Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich am Montag, dem 13. Juli 2021. Und 26. Argentinien steht zwar im WM-Halbfinal, doch die Weltpresse würdigt die Leistung der Schweiz. Und es schwillt an die Kritik am portugiesischen Schiedsrichter eine Art Dolchstoss-Legende gegen die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft. Ich habe mir den Match natürlich angeschaut, 3 Uhr morgens, ich bin gar nicht mehr ins Bett gegangen, habe dafür gelesen in einem sehr interessanten... Vielleicht spreche ich noch etwas darüber. René Girard im Angesicht der Apokalypse. Das ist natürlich besonders prickelnd für mich. Ich bin ein bekennender Nicht-Apokalyptiker, mache mir allerdings grosse Sorgen über die Eskalationsgefahr im Ukraine-Krieg. Und René Girard ist der Kulturanthropologe, ein Gigant der Geisteswissenschaften des 20. und frühen 21. Jahrhunderts. Er hat an der Stanford University gelehrt und er ist der Lehrer. des ominösen Unternehmers und Investors Peter Thiel, und das hat ihn natürlich erst recht auf die internationale Aufmerksamkeitsagenda geschleudert. René Girard ganz kurz, er sagt, dass die Menschen dazu verdammt sind, immer gefährlichere und grössere Kriege zu führen und dass wir nicht in der Lage sind, aus dieser gnadenlosen Eskalationslogik auszusteigen. Und ich versuche hier ja im Weltwoche Daily der Eskalationslogik des Krieges, die wir tatsächlich beobachten können, besorgniserregender beobachten können in der Ukraine, dem versuche ich die Versöhnungs-, die Beschwichtigungslogik entgegenzuhalten, die Logik des Friedens gewissermassen gegen die Unausweichlichkeit des Krieges. René Girard. Dies sozusagen die Vorbereitungslektüre auf den WM-Viertelfinal Schweiz-Argentinien. Es war ein sehr munterer, ein dramatischer Match phasenweise. Die Schweizer am Anfang ziemlich schnell kalt erwischt von den Argentiniern. 1 zu 0 nach etwa 10 Minuten. Aber dann sind die Eidgenossen immer besser ins Spiel gekommen. Es fehlte zwar vorne, das hat man gemerkt durch die Verletzung von Masambi. Die kreative Kraft, das Überraschungsmoment, wobei vor einem halben Jahr noch niemand über diesen Spieler gesprochen hat, jetzt aufgrund einer Verletzung ausgefallen. Das war schon spürbar, aber trotzdem die Schweizer sehr diszipliniert, sehr stark gegen routinierte Argentinier, bei denen man den Eindruck hat, sie springen immer nur so hoch, wie sie müssen. Also keine Kühlläufer, keine überflüssige Bewegung, zu viel. auch ziemlich robust vom Einsteigen und natürlich stehen die Argentinier als amtierender Weltmeister, da etwas unter Denkmalschutz, der Schiedsrichter, das hat man ja gewusst und das gibt jetzt vor allem in den sozialen Medien zu reden. Die Schweiz dann mit einem unglaublichen Ausgleich durch Ndeye, ein Tor, das mich etwas erinnert hat, an einen Treffer des britischen Spielers Bellingham, des englischen Spielers Bellingham, Jude Bellingham, der sich da mal durchgetankt hat und dann ebenfalls... aus relativ spitzem Winkel präzis in die tiefe Torecke entsprechend geschossen hat. Und genau das Gleiche ist den Deue gelungen, 1 zu 1. Und dann wurde die Schweiz kurzzeitig tonangebend und dominierend. Und dann passierte in der 72. Minute jene Szene, die jetzt also tatsächlich die Gemüter erhitzt. Preel Embolo, der Schweizer Stürmer. ist da zuerst vermeintlich gefoult worden von Paredes, einem argentinischen Spieler. Und der Schiedsrichter hat Paredes, der vorher schon ziemlich hart eingestiegen war, auch immer wieder gegen Mbolo ihm die gelbe Karte gegeben. Und Mbolo hat schon in der ersten Hälfte gelb gesehen, das ist noch der Hintergrund. Doch dann hat der Videoschiedsrichter wahr, und das ist alles regelkonform, das ist so bestätigt worden, das wussten auch die Trainer, dass