Die stockenden Atomverhandlungen mit dem Iran erhalten neuen diplomatischen Schwung: Wie ein Insider dem Nachrichtenportal Reuters mitteilte, sollen sich am Freitag hochrangige Vertreter Deutschlands, Frankreichs und Grossbritanniens mit iranischen Unterhändlern in Genf treffen. Ziel sei es, den Dialog über eine mögliche Rückkehr Teherans zum Atomabkommen von 2015 wiederzubeleben. Die USA sollen über Mittelsmänner informiert bleiben, sind aber nicht direkt beteiligt.
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Die Gespräche finden vor dem Hintergrund wachsender Spannungen im Nahen Osten und zunehmender Bedenken hinsichtlich der nuklearen Kapazitäten des Iran statt. Gemäss der Quelle wird es sich nicht um offizielle Verhandlungen im Rahmen des Wiener Formats handeln, sondern um ein «politisches Gespräch auf Ministerebene». Die Delegation aus Teheran soll vom iranischen Chefunterhändler Ali Bagheri Kani angeführt werden.
Die Treffen sind als Versuch zu werten, die Kommunikationskanäle offenzuhalten, nachdem frühere Bemühungen scheiterten. Ein westlicher Diplomat erklärte Reuters, man hoffe auf «eine Atmosphäre des Dialogs». Zugleich warnen Experten vor zu grossen Erwartungen – der Iran weigere sich bislang, die Bedingungen der Internationalen Atomenergiebehörde vollständig zu erfüllen.
Die Initiative gehe auf Anstrengungen der E3-Staaten zurück, die «eine weitere Eskalation in der Region verhindern» wollen. Offizielle Bestätigungen der beteiligten Regierungen standen zunächst noch aus.