Die EU will im kommenden Jahr mehr Geld für Sicherheit ausgeben – trotz eines insgesamt kleineren Haushalts. Für 2026 sind rund 190 Milliarden Euro eingeplant. Die Ausgaben für Verteidigung steigen um 200 Millionen auf 2,8 Milliarden Euro. Der Bereich Migration und Grenzmanagement wird mit über 5 Milliarden Euro bedacht – ein Plus von 230 Millionen.
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Die Einigung zwischen Parlament und Mitgliedstaaten geht auf einen Vorschlag der EU-Kommission zurück. Neben Verteidigung und Grenzschutz sollen auch die Wettbewerbsfähigkeit Europas und die Ukraine unterstützt werden. Trotz höherer Einzelposten schrumpft das Gesamtbudget gegenüber dem Vorjahr. 2025 hatte es noch knapp 200 Milliarden Euro betragen. Der Rat wollte für 2026 zunächst nur 186,24 Milliarden bewilligen, das Parlament verlangte mehr – nun liegt der Kompromiss dazwischen.
Der neue Plan ist Teil des bestehenden Mehrjährigen Finanzrahmens bis 2027, der insgesamt rund 1,1 Billionen Euro umfasst. Deutschland als grösster Nettozahler finanziert fast ein Viertel davon. Für weiteren Streit dürfte die Debatte um den künftigen Finanzrahmen sorgen. Die Kommission fordert ab 2028 ein Gesamtbudget von zwei Billionen Euro – rund 700 Milliarden mehr als bisher. Aus Berlin kam bereits ein klares Nein. Auch im Parlament regt sich Widerstand gegen die Pläne. Kritik entzündet sich unter anderem daran, dass Fördergelder künftig aus einem einzigen Fonds vergeben werden sollen – bislang waren es mehrere.