das so ist. Dann hat also dieser elektronische Schiedsrichter die Szene noch einmal angeschaut. Es gibt so viele Kameras in diesem Stadion natürlich, seit diese Videoüberwachung hier Teil der ganzen Veranstaltung geworden ist. Und da ist eben herausgekommen, dass Breel Embolo eine Schwalbe gemacht hat. Und eine Schwalbe, das gibt eben eine gelbe Karte, kann mit Geld bestraft werden. Wenn schon eine gelbe hat, gibt es gelb-rot. Und dann musste er vom Platz unter Tränen und die Schweiz spielte dann zu zehnt gegen die Argentinier, die dann natürlich ein erdrückendes Übergewicht entfalten konnten. Allerdings, es brauchte dann immer noch die Verlängerung und fast bis zum Schlusspfiff, noch drei Minuten vor Schluss, ungefähr vor der regulären Spielzeit, ist dann tatsächlich mit einem Traumtor das 2 zu 1 gelungen und schliesslich noch das 3 zu 1 dann in letztlich nicht mehr ausschlaggebender Situation. Ganz im Finish dieser sehr aufwühlenden Partie. Ja, was ist das Fazit? Wie muss man das beurteilen? Nun, ganz brutal ausgedrückt ist das natürlich ein Kapitalfehler gewesen von Brele Mbolo, der da eine Schwalbe macht. Ich meine, man gibt dem Schiedsrichter doch gar nicht den Ermessensspielraum, die Möglichkeit, einen derart bestrafen zu können, wenn man schon gelb gesehen hat. Das muss ein Spieler wissen, der nicht in einer Gurkenliga, sondern in einer sehr guten Liga unterwegs ist. Und womöglich hätte es auch der Trainer Murat Yakin entsprechend seinen Leuten sagen müssen, hört auf mit diesen Dingen. Und bei Embolo hatte man das Gefühl, dass er ohnehin schon nach seiner ersten Gelben da immer wieder gestikulierend und artikulierend sich da mit dem Schiedsrichter anlegte. Und da wäre vielleicht ein präventiver, chirurgischer Eingriff des Trainers wichtig und richtig gewesen, da entsprechend entweder auszuwechseln oder so einzuwirken, vor allem auch in der Pause. dass da keine Risiken eingegangen werden könnten. Also ich neige jetzt da nicht zur Schiedsrichterverschwörungstheorie, zur Durchstosslegende. Das darf einfach ein Spieler nicht machen. Aber gleichzeitig kann man da in der Hitze des Gefechts jetzt auch nicht in Zorn und in Erbitterung ausbrechen. Ich finde, Marcel Reif hat das sehr schön formuliert in einem Tagesanzeigerinterview. Er hat gesagt, ja, Prelembolo, eine kolossale Dummheit, die er da begangen hat. Aber kaum ist es passiert, kaum ist er draussen. gehe es ihm, also Marcel Reif, dem Starkommentator, gehe es ihm so wie bei seinen drei Söhnen, dann in den Arm nehmen und trösten. Ungeachtet all dessen, muss man sagen, eine tolle Leistung der Schweizer Fussballnationalmannschaft. Es ist keine Weltklasse-Mannschaft, die wir haben. Aber wir haben eine sehr gute Mannschaft. Und sie hat also einen stolzen, einen majestätischen Auftritt hingelegt und sich sehr, sehr viel Respekt verdient. Und es wäre tatsächlich gegen dieses Argentinien mehr drin gelegen. Jetzt treffen die Südamerikaner auf England. Die Engländer, die ja zuvor auch mit Schwierigkeiten sich dann doch in den Halbfinal geschossen haben. Da kommt die Wehmut auf. 1966 beim WM-Final im Wembley-Stadion in London. Der letzte und einzige Weltmeistertitel bis jetzt für England. Jetzt misst man sich mit Argentinien. Nein, es war ein toller Auftritt. Eine wirklich sehr beeindruckende Performance unserer Spieler. mit unglücklichen Begleitelementen da ganz zum Schluss. Und ja, man sollte jetzt nicht den schlechten Verlierer raushängen und da auf den Schiedsrichter losgehen, sondern es gilt, die eigenen Fehler zu sehen. Und ich glaube, Breel Embolo, der wird sich die Haare raufen aufgrund der Situation, denn das war wirklich unnötig. Schwalben im Zeitalter der Videoüberwachung, das kann man vergessen, ist auch eine grobe