Eric Gujer tritt am 1. Februar 2027 als Chefredaktor der Neuen Zürcher Zeitung ab. Der 64-Jährige bleibt der Mediengruppe jedoch als «Herausgeber Deutschland» erhalten. Dies teilt die NZZ mit.
Gujer steht seit 2015 an der Spitze der NZZ-Redaktion. Insgesamt arbeitet er seit vierzig Jahren für die Zeitung, zuvor war er unter anderem Auslandchef. Unter seiner Führung baute die NZZ ihre Präsenz in Deutschland deutlich aus.
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In seiner neuen Funktion soll Gujer sich mit den grossen Linien der deutschen und internationalen Politik befassen und die publizistische Präsenz der Zeitung in Deutschland weiter stärken. Zudem übernimmt er die Leitung der Veranstaltungsreihe «NZZ Podium» und bleibt für die auf SRF ausgestrahlte Gesprächssendung «NZZ Standpunkte» verantwortlich.
Wer Gujer an der Spitze der Redaktion nachfolgt, ist noch offen. Die NZZ strebt nach eigenen Angaben eine interne Besetzung an und spricht von «ausgezeichneten Kandidatinnen und Kandidaten» aus dem eigenen Haus. Gleichzeitig würden externe Bewerbungen geprüft. Der Entscheid soll im vierten Quartal 2026 fallen.
Parallel veröffentlichte die NZZ ihre Halbjahreszahlen. Der Betriebsertrag sank gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent auf 109 Millionen Franken. Als einen Grund nennt das Unternehmen den Verkauf des Zurich Film Festival.