SpaceX-Börsengang, Billionen-Bewertung und globale Visionen: In seinem ersten ausführlichen Interview seit dem Rekord-Börsengang von SpaceX spricht Elon Musk mit Economist-Chefredakteurin Zanny Minton Beddoes über künstliche Intelligenz, den Aufstieg Chinas und seine Ausflüge in die Politik.
Elon Musk gilt als der derzeit mächtigste Unternehmer der Welt. Mit einem Vermögen nahe der Billionengrenze, den Technologie-Mächten Tesla und SpaceX sowie einer gigantischen Reichweite steuert er nicht nur Märkte, sondern prägt auch globale Zukunftsvisionen. Im Gespräch mit Zanny Minton Beddoes nimmt der Multimilliardär Bezug auf die drängendsten Fragen unserer Zeit.
Screenshot YouTube/The Economist
Beim Thema künstliche Intelligenz sieht Musk den Wendepunkt rasch nahen. Die Entwicklung verlaufe exponentiell. Eine KI, die die menschliche Intelligenz übertrifft, sei nur noch eine Frage kurzer Zeit. Während er vor Sicherheitsrisiken warnt, betont er zugleich die gigantische Produktivitätssteigerung für die Weltwirtschaft.
Besondere Aufmerksamkeit widmet Musk der enormen Geschwindigkeit Chinas. Der technologische und industrielle Fortschritt im Fernen Osten erzwinge vom Westen maximale Innovationskraft. Europa wiederum bleibe trotz Regulierung und Bürokratie ein strategisch wichtiger Markt, vor allem aufgrund seiner starken Ingenieurstradition.
Überraschend offen zeigt sich Musk bezüglich seines gesellschaftspolitischen Engagements: Er räumt ein, sich zuletzt «ein wenig zu sehr in die Politik eingemischt» zu haben. Die laute politische Debatte ziehe zu viel Energie ab von seinem eigentlichen Hauptziel: die Menschheit zu einer multiplanetaren Spezies zu machen und nachhaltige Technologien voranzutreiben.