Unsportlichkeit. dass man einen Foul vor Ort täuscht. Natürlich, subjektiv fühlt sich der Spieler immer im Recht, weil er denkt, der andere hat mich immer gefoult und ist nie bestraft worden, jetzt lege ich ihm ein Ei. Das ist dann sozusagen die höhere Gerechtigkeit. Aber eben, wenn man betrügt mit einer Schwalbe, dann ist das eben immer noch Betrug und kann mit Gelb gehandelt werden. Und da hat er in diesem Moment einen Aussetzer gehabt. Ist er einfach ausgetickt und hat der Mannschaft so einen schlechten Dienst erwiesen. Wobei, aus den Reihen seiner Kollegen, ja. fairerweise jetzt oder den Mannschaftsgeist unterstreichen, keine entsprechende Kritik gekommen ist. Gratulation an Murat Yakin und seine tolle Mannschaft. Jetzt sehen wir dann in der nächsten Woche die Halbfinals. Es wird interessant. Frankreich gegen Spanien, England gegen Argentinien und dann am nächsten Sonntag der Final. Ich glaube, in New York findet die entsprechende Partie statt. Ja, wir sind gespannt. Ich tippe auf England gegen Frankreich. Mal sehen, wie es herauskommt. Aber mit Prognosen sollte man sich ja zurückhalten. Ja, ein herrlicher Sommer. Keine Apokalypse. Wärme, wunderschön. Wir verbringen da die Wochenendtage, wenn nicht die Pflicht ruft, wenn wir nicht in Moskau oder in einer anderen Stadt und in einer anderen Weltgegend sind, um Interviews zu machen, dann verbringen wir die Tage etwas in der Höhe, im Büttnerland, im Engadin. Und Sie können dann schauen, ich habe gestern aufgezeichnet mit Till Brönner, dem deutschen Star-Trompeter, einen sehr, sehr schönen Podcast vor einer unglaublichen Kulisse. Wir waren auf dem Muttersmoreil, diesem Aussichtspunkt der Superlative, unter uns und über uns auf Augenhöhe und noch etwas höher die grossen Gletscher, Piz Palu, dann natürlich der Roseg-Gletscher, wir haben den St. Moritz-See gesehen, den Staatser See, Silzsee, Silva Plana und natürlich Silz Maria, wo einst Friedrich Nietzsche einherwandelte und Till Brönner ist ja nicht einfach nur der mit Abstand erfolgreichste und beste. berühmteste Jazz-Trompeter Deutschlands. Er ist auch ein kultureller Brückenbauer, ein Gesamtkunstwerk gewissermassen, auch ein sehr brillanter Fotograf und eben auch eine Marke geworden mit höchster Anerkennung. Er hat hier gespielt an diesem formidablen Festival der Jazz, das vor bald 20 Jahren durch Christian Jotjeni lanciert worden ist. Diesmal mit auch ganz berühmten Namen aus der Pop-Szene. Tom Jones zum Beispiel, Diana Krall, die Jazz-Pianistin, die ich 1995, einen der allerersten Artikel, glaube ich, geschrieben habe in der internationalen Presse, als sie in der Widerbar auftrat und heute natürlich in den ganz grossen Konzertsälen Diana Krall und Till Brönner, einer der sehr sympathischen und auch klugen Musiker, der es versteht, seine Botschaft sehr eloquent darzulegen und sich immer nach Gedanken macht über die allgemeinen Zeitumstände, in denen seine Kunst spielt. Und dann... Star-Trompeter, ein Jazz, ein Popstar des Jazz mit der Seele eines Melancholikers, so habe ich ihn beschrieben. Das grosse Interview wird sicherlich von unseren Kollegen aufgeschaltet. Wunderbarer Sommer, den man sich hier nicht vergelgen lassen sollte durch apokalyptische, grüne Klimauntergangsszenarien. Ja, es wird wärmer auf diesem Planeten. Wir Ähm... haben uns darauf einzustellen und auszurichten, aber sicherlich nicht mit diesen Brechstangenübungen, die die ganze Marktwirtschaft da gewissermassen unter grüne Kontrolle stellen wollen. Das funktioniert nicht, das geht nicht. Nichts gegen Umweltschutz, nichts gegen saubere Luft, aber nicht mit diesen sozialistischen Methoden, die eben nicht funktionieren, siehe Deutschland, wo ja die ganze Automobilindustrie jetzt ganz massiv darben muss. Neutralität, das