Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew hat Kremlchef Wladimir Putin zu einem Einfrieren des Ukraine-Kriegs aufgerufen. Das berichtet die Welt unter Berufung auf Tokajews Äusserungen bei einem russisch-kasachischen Gipfeltreffen im sibirischen Omsk.
Tokajew erklärte im Beisein Putins, niemand wisse derzeit, wie sich der Konflikt lösen lasse. Es gebe jedoch «die Möglichkeit, das alles einzufrieren». «Es ist herzzerreissend, wenn junge Menschen sterben […] All das muss gestoppt werden», sagte der kasachische Präsident. Eine Einigung müsse «unter den Garantien der Grossmächte, einschliesslich Russlands» zustande kommen und zu einem «lang ersehnten Frieden» führen.
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Eine Vermittlerrolle für Kasachstan lehnte Tokajew jedoch ab. Russland sei «ein grosses Land» und werde die Situation «auch ohne Vermittler alleine schaffen». Putin äusserte sich bei dem Treffen nicht zu den Vorschlägen seines Verbündeten. Nach Angaben der Welt hörte er Tokajews Ausführungen mit gesenktem Kopf an.
Kasachstan gilt als enger Partner Russlands, hat den russischen Angriff auf die Ukraine jedoch nie ausdrücklich unterstützt. Die Kämpfe dauern unterdessen an. Nach Angaben der von Moskau eingesetzten Besatzungsbehörden wurden bei einem ukrainischen Drohnenangriff im besetzten Teil des Gebiets Saporischschja mindestens elf Menschen getötet. Ukrainische Behörden meldeten ihrerseits drei Tote nach einem russischen Drohnenangriff in der Region Sumy. Beide Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.