Drei ursprünglich an der deutsch-polnischen Grenze abgewiesene somalische Migranten befinden sich in Berlin. Dies berichtet die Bild-Zeitung. Nach einem Eilentscheid des Verwaltungsgerichts Berlin dürfen sie nun doch ein Asylverfahren in Deutschland durchlaufen.
Die Männer – Sabirin M. H., mutmasslich 16 Jahre alt, sowie Sakeria A. M. und Ibrahim A. M. – hatten zuvor in Polen gelebt. Ihr dreimaliger Versuch, nach Deutschland zu gelangen, war jeweils durch die Bundespolizei an der Grenze unterbunden worden. Unterstützt durch die Organisation Pro Asyl, klagten sie auf Einreise und bekamen vor Gericht recht. Das Urteil erklärte Zurückweisungen wie in ihrem Fall für rechtswidrig und sorgte bundesweit für Aufsehen.
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Aktuell sind die drei im Ankunftszentrum für Asylsuchende in der Oranienburger Strasse untergebracht, das vom Berliner Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten betrieben wird. Ein medizinischer Check und das sogenannte Dublin-Verfahren zur Zuständigkeitsklärung innerhalb der EU stehen nun bevor. Dabei wird geprüft, ob Polen oder Litauen, wo die Einreise in die EU erfolgt war, für das Asylverfahren zuständig sind.