grosse Thema. Dass gar nicht so gross Gefahren wird in den Medien, aber hinter den Kulissen natürlich auch in der Politik, auch in diesen Sommerferien, ist es wichtig. Wir haben jetzt gesehen, dass die Pellvi Pulli vom Staatssekretariat für Sicherheit in gegenseitigem Einvernehmen gehen musste. Sie erfüllte da, sie begleitete da eine Spitzenposition in der Ausformulierung der sicherheitspolitischen Strategie. Pellvi Pulli haben wir hier schon öfters kritisiert in der Weltwoche. Sie ist ursprünglich Finnin. Nach meiner Beurteilung ist ihr Denken immer auch sehr stark geprägt gewesen von dieser finnischen Perspektive und eben nicht von der neutralen schweizerischen Perspektive, von den nationalen Interessen unseres Landes. Und sie hat sicherlich zu jenen Protagonistinnen gehört in Bern, die eben die Neutralitätsrelativierung, die Neutralitätsbeseitigung, die salamimässige Beschneidung der Neutralität für gut befunden haben und die Annäherung an die NATO. als eine für die Schweiz sicherheitsbringende Strategie empfunden hat. Das sind aus meiner Sicht falsche Weichenstellungen. Jetzt hat man sich von ihr getrennt, aber ich glaube nicht primär aus politisch-strategischen Gründen. Der neue Departementschef Martin Pfister ist im Grunde auf der genau gleichen Linie unterwegs. Es sind eher interne Probleme gewesen, die hier den Ausschlag gegeben haben. Es gibt da Spekulationen. und entsprechende Aussagen in den Medien. Die Neutralität in der Schweiz muss zurückgebracht werden zu ihrer klaren verbindlichen Form in der Verfassung. Und das ist das Ziel der Neutralitätsinitiative, über die wir abstimmen am 27. September. Und das möchte verhindern unser Aussenminister Ignacio Gassis, der mit einer, man könnte sagen, raffinierten oder auch gefährlichen Rhetorik jetzt diese Initiative. aus der Bahn zu werfen versucht, indem er sagt, jawohl, wir sind ja neutral, ich bin neutral, die Schweiz ist neutral. In meiner subjektiven Wahrnehmung, das Problem ist einfach, dass die Welt da draussen, vor allem die Konfliktparteien im Ukraine-Krieg, der sehr eskalationsgefährdet ist, ich habe das hier schon öfters ausgeführt, dass die sehen das eben anders als unser Aussenminister. Und er versucht nun darzulegen oder beliebt zu machen, dass er die Neutralität ja verkörpert, zurückbringt und selbstverständlich lebt, aber man dürfe das nicht in die Verfassung schreiben, das sei auch unnötig. gibt vor, hier einen Auftrag zu erfüllen, auf das die entsprechende Initiative gar nicht mehr notwendig sei. Aber wenn man genauer hinschaut, aber so genau muss man gar nicht hinschauen, dann wird der Auftrag nicht erfüllt. Die Schweiz ist nicht mehr neutral. Wir sind Kriegspartei. Wir machen mit im Wirtschaftskrieg gegen Russland. Und hier tonangebend in den Medien die Neue Zürcher Zeitung. Und da der entsprechende Journalist, der das Dossier führt, der Georg Hässler, der sagt das genauso deutlich auch schon im Podcast bei uns. Er hat gesagt, wenn der Krieg weit entfernt von der Landesgrenze ist, dann kann man eine flexible Neutralität haben. Wenn er dann natürlich näher an die Landesgrenze rückt, dann muss man eine strenge, eine strikte Neutralität haben, wie man sie im Zweiten Weltkrieg hatte. Also das ist die lottrige, das ist die Gummineutralität, die man hier ins Zentrum stellt. Das ist natürlich auch schlimmster Opportunismus, komplett unglaubwürdig. Und wenn man jetzt in Betracht zieht, dass dieser Krieg tatsächlich eskalieren könnte, was natürlich auch Georg Hessler, was die NZZ am Anfang überhaupt nicht sich hatten vorstellen oder ausmalen wollen, sie haben natürlich wie der Bundesrat auf eine schnelle Niederlage Russlands gewettet und jetzt sehen sie sich plötzlich mit der Möglichkeit konfrontiert, dass