auf den Lotterbetrieb, den wir eben im Bundeshaus oben sehen. haben. Das einzig Gute an dieser Sache ist, dass es so deutlich jetzt zu Tage tritt. Finanzkontrolle wollte Röstis Projekte stoppen. Albert Rösti, der SVP-Bundesrat unter dem Elektronenmikroskop der eidgenössischen Finanzkontrolle. Da gibt es Beanstandungen bezüglich seiner Verkehrsprojekte. Schwierig zu beurteilen, was dahinter steckt. Auf jeden Fall wehrt sich da das Departement und sie sagen diese... Beanstandungen würden zu kurz greifen. Sorge vor Angriff Russlands wächst, titelt der Tagesanzeiger und zitiert dort einen österreichischen Experten, der nun wirklich zur Neutralität den grössten Unsinn erzählt. Aber das ist eben der landläufige Unsinn, der zu diesem Thema herumgeboten wird. Ich zitiere Franz-Stefan Gadi, Militäranalyst, habe jüngst in der NZZ, ja wo denn sonst, Erklärt, kleine Länder könnten sich heute nicht mehr allein verteidigen. Falsch, kleine Länder können sich allein verteidigen. Ein derartiger Mist, was hier erzählt wird. Was ist denn Vietnam gegen die USA? Haben sich die Vietnamesen nicht auch selber verteidigen können? Natürlich auch unterstützt im Ernstfall von anderen Ländern, weil die Interessen regieren. Entscheidend für das Können ist das Wollen, wenn sich kleine Länder selber verteidigen. wollen, dann können sie sich auch selber verteidigen. Afghanistan hat sich übrigens auch selber verteidigen können gegen die übermächtige USA. Afghanistan hat sich übrigens auch gegen die übermächtige Sowjetunion selber verteidigen können. Ein derartiger Quatsch, der von solchen Militärexperten da geschieht. Das sind keine Experten, das sind einfach Politklagöre, die das unter dem Expertenmantel erzählen. was die regierenden Eliten hören wollen. Also eine Expertendämmerung ist da gefragt, beziehungsweise ist die offensichtlich, wenn man das liest. Auch sagt er, mit dem ersten Schuss Russlands an der europäischen Aussengrenze wäre die Neutralität Geschichte. Schon wieder Mumpitz. Die Schweiz wird ja nicht von Russland angegriffen. Ich meine, wenn wir mitmachen, wenn wir uns noch mehr in diesen Krieg einmischen, wenn wir über die Wirtschaftssanktionen hinaus, über den Wirtschaftskrieg hinaus, dann auch noch weiter mitmachen, bzw. mit dem Wirtschaftskrieg alleine, bringt sich die Schweiz schon in Gefahr. Aber wenn die Schweiz neutral bleibt, dann verringert sie mal die Wahrscheinlichkeit, überhaupt angegriffen zu werden. Warum sollten die Russen uns angreifen, wenn wir neutral sind? Wenn wir nicht neutral sind, wenn wir den Krieg der anderen gegen Russland unterstützen, ja dann steigt die Wahrscheinlichkeit. Die Neutralität alleine, aber da musst du auch kein besonders grosses Hirn haben, um das zu verstehen, die Neutralität alleine schützt natürlich noch nicht. Sie brauchen dazu eine Armee, aber eine eigene. Wenn du die NATO in der Schweiz hast, wird dann wohl die Wahrscheinlichkeit eines Angriffs kleiner oder grösser, da die NATO gleichzeitig schon Krieg führt gegen Russland. Also meine, wie blöd, Entschuldigung, kann man eigentlich in dieser Debatte sein? Das erfüllt einen geradezu mit Fassungslosigkeit, aber die Argumente sind ja derart offensichtlich falsch, dass man sie nun also wirklich... durchschauen kann. Grosses Thema übrigens auch die neuen Brillen, mit denen man sofort jemanden fotografieren oder filmen kann. Wobei die meisten haben da ein Lichtlein. Man sieht dann, wenn man gefilmt wird. Aber das würde mich nicht überraschen, dass es irgendwann auch mal Brillen gibt, die kein Lichtlein haben. Also passen Sie auf in der Öffentlichkeit, was Sie machen, was Sie tun. Sie könnten damit im Internet landen. Der Globalpranger kann da angeworfen werden von Verboten, allerdings halte ich gar nichts, sondern alles vom mündigen Umgang des Bürgers. Und man muss einfach wissen, wir leben im Zeitalter der Transparenz. Du musst damit rechnen, dass alles, was du machst, irgendwo weltweit an die ganz grosse Glocke gehängt wird. Jürg Marquardt ist mit 81 Jahren gestorben. Der Zürcher Verleger und Unternehmer verstarb nach langer, schwerer Krankheit. Eine beeindruckende Persönlichkeit. Jürg Marquardt, ein Selfmade-Unternehmer, 1968. beim damaligen Monster-Konzert in Zürich mit Jimi Hendrix, dem legendären Gitarristen, aufgetreten. Gibt ein ikonisches Bild. Marquardt, noch ganz jung, mit dem Dreiteileranzug, Weste und so weiter, lässig eine Zigarette in der Hand. Dann hat er ein Verlagsimperium aufgebaut und ist sehr wohlhabend geworden. Eine unternehmerische Erfolgsgeschichte und auch ein sehr, ja klar, wenn du so erfolgreich bist, Musst du klug sein, intelligent, ein intelligenter, humorvoller und sehr liebenswerter Gesprächspartner. Ein wirklich beeindruckender Schweizer, der da jetzt mit 81 Jahren, man kann auch sagen erst 81 Jahren, gestorben ist. Die Lesemüdigkeit im Bundeshaus ist beunruhigend. Die NZZ hat es jetzt auch gemerkt, dass die EU-Verträge da... ebenfalls ungelesen hochgejubelt werden könnten, wie das bei dem F-35 der Fall gewesen ist. Und damit beende ich meine schweizerische Sendung, komme gleich zurück mit den internationalen Nachrichten, bedanke mich für die Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen einen wunderbaren schönen Tag. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen. Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst... Niemand so unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. 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