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Ex-US-Verteidigungsminister: Mit Luftangriffen allein gewinnt Amerika nicht gegen den Iran

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Ex-US-Verteidigungsminister: Mit Luftangriffen allein gewinnt Amerika nicht gegen den Iran
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Die USA werden den Konflikt mit dem Iran nach Einschätzung des früheren amerikanischen Verteidigungsministers Mark Esper nicht allein mit Luftangriffen entscheiden können. Das sagte Esper der Financial Times. Statt ausschliesslich auf militärische Schläge zu setzen, müsse Washington den wirtschaftlichen Druck auf Teheran massiv erhöhen, um eine Öffnung der Strasse von Hormus zu erreichen.

Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
Der frühere US-Verteidigungsminister Mark Esper
Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.

Hintergrund sind die anhaltenden amerikanischen Luftangriffe auf iranische Ziele. US-Präsident Donald Trump kündigte in den vergangenen Tagen an, die Attacken in den kommenden Wochen auszuweiten, um den Iran zu einem Abkommen zu zwingen. Esper hält diese Strategie jedoch für unzureichend. «Ich bin nicht zuversichtlich, dass verstärkte und anhaltende Bombardierungen eine grundlegende Veränderung bewirken würden», sagte der ehemalige Minister. Als Alternative nannte er einen umfassenden wirtschaftlichen Druck, der den Iran finanziell «ersticken» solle. Dies erfordere allerdings Zeit, Disziplin und internationale Unterstützung.

Die Lage an der Strasse von Hormus bleibt angespannt. Nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran hat Teheran den Schiffsverkehr durch die Meerenge weitgehend eingeschränkt. Die Wasserstrasse ist für rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels von zentraler Bedeutung. Der eingeschränkte Verkehr hat die Energiepreise bereits deutlich steigen lassen. Seit Anfang Juli verteuerte sich die Nordseesorte Brent um rund 16 Prozent auf etwa 85 Dollar pro Barrel. Branchenvertreter warnen, ein länger andauernder Engpass könne den Ölpreis wieder über die Marke von 100 Dollar treiben.

Esper verwies zudem auf die Belastung für die amerikanischen Streitkräfte. Ein langwieriger Konflikt verschlinge erhebliche Mengen an Munition und Ressourcen, während die USA gleichzeitig auf andere sicherheitspolitische Herausforderungen vorbereitet bleiben müssten. Seine grösste Sorge gelte China. Als Massstab für einen Erfolg der amerikanischen Strategie nannte Esper die vollständige Wiederherstellung des freien Schiffsverkehrs durch die Strasse von Hormus sowie ein neues Atomabkommen mit dem Iran, das über die Vereinbarung aus der Amtszeit von Barack Obama hinausgehe.

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