dieser Krieg auf andere europäische Länder ausgreifen könnte, eben weil die gnadenlose Eskalationslogik, die vom Westen angeheizt wird, natürlich die russische Seite auch wiederum dazu zwingt, entsprechend nachzulegen. Und es wird in Russland diskutiert, europäische Länder anzugreifen. Und wenn dann einmal Polen oder Deutschland angegriffen werden sollte, ja, dann tobt der Krieg in einem Nachbarland der Schweiz. Und mit dieser Perspektive, im Sinne eines Worst Case, muss man sich auseinandersetzen. Und eine Aussenpolitik sollte natürlich Worst Case getestet sein. Muss also auch diesem schlimmstmöglichen Fall standhalten und nicht einfach nur... in der quasi Schönwetterperiode ihre angebliche Gültigkeit behaupten können. Neue AKWs, das ist auch interessant. Vor wenigen Jahren noch lasen sie in den Schweizer Zeitungen eine viel zu teuer, viel zu gefährlich, unmöglich, unrealisierbar. Das hat man uns eingeredet. Und plötzlich, siehe da, lese ich jetzt allen Talben in den Zeitungen, ja, es ist möglich, es lohnt sich, man kann es zahlen, Man müsste entsprechende... Anpassungen vornehmen, aber die Perspektive ist sehr realistisch. Und da sehen Sie einfach die Willkürlichkeit der medialen Berichterstattung. Noch vor wenigen Jahren hat man uns eingeprügelt, es sei absolut undenkbar und unwirtschaftlich neue AKWs zu bauen. Und jetzt plötzlich soll es gehen. Was ist denn eigentlich passiert? Es ist überhaupt nichts passiert. Nur die Journalisten haben eben ihre zeitgeistbetonierte Okay. Meinungseinfall jetzt plötzlich unter neuen Zeitgeistbedingungen, dabei hätte man das schon vorher sehen können, angepasst. Und Sie werden das Gleiche auch sehen mit dem Krieg in der Ukraine. Auch da wird man irgendwann über die Bücher gehen und sagen, ja, dieser Selensky-Kult, diese totale Verteufelung Russlands und vor allem auch diese Aufschaukelung des Kriegs, den ja gar niemand machen will. Auch die Russen wollen diesen Krieg nicht. Aber die Russen sagen, der ist uns aufgenötigt worden. Und wir sind gewissermassen da gezwungen worden einzumarschieren. Stimmt natürlich auch nicht, Sie hätten sich ja nicht so entscheiden müssen. Aber angesichts der ganzen Ausgangslage haben Sie Ihre Gründe und die anderen sehen sich wiederum berechtigt, jetzt da immer noch ein Bricke, ein Scheit draufzulegen. Das ist die gnadenlose Eskalationslogik, die gefährlich ist. Brarend Freithof ist der CEO von Abbey, ein enger Mitarbeiter und Kollege. Von Peter Spuhler, dem Stadlerpatron, hat er ein Interview gegeben bei Barenfreudhof und sagt dort, dass die UBS-Regulierung, er ist ein früherer Banker, dass eine zu strenge UBS-Regulierung schlecht für den Werkplatz Schweiz sei. Jawohl, das mag stimmen. Auf der anderen Seite muss man natürlich immer wieder in Berücksichtigung nehmen, dass eben eine Bank, die im Zweifelsfall, wenn sie schlecht gemanagt wird, Probleme bekommt in den USA oder in anderen ausländischen Staaten, wenn dort versagt wird, so gross ist, dass sie die ganze schweizerische Volkswirtschaft in den Abgrund reissen kann. Too big to fail. Also hier gilt es natürlich noch andere Faktoren zu berücksichtigen in dieser Hinsicht. Meine Damen und Herren. Damit sind wir am Ende der Schweizerischen Ausgabe angekommen. Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit, melde mich gleich wieder zurück mit den internationalen Nachrichten. Vielen herzlichen Dank, bis gleich. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche, unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen... immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen. Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemand zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. 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