Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

EU-Erweiterung: Österreich stellt sich gegen «Turbobeitritt» der Ukraine

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
EU-Erweiterung: Österreich stellt sich gegen «Turbobeitritt» der Ukraine
EU-Erweiterung: Österreich stellt sich gegen «Turbobeitritt» der Ukraine
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Österreich spricht sich gegen einen raschen Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union aus. Das berichtet die Zeit unter Berufung auf Aussagen der österreichischen Europaministerin Claudia Bauer.

Europaministerin Claudia Bauer von der ÖVP wies die Forderung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nach einem schnellen EU-Beitritt zurück. «Der ukrainische Präsident ist meinem Eindruck nach in den letzten Monaten häufiger dadurch aufgefallen, dass er der EU am liebsten ein Beitrittsdatum diktieren möchte», sagte sie der Welt am Sonntag. Ein «Turbobeitritt auf Antrag» gehe «natürlich nicht».

HELMUT FOHRINGER / KEYSTONE
ABD0014_20260619 - WIEN - ÖSTERREICH: Europaministerin Claudia Bauer (ÖVP) am Freitag, 19
HELMUT FOHRINGER / KEYSTONE

Bauer begründete die ablehnende Haltung mit den Folgen eines möglichen Beitritts für die Europäische Union. Die Aufnahme eines Landes mit rund 39 Millionen Einwohnern und einer «komplett anders ausgeprägten Agrarstruktur» würde die EU «massgeblich verändern». Zudem warnte sie vor einer «Zweiklassengesellschaft» unter den Beitrittskandidaten. Alle Bewerber müssten dieselben Voraussetzungen erfüllen und sich «einen Beitritt durch Leistung verdienen».

Die EU hatte die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine im Juni eröffnet. Im ersten Schritt geht es unter anderem um Justizreformen und den Schutz der Grundwerte. Nach Einschätzung der EU sind jedoch weitere Reformen, etwa bei der Korruptionsbekämpfung, notwendig, bevor ein Beitritt möglich wird.

Selenskyj hatte einen EU-Beitritt bereits für 2027 gefordert. In Brüssel gilt dieses Ziel jedoch als unrealistisch. Viele EU-Vertreter rechnen nicht mit einer Aufnahme vor Mitte der 2030er Jahre und nicht vor einem Ende des russischen Angriffskriegs. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz hält einen schnellen Beitritt für ausgeschlossen und brachte stattdessen einen Sonderstatus für die Ukraine ins Gespräch, der eine Teilnahme an EU-Gipfeln und Ministerräten ohne Stimmrecht ermöglichen könnte.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 04.08.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.